Halte ein verpflichtendes Jahr für alle für sinnvoll. Ob jetzt im zivilen Bereich oder beim Bund, soll man sich dann aussuchen dürfen. Aber das steht ja gerade eh nicht zur Debatte.
War lange Zeit ein Gegner davon, den Zivi wieder uneingeschränkt einzuführen, da die jungen Leute als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Mittlerweile sind wir aber wieder an einem Punkt, an dem wir vermehrt auch Ungelernte und Pflegehelfer benötigen, nicht nur Examinierte. Ist nicht gut für die Qualität in der Pflege, wenn man dafür junge Leute verdonnert die kein Bock drauf haben, aber auf Grund des demografischen Wandels haben wir um ehrlich zu sein nicht mehr so viele Möglichkeiten. Nicht so gute Pflege ist noch immer besser als keine Pflege. Leider.
Mal ganz davon abgesehen, halte ich es für charakterbildend wenn man sich 1 Jahr lang sozial engagiert. Reist auch viele Leute aus ihrer Bubble raus und zeigt ihnen auch mal hautnah, wie andere Menschen leben und welche gesellschaftlichen Probleme es gibt. Hab bisher kaum wen getroffen der sagte: „Ja, mir wurde ein Jahr geklaut und hat mir nichts gebracht.“ Im Vorneherein ist natürlich der Missmut groß, klar. Wurde damals noch 2010 gemustert, bevor dann 2011 die Wehrpflicht ausgesetzt wurde. Hab dann stattdessen ein FSJ gemacht. Um Zeit zu haben mich zu orientieren und weil ich auch nen Beitrag leisten wollte. Durch das damalige FSJ (Rettungsdienst) bin ich übrigens 2 Jahre später auf meinen jetzigen Job gekommen und wusste, was ich (nicht) will vom Leben.
PS: Man sollte es diesmal allerdings besser gestalten, als den alten Zivi.