Deutsche Politik

Monika Schnitzer: „Die Regierung hat den Ernst der Lage nicht erkannt“ | DIE ZEIT

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Die geht da zurecht mit der Bundesregierung hart ins Gericht. Da wird aktuell leider wieder viel verschlafen. Vor allem der heutige fehlende Weitblick:

„Jeder denkt zu sehr an seine eigene Amtszeit und nicht daran, was danach kommt. Damit meine ich nicht nur die Politik, sondern auch die Vorstände in den Konzernen.“

Das trifft es dabei sehr gut!

das ist schön, dass die wirtschatswAisen jetzt auch so langsam in der realität ankommen, aber wie man sich dort jetzt rein wäscht, als hätte man selbst oder die vorgänger nicht jedweden eingriff oder am besten noch langfristige staatliche strategie mit händen und füßen bekämpft, stößt mir dann doch sauer auf.

die einsame gewerkschafts-nominierung in der gruppe vielleicht mal ausgeklammert wurde dort seit jahrzehnten genau diese exportausrichtung und kurzfristige gewinnmaximierung propagiert, die man jetzt anprangert.

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Schnitzer: Die Jungen müssen die Schulden abzahlen, die wir heute machen. Sie werden künftig wohl einen Wehrdienst absolvieren müssen. Sie werden mehr für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen müssen. Ebenso für die Rentenversicherung, wenn man sie nicht zügig reformiert. Auf den Schultern der Jungen lastet die ganze Verantwortung. Statt das anzuerkennen, hört man nur, der jungen Generation fehle es an der nötigen Arbeitsmoral. Dabei arbeitet sie heute insgesamt eher mehr als früher.

Das hat sie doch von hier geklaut: https://www.youtube.com/shorts/PN4kS0KtuSM

Spannender Bericht von ZAPP zu Erik Ahrens und wie er dabei geholfen hat bei Tik Tok und Co Maximilian Krah zu pushen bzw. relevant zu machen.

Hatte heute einen familiär schwierigen Tag.
Ich war beim Gelöbnis meiner Tochter, die den freiwilligen Dienst absolvieren möchte.

Was Frank Walter und Boris geschwärmt haben von der Bundeswehr war schon hart zu hören.
Floskeln über Floskeln unter dem Deckmantel des Schutzes des Vaterlandes.

Hoffe meine Tochter will doch irgendwann raus wieder.

Nestlé Julia saß vor mir, Masken Jens auch.
Wilder Tag.

Diese ganzen Zeremonien schon wild.

Highlight:
Der 9.11 ist oft schon ein besonderer Tag gewesen.
Der Mauerfall war an dem Tag.
Danach wurde Wings of Change gespielt.

Übrigens war Progrom Nacht ihr Affen…

du hast geschrieben, dass deine Tochter bereits hingeworfen hat. Wie kann sie jetzt fast 4 Wochen später beim Gelöbnis sein und es ablegen?

Und den Teil mit dem 9.11 verstehe ich nicht. Das Gelöbnis war heute am 12.11, hat einer der Redner irgendwie auf den 9.11 angespielt oder wie passt das rein?

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On-off Beziehungen haben sich bei der Jugend nun aufs arbeitsleben übertragen. Gibt nun On-off working

Kommissar Fossi auf heißer Spur.

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Sie hat sich einem längeren Gespräch mit ihren Ausbildern noch einmal umentschieden und ist dann erstmal dabei geblieben. Man hat da wohl ein paar Tage Zeit sich Gedanken zu machen.

Es wurde explizit auf den 9.11 Bezug genommen, weil sie ja das Lied „Wind of change“ spielen wollten und das wurde über obigen Satz eingeläutet.

Bei Streeck menschelt es auch wieder…

die Armen und Alten sind eine Belastung für unser System. So nämlich.

Haben die kapitalisten langsam angst das deren scheiss bald keiner mehr kaufen kann weil niemand mehr geld hat ?

wtf was für ein humbug

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Hätte man mit Corona ja mal alles glatt ziehen können!

Die gute alte Tutanchamun Medizin, vor allem bei Versicherten der PKV, spült halt aber gut Geld in die klamme Kassen (und Boni der Chefärzte) der KH.

vielleicht mal zur Einordnung aus ärztlicher Perspektive nur auf diesen Artikel Bezug nehmend.
Therapien sollten immer individuell auf jede Person abgestimmt werden und natürlich ist auch das Alter ein relevanter Faktor in der Entscheidungsfindung, ob man bestimmte Medikamente/Therapien einsetzt oder nicht. Abwägen, ob in Anbetracht des körperlichen Allgemeinzustands und des hohen Alters, Therapien wie z.B. bei Krebserkrankungen durchgeführt werden oder nicht, ist ein normaler und richtiger Prozess, der immer stattfinden muss und in der gängigen Praxis auch stattfindet.

Es gibt immer wieder Fälle, wo Ärzte trotz extrem geringer Wahrscheinlichkeit auf Besserung der Lebensqualität die Maximaltherapie auch bei sehr hochbetagten Menschen durchführen, weil sie nicht den Mut haben, bewusst (weil medizinisch und ethisch begründbar) auf Therapien zu verzichten, oder möglicherweise die Patienten oder Angehörigen enormen Druck ausüben (Klassiker: „Da muss man doch noch etwas machen können“, „Unsere Mutter/Vater kann doch jetzt noch nicht sterben“). Man muss sich auch vor Augen führen, dass zahlreiche Therapien auch wesentliche Nebenwirkungen hervorrufen können, durch die noch mehr Leid als Nutzen entsteht.

Ich denke Streeck wollte auf eben jene Situationen anspielen, in denen wissentlich keine Aussicht auf Besserung besteht - die hohen Kosten wären das logischerweise einzusparen gewesen.

Er bringt mit seinen Aussagen nicht etwa ins Spiel, ob Medikamente oder Behandlungsoptionen überhaupt anschlagen, Besserung bringen bzw. für einen Patienten aushaltbar sind, sondern, ob sich der finanzielle Aufwand noch lohnt.

Aber scheint ja ein Unions-Ding zu sein mittlerweile. Dass man was in den Raum wirft, was man dann ganz anders gemeint haben will am Ende.

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ich habe mir mal das Video angeschaut, die Kurzversion sind etwa 9 Minuten.

er spricht mehrere Dinge an:

  • das Gesundheitssystem hat große finanzielle Probleme, daher tragen alle Menschen in DE eine Verantwortung
  • zu viele Menschen in DE gehen mit Kleinigkeiten in die Notaufnahmen und nehmen somit zu viele Ressourcen in Anspruch
  • er nennt ein konkretes Beispiel bezüglich hochbetagter Patienten (wörtlich:" bei einem 100-Jährigen"): sollte man in der letzten Lebensphase eine extrem teure Krebstherapie, die in einer neuen Studie möglicherweise die Sterblichkeit um 10 % reduzieren könnte, durchführen?

ehrlicherweise kann ich sämtliche Aspekte nachvollziehen, die auch objektiv begründbar sind. Er wirft nicht einfach irgendetwas in den Raum, sondern mahnt zu o.g. Vorgehen: Abwägen

Ja. Und der finanzielle Aspekt sollte bei dem Abwägen, ob man einem Patienten hilft oder nicht, keine Rolle spielen. Egal wie alt er ist. Bei der 10% Krebstherapie-Studie gibts bestimmt andere Faktoren, die da ausschlaggebend sein können. Aber nicht, ob sie teuer oder günstig ist.

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In so einer Welt würde ich gerne leben :frowning:

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Naja gut, er spricht eigentlich das aus, was ja bereits gängige Praxis ist. Selbstverständlich spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle, wenn auch untergeordnet. Und er sagt auch nicht, dass hohes Alter das Ausschlusskriterium sein muss, sondern dass man genau prüfen muss anhand meiner o.g. Aspekte