Bei mir waren zwar auch gefühlt 99% der Mitschüler im katholischen Religionsunterricht und jeder hat die normale katholische Laufbahn von Kommunion und Firmung hinter sich, aber zum guten Ton hat die Kirche danach nicht mehr gezählt. Statussymbol sowieso nicht. Das einzige ist der Gottesdienst zu Weihnachten, Friedhof an Allerheiligen und maximal noch Ostern.
Kann vieles aus dem Artikel nicht so ganz nachvollziehen und halte es tatsächlich für kleinlich oder inkonsequent.
Da ist der „Strafunterricht“ für nicht Christen, die nicht zum Gottesdienst gehen. Ich glaube so ziemlich keiner der Schüler hat Bock auf diesen Gottesdienst, egal ob Christ oder nicht. Da hätte ich tatsächlich selbst lieber eine chillige Ethikstunde gehabt, wo oftmals auch einfach nur ein Film angeworfen wurde und man sich kein langweiliges Gelaber in der eiskalten Kirche anhören musste.
Das wirklich nervige an Ethik wäre für mich gewesen, dass der Unterricht oft nachmittags eben gebündelt für verschiedene Klassen und Jahrgänge war. Ich stand selbst mit dem Religionsunterricht auf Kriegsfuß, aber hab mich da halt kritisch reingesetzt, weil ich kein Bock auf Nachmittagsunterricht hatte.
Und wer sich als nicht-Gläubiger von der bloßen Anwesenheit eines Kruzifix so beeinflussen lässt, hat sicher noch andere Probleme. Das ist in meinen Augen eine ganz andere Diskussion als die Neutralität von Richtern.