Darum geht es doch in Frankreich gar nicht. Es geht doch gar nicht darum, dass die Mehrheit die Reichen und Vermögenden besteuern will und die Regierung das nicht tut. Unabhängig davon, dass auch eine, allerdings nicht näher genannte, Vermögensabgabe hätte eingeführt werden sollen.
Es geht darum, dass es in Frankreich 3 „Lager“ gibt, die jeweils keine Mehrheit haben, aber untereinander auch nicht zusammen arbeiten und keine Koalition bilden wollen.
Gäbe es jetzt einen Premier aus dem Melenchon Lager, der die Schuldenkrise durch Steuererhöhungen bei den Reichen lösen wollen würde, wäre der Vorschlag doch genauso abgelehnt worden wie die aktuellen Vorschläge.
Das Einzige, auf das sich geeinigt werden kann, sind höhere Schulden. Aber sämtliche Finanzierungsvorschläge, entweder durch Einsparungen oder Steuererhöhungen, werden halt von der jeweiligen Opposition direkt abgelehnt. Ist aus Sicht der Opposition auch recht leicht, hilft dem Land aber nicht weiter.
Wie es am Mittwoch weitergeht? Bist du da wirklich gespannt? Ich denke es wird so laufen wie bei den letzten 3-4 Ministerpräsidenten. Alle 3 Lager werden das Amt für sich beanspruchen, den jeweils anderen nicht anerkennen und in einem Jahr wird es wieder ein Misstrauensvotum gehen. Finde nicht, dass Frankreich in der Hinsicht ein riesen Vorbild sein sollte