dass einiges zweckentfremdet wird, wird sicher stimmen.
aber beim ausmaß wird übertrieben. und das hat einen einfachen grund, ich zitiere mal aus der studie selbst:
In diesem Artikel werden nur die Investitionen des Bundes untersucht und die Zuschüsse an die Länder, die vor allem die Investitionstätigkeit der Kommunen stärken sollen, außen vorgelassen. Länder und insbesondere die Gemeinden SIND ALLERDINGS FÜR EINEN GROSSTEIL DER ÖFFENTLICHEN INFRASTRUKTUR ZUSTÄNDIG.
vor ein paar wochen hat clemens fuest (der ifo-chef) das auch schon präsentiert und die zahlungen an die länder pauschal „zweckentfremdet“ zugerechnet. immerhin scheint man in der gedruckten studie den anschein von wissenschaft wahren zu wollen, indem man im viertletzten absatz auf die riesige klaffende lücke mitten im eigenen narrativ zumindest hinweist.
Eine gesonderte Analyse des Länderanteils des SVIK würde ein noch umfangreicheres Bild der Effekte des SVIK zeichnen.
ja clemens, würde es.
fuest ist ein neoliberaler, austeritätshardliner und, dass man hier als bekannter ökonom so offensichtlich das narrativ verfälscht, ist mehr als traurig. ohne genaue untersuchung der länder und kommunen, die nunmal einfach für die meisten investitionen zuständig sind, ist das hier austeritätspropaganda und keine wissenschaft von wert.