Deutsche Politik

Jau, weil man den ÖPNV kaputt gespart hat, während man jedes Jahr weitere Spuren an Autobahnen klemmt. Überfüllte Bahnen bedeutet aber mehr: das Angebot wird angenommen. Man muss halt mehr daraus machen, zb. Verfügbarkeit erhöhen (also Schienennetz ausbauen) und eine höhere Taktung.

2022 ist das erste Jahr, in dem man mehr Geld in die Schiene als in die Straße stecken möchte.

Naja, wenn man das mit Blick auch Klima- und Umweltschutz bewertet, sollte es auch für das Land toll genug sein, um dafür die Dienstwagensubvention über die Klippe zu schubsen. Wie die FDP das schon wieder komplett ausblendet …

Das könnte so einiges (wieder) in Gang setzen.

Ich hoffe so auf ein Scholz-Gate…

Eigentlich ein Unding, dass der Mann überhaupt Kanzler werden konnte. Der größte Betrug der Geschichte. Bekommt aber selbst jetzt leider gefühlt kaum Aufmerksamkeit.

Genau so wie diese Geschichte beim RBB. Wenn da nicht Springer zumindest noch hinterher wäre, weil es sowieso in die Agenda passt, würde das auch einfach verschwinden.

Kanzler ist irgendwie entfernt in den größten Betrug der Geschichte verwickelt, Finanzminister bequatscht seine Positionen mit Porsche, Spahn verschwendet Milliarden bei Masken+Tests & wird immer noch in den Talkshows hofiert, Scheuer sitzt immer noch im Bundestag, von der Leyen scheitert sich an die Spitze des Kontinents, Bundeswehr kann kaum kämpfen & ist quasi Durchlaufposten für Rüstungsmilliarden in die Privatwirtschaft, SPD-Gabriel tönt jetzt aus drölf Aufsichtsräten, dass doch alle mal mehr arbeiten sollen, CSU-Verwandtschaft macht obszöne Summen bei Maskendeals.

Das sollte in einer gut funktionierenden Demokratie irgendwie alles nicht normal sein.

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Natürlich nicht. Sie profitieren ja verhältnismäßig mehr, da die Öffis keine Alternative sind und man muss die ökologischen Auswirkungen auch prüfen. Vieles (nicht an dich gerichtet) beruht ja gefühlt darauf, dass man sagt: „Autos scheiße, Öffis toll“. So einfach ist es ja nicht und so sollten keine Entscheidungen getroffen werden. Und da jetzt immer mehr Daten zu dem 9 Euro Ticket raus kommen und es durchaus scheint, dass das Auto wesentlich seltener ersetzt wurde als angenommen, kann man schon hinterfragen wie hoch eine solche Subvention ausfallen sollte und in welchem Maß sie fair ist und nützlich ist.
Wenn so ein Ticket ökologisch aktuell wenig bringt, dann sollte das auch Auswirkung auf die Höhe der Subvention haben und man sollte dann lieber prüfen ob Subventionen im Ausbau der Öffis besser angelegt sind, als einfach den Leuten die die Öffis sowieso nutzen ein möglichst günstiges Ticket hinzuklatschen.
(Und bevor die gleichen 10 Leute wieder Schnappatmung bekommen oder irgendwas interpretieren wollen: Ich sehe ein attraktives, einheitliches, unkompliziertes Ticket für die Öffis als ein sehr willkommenes Ziel an).

Die Frage nach Gerechtigkeit, Sinnahftigkeit und Fairness ist da schon berechtigt und ein einfaches Sabbern und „Geil, günstige Öffis“ ist wenig hilfreich. Vlt muss man da auch noch einfach mehr Daten und wirklich zuverlässige Studien im Bezug zum 9 Euro Ticket abwarten, bevor man eine Entscheidung trifft. Da kann ein teueres Ticket mit einem zeitlgeichen Ausbau der Öffis effizienter sein.
Ändert aber nichts daran, dass man natürlich prüfen muss inwiefern Subventionen für Autos noch zeitgemäß sind oder diese nach Klimaschutzpunkten abgeändert werden müssen.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2022-08/oepnv-9-euro-ticket-auto-bahn-studie

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9 €-Ticket ist ja nicht nur aus ökologischen Gründen eine gute Sache. Gibt auch viele arme Menschen in Rente für die das im Grunde die einzige Entlastung war und dahingehend zumindest etwas gebracht hat, weil sie sich gar kein Auto leisten können. Da macht es schon einen Unterschied, ob du dir für wesentlich mehr Geld jeden Monat ein Busticket kaufen musst oder für 9 €. Finde das sollte man nicht nur aus der ökologischen Perspektive sehen.

Freundin von meiner Mutter die durch eine chronische Krankheit in Rente musste hätte viele Besorgungen ohne das 9 €-Ticket gar nicht so einfach hinbekommen. Die ist jetzt schon traurig, dass es bald wieder vorbei ist.

Vorneweg: ich wäre bei einem 9-Euro-Ticket als Radfahrer auch ein Draufzahler.

Ich verstehe deine Einwände, aber ich seh’s so: Wir brauchen einen Wandel hin zu mehr öffentlichem Nahverkehr, ich glaube aber nicht, dass es uns gelingt, diesen Wandel mit einem Gleichschritt von öffentlichen Regelungen, öffentlichen Geldern und privaten Verhaltensänderungen umzusetzen. Ich denke, wir müssen immer in bestimmten Bereichen vorgaloppieren, dann gibt’s Anpassungsschmerzen und die anderen Bereiche ziehen nach.
Konkret auf ein 9-Euro-Ticket: Momentan ist das Zugpersonal an der Belastungsgrenze, die Züge teilweise auch, und viele Leute fahren trotzdem noch so häufig Auto wie vorher. Wenn wir jetzt eine Art 9-Euro-Ticket weiter betreiben, wird es neue Argumente für einen Ausbau der Kapazitäten geben - und auch mehr Forderungen danach in der Bevölkerung. Wenn ein 9-Euro-Ticket eine verlässliche Größe und Bahnfahren nicht mehr ein Fressen-und-gefressen-werden ist, werden bestimmte Leute sich vielleicht grundsätzlich gegen die Anschaffung eines Autos entscheiden. Das ist für sich schon mal ein Gewinn (denn es wurde - vereinfacht gesprochen - ein Auto weniger produziert), und zusätzlich werden diese Leute dann auch weniger Auto fahren (weil es immer mit Aufwand/Ausgaben verbunden is, sich für 'ne Fahrt ein Auto zu beschaffen).

Lange Rede: Ich glaube, wir brauchen einen langen Atem bis es endlich zu Änderungen kommt, wir eine gewissen Leidensfähigkeit bzgl. der Anpassungsschmerzen und wir brauchen die Akzeptanz, dass neue Maßnahmen die niemals perfekte Puzzlestücke in refomierungsbedürftigen System sind. Und wir brauchen diese neuen, imperfekten Maßnahmen.

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Also wenn es darum geht ob es 9 Euro sein sollen oder nicht, dann kann man glaube ich besser noch ne Milliarde (o.Ä.) mehr pro Jahr in die Hand nehmen und den Nahverkehr komplett kostenlos machen. Wäre dann wesentlich einfacher und effizienter.

Ansonsten lasse ich es so stehen. Ist ja eine legitime Ansicht.

@reanimation
Natürlich ist das 9 Euro Ticket eine Maßnahme die einigen Menschen hilft und an der viele Freude haben. Bezweifel ich doch gar nicht oder wo spreche ich es an?
Ich wollte die Maßnahme in diesem Rahmen eigentlich auch gar nicht bewerten. Wenn ich es bewerten müsste, bleibe ich bei dem was ich damals sonst schon immer geschrieben habe:
Gümstige Öffis prinzipiell gut, aber als Maßnahme aus dem Energiepot einfach eine komplett ziellose und misslungene Maßnahme (die natürlich in Verbindung mit dem Tankrabatt entstanden ist).

Da hätte man besser auf die beiden Maßnahmen verzichten können und eine zusätzliche einkommensabhängige Pauschale an jedem verteilen können. Wäre in meinen Augen fairer gewesen. Auch wenn ich grundsätzlich die Freude über so ein Ticket verstehe/teile.

Aber das soll hier auch nicht Thema werden und da wird es in Zukunft bestimmt auch mehr Zahlen zu geben um das besser bewerten zu können.

"Eine Auswertung von Mobilfunkdaten durch das Statistische Bundesamt ergab Anfang Juli: „Im Juni 2022 lagen die bundesweiten Bewegungen im Schienenverkehr im Schnitt 42 Prozent höher als im Juni 2019.“

Aber

Das Problem: Rund ein Viertel der im ÖPNV angetretenen Fahrten wäre ohne das Ticket gar nicht erst gemacht worden, ermittelte der VDV. Es handelt sich also um zusätzliche Reisen und nicht um Ersatzfahrten, die sonst mit dem Auto gemacht worden wären. „Aus den bisherigen Untersuchungen lässt sich nur ein leichter Verlagerungseffekt von der Straße auf den Öffentlichen Verkehr von bestenfalls zwei bis drei Prozent erkennen“, sagt etwa HTW-Forscher Böttger.

Das deckt sich mit ersten Ergebnissen einer Studie aus dem Großraum München, die unter anderem die Bewegungsdaten Hunderter Teilnehmer auswertet. Sie kam zum Schluss, dass 35 Prozent der Probanden häufiger mit Bus und Bahn fuhren - aber nur 3 Prozent ihr eigenes Fahrzeug seltener nutzten.

So wirklich funktioniert hat das ja bis jetzt nicht. Finds aber ehrlich gesagt auch ein Fenster von 2 Monaten zu nehmen um da jetzt ne fundierte Aussage treffen zu können erst recht wenn der Großteil davon in die Sommerferien fällt.

PKW Nutzungsverhalten kriegt man in 2 Monaten ja auch nicht signifkant geändert und die Leute überlegen sich trotzdem weiterhin 2x ob sie lieber mit dem ÖPNV oder dem PKW zur Arbeit fahren wenn die Strecke mit den Öffis z.B. 50min länger dauert als mit dem PKW.

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Ja, stimme dir da zu. Hab meinen Post auch nicht so formuliert wie ich es eigentlich sagen wollte. Mir ging’s eher darum, dass sich viele bei dem 9 €-Ticket total auf diese ökologische Perspektive fokussieren, obwohl es da ja auch noch den Entlastungs-Part gibt. Für viele war das die einzige Entlastung die sie überhaupt bekommen haben, insofern sehe ich das Ticket auch wenn der ökologische Effekt nicht so eingetreten ist wie erhofft immernoch recht positiv. Hätte mir natürlich auch gewünscht, dass mehr Leute umgestiegen wären.

Aber ich wollte woogie das jetzt auch nicht absprechen oder so. Wollte nur auch mal erwähnen, dass es bei dem Ticket auch eine Entlastung gibt, die gar nicht so irrelevant ist wie das in der Diskussion manchmal bei mir rüber kommt.

Ich wollte nichtmal auf deinen Post antworten.
War nicht auf dich bezogen. Hab mich einfach nur verklickt :slight_smile:

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20 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Vermögensregister und Sanktionen gegen russische Oligarchen

Ich habe das Thema Vermögensregister und Sanktionen in einen eigenen Thread verschoben.

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läuft einfach nicht bei scholz.

Wird den Kopf in den Sand stecken und warten. Easy.

Mich würde wirklich wundern, wenn er über so einen Bullshit stolpert… nach Cum-Ex.

Dass man im Hausmüll stöbert, finde ich irgendwie trauriger. Manche Menschen wollen einfach nur Menschen leiden und fallen sehen

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Beim Hausmüll von Olaf Scholz wäre das noch das Harmloseste. Da will ich nicht ausschließen, dass da sogar Akteure/Agenten für in die Müllabfuhr eingeschleust werden. Dafür sollte Scholz schon ein Bewusstsein haben - er ist halt keine unwichtige Privatperson, es gibt viele Parteien, die wirtschaftliches oder politisches Interesse an den Informationen haben, die sich aus seinem Hausmüll ergeben könnten.

Nein, vertrauliche Dokumente haben in einem Hausmüll einfach nichts zu suchen. Da kann er noch froh sein, wenn es so glimpflich ausgeht und da nicht irgendwelche Dokumente von irgendwelchen Leuten gefunden werden, die Menschenleben kosten.

…und genau deshalb übergibt man diese Art von Dokumenten dem Abwassersystem seines Regierungssitzes. Oh wait.

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