Nachrichten aus Deutschland

Warum eigentlich Proteste? Ja warum eigentlich? Vielleicht weil Milliardäre und Überreiche die Welt anfangen in Schutt und Asche zu setzen, um ihren Reichtum abzusichern? Weil dafür keiner freiwillig gerne sterben geht? Checke diese Fragestellung gar nicht, finde die skandalös. Passt aber zur allgemeinen Propaganda, dass wir wieder alle WeHrFäHiG werden müssen.

Ein Glück ist unsere Jugend mündig und geht für ihre Anliegen auf die Straßen. Ich finde das toll und unterstütze das. Egal ob es FFF oder dieses Anliegen ist. Die alten Boomerschwänze und Opas in hohen Ämtern haben keine Zukunft, denen ist alles egal, vor allen die nachfolgenden Generationen.

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Ich habe die Kausalität von „Krieg ist Scheisse“ und Ablehnung der Bundeswehr nie so ganz verstanden. Keine schlagkräftige Armee zu haben, macht das Land nicht sicherer, nicht friedlicher und tut absolut nichts für soziale Fragen.

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also mir gehört hier relativ wenig und ich habe vor jahr zu jahr mehr kritik an der gesellschaft. ich würde im kriegsfall einfach gehen und würde das auch allen im wehrfähigen alter empfehlen.

gerade die schulkinder und frischen abvolventen haben während corona teile ihrer kindheit geopfert und werden jetzt von der aktuellen regierung auf dreckigste art und weise weiter betrogen. sei es die wehrpflicht oder der zunehmende verfall von infrastruktur und sozialen netzen.

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Hab mir das Interview eben gerade mal durchgelesen. Man kann sicher darüber streiten, ob aus einem bürgerliberalen Gedanken heraus eine Wehrpflicht das Richtige ist. Die Argumentation die er allerdings anführt ist in vielen Bereichen naiv, oder sogar erwießenermaßen falsch. Ich will daher jetzt ausschließlich darauf eingehen, warum eine „Wehrpflicht“ meiner Ansicht nach nichts mit Kriegstreiberei zu tun hat, oder sogar den Frieden gefährdet.

Er sagte, wir müssten lernen, die Sprache der Machtpolitik zu sprechen und eine europäische Macht werden. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz sprach Merz von einer neuen Zeit der Großmächte. Mit seiner historischen Verantwortung sollte die Bundesrepublik für friedliche Lösungen und Diplomatie eintreten - nicht für Aufrüstung.

Die neue Zeit der Großmächte bezieht sich auf jene, die uns perspektivisch gefährlich werden, oder jetzt schon sind, nicht auf DE. Man muss Fritz jetzt nicht auch noch Sachen andichten, die er nicht gesagt hat. Er blamiert sich meist schon genügend durch das, was er tatsächlich sagt.

Mit seiner ökonomischen Stärke und seiner Rolle in der Europäischen Union wäre Deutschland prädestiniert dafür, sich für diplomatische Lösungen einzusetzen. Die deutsche Meinung hat Gewicht - ob zu Venezuela, Palästina oder jetzt dem Iran.

Deutschland setzt sich für diplomatische Lösungen ein (Minsker Abkommen, JCPOA, usw.), heute als auch in der Vergangenheit. Bringt halt bloß nichts, wenn es besagten Großmächten völlig egal ist, von denen wir abhängig sind. Eben um unserer „Softpower“ mehr Gewicht zu verleihen, braucht es in der Machtpolitik (leider) wieder auch die „Hardpower“ die dahinter steht. Alleine durch eine Wehrpflicht werden wir das nicht erreichen. Daher könnte die Wehrpflicht (die es so aktuell noch gar nicht gibt) auch nur ein Stein sein.
Das unsere Meinung Gewicht hat, ist wohl eher ein Wunsch als eine Tatsache. Das haben wir leider in den letzten 10-15 Jahren schmerzlich erfahren müssen. Natürlich kann man hier auch die daraus entstehenden Sicherheitsdillemata anführen, aber eine perfekte Lösung gibt es leider nicht.

"Ich glaube, das ist ein sehr gefährliches Spiel. Das Wettrüsten des Kalten Kriegs hat die Welt schon einmal fast in einen atomaren Winter gestürzt. Es führt weder zu Frieden noch zu Friedensfähigkeit. "

Während der erste Part stimmt, ist die Schlussfolgerung nachweislich falsch. Mutual assured destruction war nachweislich ein „Friedensgarant“. Wenn nur eine Seite abrüstet, die andere aber nicht, kann das Abschreckung schwächen und sogar zum Konflikt einladen. Egal ob man die internationale Staatenordnung nun durch den Realismus, Neorealismus, Liberalismus oder Sozialkonstruktivismus betrachtet, ist es auf keiner Ebene sinnvoll in unserer jetzigen Timeline das eigene Militär/das der EU zu vernachlässigen. Wenn Frieden das Ziel ist, würde das sogar zum gegenteiligen Effekt führen.

Wir können Staaten dazu auffordern, ein Aufrüsten und eine militärische Intervention zu unterlassen. Aber die Bevölkerungen dieser Staaten sollten sich genauso gegen Militarisierung und Krieg einsetzen, wie wir das hier tun.

Wir sehen ja, wie gut das klappt. Nicht umsonst ist dieses „Die EU/DE verurteilt diese Handlungen aufs schärfste“ mittlerweile ein Meme. Das ist doch keine Grundlage um eine Wehrplficht abzulehnen. Friedensfähigkeit braucht manchmal militärische Glaubwürdigkeit

Ich bin um ehrlich zu sein auch kein Fan davon hier die Generationen gegeneinander auszuspielen. Mir wäre ein generelles verpflichtendes Jahr für Alle, unabhängig davon in welchem Bereich, lieber als eine reine Wehrpflicht für Männer.

Und um es klar zu machen: Ich finde Krieg auch scheisse. Ich will auch keinen.

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Wohin? Wer will dich? Wer nimmt 40 Millionen Deutsche auf? Was macht der Rest, der nicht die Mittel oder Möglichkeiten hat, zu flüchten? Die gut situierten gehen ihren Weg. Tun sie immer. Die Ärmsten müssen sich mit was auch immer nach der BRD kommt arrangieren, sterben, hungern.

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das sollte man sich wohl jetzt überlegen, wenn man realistische angst davor hat. ich kann dir nur sagen, dass ich ein land mit friedrich merz an der spitze ganz sicher nicht verteidigen werde. lmao.

Wenn man jungen Menschen sagt sie sollen doch unsere Demokratie mit ihrem Leben verteidigen und so sieht dann ihrer Erfahrung mit unserer Demokratie aus.

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finde es fein, wenn sie protestieren, ist ihr gutes recht.

denke aber insgesamt, dass wehr-/zivildienst eine gute sache wäre. für männer und frauen.

nur weil man eine grundausbildung gemacht hat, heißt es nicht, dass man 2 jahre später in den krieg geschickt wird. dafür müssten wir zunächst einmal an einem krieg partizipieren. das wäre wenn dann reine verteidigung und das (idealerweise) im bündnis.
ist ja nicht so, dass wir keine berufssoldaten haben (tendenz steigend).

ich habe zuletzt selber öfter überlegt, mich beim heimatschutz zu melden, weil ich es wichtig finde.

ich weiß ehrlich nicht, wie man zu der einschätzung kommt.

der größte (und tödlichste einsatz) der bundeswehr war der (wie alle im nachhinein, verantwortliche mal grob 10 jahre und interessierte immerhin 2 jahre vor seinem ende in den afghanistan-papers gelernt haben) komplett gescheiterte und weitgehend sinnlose, 20-jährige einsatz in afghanistan.

ich zitiere den deutschen verteidigungsminister:
„deutschland wird am hindukusch verteidigt.“

/edit:
ok, grundausbildung (erst-)mal dahingestellt, aber gerade als berufssoldat wäre ich mir da gar nicht sicher.

und bei der afd/cdu-regierung, auf die wir zusteuern, würde ich für gar nichts mehr garantieren. auch für reservisten etc. einer der erste US toten in dem krieg jetzt war ein ~20-jähriger IT-student und reservist.

hier ist der amtierende kanzler über den irakkrieg in 2002:

https://rp-online.de/politik/merz-deutschland-bei-militaerschlag-gegen-irak-dabei_aid-8507369

Mit Robbi oder Heidi aber schon?

Ist leider inzwischen kein Einzelfall mehr. In Berlin wurde ein Jugendlicher kurzzeitig in Gewahrsam genommen wegen einem Plakat mit „Merz leck meine Eier“.
Die Polizei hat den Slogan verboten. Wurde wohl auf den Demos im Oktober direkt nach Beschluss des Gesetzes dort skandiert.

Man erinnere sich auch an „Andy du bist 1 Pimmel“ oder eben die diversen (sehr oft rechtswidrigen) Durchsuchungen und sonstigen Aktionen gegen Fußballfans.

Aus der Perspektive von außen wird auf diese Aktionen und auch die diversen unter Strafe stellen von Aussagen in Zusammenhang z.B. mit Israel/Gaza sehr viel kritischer geblickt als unsere Medien das tun, was eigentlich ihr Job wäre (gibt diverse Artikel in der NYT, Guardian etc.).
Leider ist das stumpfe Abschreiben (und nicht hinterfragen) von Polizeimeldungen immer noch der Standard.

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Dort wo die Meinungsäußerung nicht ins Bild passt, nehme ich leider immer häufiger eine extrem repressive Haltung durch Sicherheitsbehörden wahr. Ich kann nur böse erahnen, dass dies auch politisch gewollt ist. Es ist einfach traurig zu sehen, wie man damit die „demokratischen Werte“ wie Meinungsfreiheit etc. zusehends zerstört, die man permanent vorgibt zur Not mit Waffengewalt gegen Feinde von Außen zu verteidigen.

Viele unterschätzen maßlos, wie stark wir eigentlich nach Rechts gerückt sind und wie stark die Meinungsvielfalt eigentlich bedroht wird.

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Wogegen protestieren die überhaupt? Es ist keine Wehrpflicht geplant bzw die ausgesetzte Wehrpflicht soll doch gar nicht reaktiviert werden.
Und welche Ostfront überhaupt? absurde Argumentation.

selbes level „sollen lieber in die schule gehen“

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Hierzu passend gab es zuletzt einige Entscheidungen des BVerfG.

Das Verfassungsgericht kritisiert teils sehr scharf den Umgang von Gerichten mit der Meinungsfreiheit.

Lieber mal ermitteln wollte die Polizei Heilbronn wegen der Bezeichnung des Bundeskanzlers als „Pinocchio“. Strafrechtler waren schockiert, am Dienstag stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren wieder ein: Das sei zulässige Machtkritik

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Es schüchtert doch aber so schön ein und genau deswegen machen sie es. Ich finde es auch immer wieder beeindruckend wo sie es nicht machen. Ich erinnere mich zum Beispiel an einige markige Sprüche an Traktoren.

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war doch alles ganz normal.

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Naja, der Unterschied ist halt die direkte Ansprache. Soll das andere nicht verteidigen, aber macht juristisch sicherlich einen Unterschied.

Erinnere mich aber, dass bei den Bauernprotesten auch explizit Namen genannt wurden?

Das war 5 Sekunden google. Ich wette mit dir, dass man da auch ähnliche Bilder mit Namen findet.

Fairerweise muss man sagen, dass dort auch ermittelt wurde.