rj Elterntreff

Versetz dich doch mal in die Lage der Eltern. Vermutlich wie du sagst wissen sie es selbst das er „anstrengend“ ist. Würde es jetzt erstmal nicht auf die Erziehung schieben weil bei der Tochter hat’s ja auch geklappt.
Ist sicher nicht leicht für die Eltern. Es gibt einfach Kinder die sind außer Rand und Band und dann immer sagen es werden keine Grenzen gesetzt Blabla ist viel zu einfach.

Ich denke du machst es schon richtig wenn du sagst nicht mehr alleine bei dir usw.
Wegen Silvester dass musst du einfach für dich entscheiden. Ich vermute mal die Eltern haben Verständnis wenn du nicht mitkommst.

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Wie alt sind denn die Mädels? Wundert mich etwas das ganze, da gerade ältere Schwestern oftmals kleinere Brüder gut unter Krontrolle haben und praktisch die Erziehung bei solchen Sachen „übernehmen“. Deswegen bin ich schon bei deinem Punkt, dass da in der Erziehung seitens der Eltern eindeutig etwas nicht gut lief… oftmals sind das ja so sachen, dass das kleine Kind vile zu früh Dinge machen darf aufgrund des älteren Geschwisterkindes. Bildschirmzeit ist da das prominenteste Beispiel.

Keine tolle Situation. Kenne ich alles wie von dir beschrieben und handhabe es so wie du. Also wenn ein fremdes Kind in „meinen Tanzbereich“ bzw. den meiner Töchter eindringt, mache ich eine Ansage. Die „fremden“ Blagen guggn dann immer wie 1 Auto; mir ist das auch etwas unangenehm, aber die jeweils zugehörigen Eltern hatten - soweit ich das wahrgenommen habe - immer Verständnis für mein Eingreifen.

Zu Silvester: Lass dich da nicht in eine Situation zwängen. Wenn dir das Kind auf den Sack geht, dann fährst du da nicht mit. Die paar freien Tage im Jahr kann man sich nicht so unnötig vermiesen lassen. Ich würde denen sagen, dass ich nicht mitfahre, weil ich einfach ein paar ruhige Tage ‚ohne großen Trubel‘ ‚für mich‘ brauche. Also klassische „Ich-Botschaften“ statt „eurer nerviges Kind“ aka „eure Erziehung ist scheiße“.

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Edit: Habe nochmal nachgelesen, meine Aussage passt nicht. Sorry.

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Ein tausendfach erprobtes Muster.

Kita-Freundin von Junior (jetzt 1. Klasse) hat auch einen kleinen Bruder. Genau das gleiche. Provoziert, haut und heult, wenn er Gegenwind bekommt.
Aber anstatt, dass der mal ne Ansage bekommt, immer nur dieses: „Ach bitte lass das doch mal“
Ich muss mich immer schwer beherrschen.

Bezüglich Urlaub würde ich empfehlen mindestens keine gemeinsame Ferienwohnung/-haus. Im Hotel kann es klappen, wenn man sich zurückziehen kann. Optimal wären wohl getrennte Ferienhäuser, dann kann man was machen, hat aber nicht den Zwang.

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Will an der Stelle auch mal kurz eine Lanze für den kleinen Scheisser und seine Eltern brechen (ob verdient, oder unverdient). Ich kann das logischerweise nicht beurteilen mit den Infos die wir haben, aber alles auf „schlechte Erziehung“ schieben und „der braucht eine Ansage“ ist etwas eindimensional. Ihr urteilt logischerweise auf dem Standpunkt eurer Erziehungsmuster und dem was ihr seht, was total verständlich ist. Aber das ist eben nur ein Teil der Informationen. Häufig ist ja überhaupt nicht bekannt, was schon, ohne euer Beisein, erprobt wurde und ob vielleicht einfach andere Probleme dahinterstecken, die euch, vielleicht aus Scham, nicht mitgeteilt werden. Die Kids meiner Schwester (jetzt 12 und 14), hatten damals ein ähnliches Setting. Sie pflegeleicht, er ein sozialer Grobian, der sich Aufmerksamkeit durch „Gewalt“ / auffallendes Verhalten verschafft hat. Gleiche Erziehung, zwei total unterschiedliche Kinder. Alle möglichen Therapeuten (Psycho, Kinderarzt, Ergo, Logo sogar Heilpraktiker) durchprobiert, ohne eindeutige „Diagnose“, aber am Anfang eben ein großes Schamgefühl gehabt, das andern Eltern mitzuteilen. Man will ja auch nicht, dass das eigene Kind ausgegrenzt wird und schämt sich vielleicht sogar, da man sich selbst die Schuld gibt. Manchmal kann man auch nichts dafür, da solches Verhaten auch durch Traumata (in unserem Fall: Krebs bei meiner Schwester als er 1,5-2 Jahre alt war) ausgelöst werden kann.

Kurzum: Man sieht immer nur einen ziemlich begrenzten Rahmen der Lebenswirklichkeit der Eltern und ist meist sehr schnell mit seinen Urteilen, ohne alle Informationen zu haben.

Vielleicht ist das Kind aber auch einfach „kacke“ und die Eltern haben wirklich die Erziehung verkackt. Daher würde ich es so machen wie @Schmetterling gesagt hat. Ich-Botschaften und nicht das andere Kind verantwortlich dafür machen und eigene Bedürfnisse, unabhängig des Kindes, in den Vordergrund stellen. Dafür haben alle Eltern Verständnis.

Mir war nur wichtig, eben weil ich es selbst mitbekommen habe, ein bisschen Bewusstsein zu schaffen, da es eben auch andere Gründe geben kann.

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Was ist denn mit der Tatsache dass die Eltern, wenn sie dabei sind und der Junge sich auffällig verhält, im Prinzip nichts tun?

Find ich schon schwierig. Also das ist ja dann auch irgendwo (schwierige) Erziehung.
Bin aber auch etwas empfindlich was die ganzen Rasenmähereltern und deren bedürfnisorientierte Erziehung angeht.

Isses. War auch eher unabhängig des Falles, sorry. Solche Aussagen (die der Eltern) sind, sorry, dumm. Mangelndes Eingreifen kann auch, vielleicht sogar unterbewusst, daher rühren, dass man froh ist, dass gerade mal jemand anders die Verantwortung übernimmt, da man selbst bisher keine Lösung gefunden hat. Ganz nach dem Motto: „Vielleicht hilft es ja was, wenn „die“ es sagen, bei mir höert er ja nicht“. Geht natürlich nicht.

Aber: Ich habe selbst keine Kinder, daher bin ich der Letzte, der bei sowas Eltern verurteilt oder Sonstiges. Ich bewerte das gerade einfach nur aus Erfahrungen im Umfeld und eben aus der pädagogischen Sicht.

Edit: Bedürfnisorientierte Erziehung bedeutet ja nicht automatisch, dass man keine Ansagen machen soll. Kinder brauchen, meiner Ansicht nach, klare Regeln, Ansagen und Werte, ganz unabhängig von Bedürfnissen.

MMn falscher Ansatz. Jedes Kind ist anders. Kennst du ein Kind, kennst du genau ein Kind.
Es geht eben in der Erziehung nicht darum, ein Kind wie das andere, mit einer Methode, zu erziehen, sonder Bedürfnisgerecht zu entscheiden, welche Stellschrauben gedreht werden müssen.

Sag nicht, dass es einfach ist. Und ein Kind zu erziehen ist definitiv leichter, als zwei zu erziehen (womit nicht gesagt ist, dass ein einzelnes Kind leicht zu erziehen ist).

Kannst halt nicht mit „gentle parenting“ ein Kind erziehen, dass diese moralischen zusammenhänge nicht versteht. Dann gerät das permissive erziehen schnell in Verwahrlosung/Hilflosigkeit (des Kindes). Hat schon seinen Grund, warum manche Kinder eine strenge Erziehung mit engeren Regeln benötigen und andere verstehen schneller die Rahmenbedingungen und können freier laufen gelassen werden (autorativer Ansatz).

Erziehung halt nicht leicht, vor allem bei zwei Kindern, die sich unterschiedlich entwickeln. Am Ende hilft nur die selbsterkenntnis, dass man mit dem erfolgreichen Ansatz beim ersten Kind, beim zweiten nicht durchkommt.

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Kannst kurz mal sagen wie so eine Ansage aussieht dass es ein kleines Kind ernst nimmt?

Bezog sich das auf „gleiche Erziehung“ bei meiner Schwester? Falls ja, falsch ausgedrückt von mir, sorry. Natürlich unterschiedliche Erziehung, alleine wegen der Bedürfnisse. Allerdings gleiches/ähnliches Wertesystem, das ist das was ich eigentlich sagen wollte. Aber hast schon recht. Erziehung ist eine Wissenschaft für sich, gibt ja auch zig verschiedene Ansätze und Methoden, nicht ohne Grund. Gibt eben nicht „die eine“ richtige Erziehung.

War auch eher allgemein gefasst bzw auf das Beispiel von Xept.

Ist dann meine Schlussfolgerung aufgrund der Aussagen gewesen. Will mir auch nicht anmaßen, zu sagen, was wie richtig und falsch ist. Gehe auch mit dem Ansatz hier ran, dass ich viel falsch mache bzw auch zur falschen Zeit das falsche sage. Gehört für mich aber auch dazu, damit beim Kind transparent umzugehen.

Wenn Erziehung leicht wäre, würde es Fußball heißen.

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True. Leider wird das von Eltern oft so misspraktiziert, sodass es am Ende weder Regeln noch Grenzen gibt :(

Zusammenfassung

Die Mama hat gesagt, du sollst die Scheiße lassen!

3- und 4-Jährige verstehen schon ziemlich viel, das sollte man nicht unterschätzen. Meist wissen sie auch, was sie gerade tun.

Was ich in einer solchen Situation (Kind haut, wirft Sand oder andere Dinge, Kind tut etwas kaputt) erwarte, ist eine klare Ansprache direkt ans Kind. Man sollte das Kind in der Situation nicht mehr bitten, etwas zu tun. Denn “bitten” impliziert Verhandlungsspielraum, den es hier nicht gibt.

Erste Ermahnung: die Regel klar erinnern, z. B.: Es wird NICHT gehauen. Wenn das nicht wirkt, klarer Imperativ in direkter Ansprache: „Du hörst JETZT auf zu hauen!“
Wenn das Kind trotzdem weitermacht, das Kind aus der Situation nehmen – und zwar ohne zu belohnen.

Wichtig ist außerdem zu verstehen, welcher Grund hinter dem Verhalten liegt – z. B. langeweile weil das Geschwisterkind wird zuerst in die Gruppe gebracht. Es braucht klare Regeln und Abläufe (abwechseln usw.) und man muss standhaft bleiben, ohne das andere Kind zu vernachlässigen, denn oft geht es nur um Aufmerksamkeit.

Aus meiner Sicht muss das Kind nicht sofort seine Bedürfnisse befriedigen dürfen, nur weil es gerade unangenehm ist. Sonst lernt es zu schnell diese Muster, und man gerät leicht in eine Spirale.

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Machs ned komplizierter als es is. Du findest das andere Kind kacke, du musst dich mit dem anderen Kind ned auseinandersetzen. Das kannst auch den anderen Eltern so kommunizieren. Man muss denen natürlich nich vor die Haustür kacken, aber gemeinsamer Urlaub, wenn dich das Kind durchs Universum schaltert is halt eigentlich Schwachsinn.
Ja, is die beste Freundin deiner Tochter. Aber dafür musst du nich für dich relevante Familienerlebnisse „wegschmeißen“. Die Anspannung is ja auch was, was deine Tochter am Ende des Tages auch spürt, zumal sie das ja auch abfuckt.
Totschweigen würde ichs auf jeden Fall nicht. Das kommt so oder so irgendwann raus und dann isses richtig unangenehm.
Ich würde den Eltern sagen, dass der Junge zu viel für dich ist und du/Ihr gerne hättet, dass die Mädels auch einfach mal in Ruhe miteinander spielen können.
Erziehung gar ned kritisieren, wie der Coach sagt, hast ja keinen Einblick, was die Eltern schon gemacht/versucht haben.

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Hat jemand eine Empfehlung für eine Matratze im Beistellbett? :D Frage mich wie wichtig da eine gute Matratze ist. Ich meine, bei Erwachsenen ist es durchaus elementar für einen guten Schlaf. Ich hab keinen Plan.
(45x90)

Auf jeden Fall keine weiche

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Welches Beistellbett habt ihr denn?

Wir hatten eins von BabyBay und die Matratze passend zu dem Modell. Hauptsache nicht zu weich und luftdurchlässig.
Manche Babies schlafen gar nicht in den Dingern, würde daher nicht zu viel Geld raushauen.

Unser Sohn z.B. hat nur ne kurze Zeit darin gepennt, dann haben wir im Urlaub festgestellt, dass er mit mehr Platz viel besser schläft.

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Ich kenne die Marke nicht. Wir haben das Beistellbett geliehen.

Was mir spontan bei Amazon ins Auge fällt ist sowas hier: Amazon.de

Ich meine 30 EUR ist ja jetzt echt ok. Das sind ja keine Erwachsenenmatratzenpreise.

Ansonsten würden wir mal in den Babyone fahren.

Vielleicht schlafen manche Babies ja nicht in den Dingern, weil sie eine scheiß Matratze haben… :p
Jedenfalls möchten wir dass er in dem Beistellbett schläft und nicht bei uns im Bett vorzugsweise, also ist der Plan das Nest so angenehm es geht zu bauen.

kannst auch n Brett reinlegen. Nicht zu weich, damit se sich ned selbst ersticken. Sonst egal. Ohne Schimmel wär gut :-)))

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