Nachrichten aus Deutschland

Du musst dich nicht rückversichern, aber dann solltest du (der Bauträger/Architekt) sicher sein, dass dein Vorhaben rechtskonform ist. Aber dafür holt man halt in der Regel die Zustimmung der Nachbarn ein, wodurch die ihr Klagerecht verlieren (zumindest in Bayern).

Die Nachbarn können auch nicht einfach aus einer Laune heraus sagen, dass das so nicht gebaut werden darf, da muss schon gegen Baurecht verstoßen werden.

Und nur weil der derzeitige Eigentümer im Heim sitzt, hat er dennoch ein gutes Recht dagegen klagen zu dürfen. Sei es zum Wohle seiner aktuellen Mieter, wie auch eventuelle Erben? Vielleicht mal eine Ecke weiter denken. Sein Haus verschwindet ja nicht, nur weil er nicht mehr da ist. Wenn da jetzt seine Kinder einziehen als junge Familie, warum sollten die kein Recht darauf haben vom Nachbarhaus nicht gestört zu werden? Daher muss der aktuelle Eigentümer eben (auch kurz vor seinem Ableben lol) entsprechend handeln.

Und dass sich das aufgestockte Haus nicht in die nähere Umgebung also insbesondere den angrenzenden Reihenhäusern einfügt, ist ja wohl mehr als offensichtlich.

Im übrigen wurde bereits während der Bauarbeiten geklagt. Wer dann bis zur Entscheidung weiterbauen lässt, tut dies halt auf eigenes Risiko.

Wenn ich mir dann das Gejammer der Familie auch noch anhöre „ah drei Kinder, so viel Geld, Gerichtskosten, Kredit und Nachbarn gefällt das einfach nicht…“, muss ich ehrlich sagen: selbst schuld. Vermutlich keine entsprechende Beratung bei der Planung eingeholt.

Billigster RTL Emotions-„Journalismus“.

5 Like

War hier beim Umbau exakt genau so, dass die Zustimmung der Nachbarn eingeholt wurde (in BW) … z.B. bei Balkonen oder, wie weit eventuelle Anbauten zum Nachbargrundstück reichen dürfen.

Habe mir den Artikel mal durchgelesen jetzt. Da nicht auf die Idee zu kommen, die Bestätigung der Nachbarn einzuholen, ist aber auch schon selten dämlich. Ich als Nachbar hätte sie wahrscheinlich schon wegen der hässlichen Fassadenfarbe vor Gericht gezerrt

Alman wie er im Buche steht

man weiss ja auch gar nicht was davor alles gelaufen ist. Evtl wollte der Rentner auch ausbauen und er durfte es nicht. Passiert hier im Dorf häufig das Leute ausbauen wollen nicht dürfen aber der Nachbar bei einem anderen Sachbearbeiter dann eine Genehmigung bekommt.
Glaube da bleibt einem auch nur der Klageweg. Wobei ich es laufen hätte lassen und dann auf mein Recht für Ausbau geklagt hätte.

Wenn ich es schon nicht bauen darf dann auch bloß kein anderer!

Scheiß egal wer gewinnt, hauptsache der andere verliert!

2 Like

Warum bekommt die Familie eine Baugenehmigung, wenn nun aber das Gericht sagt, dass das Haus in seiner Grundform nicht verändert werden darf?

Ich habe eher das Gefühl, dass bei der älteren Damen, so wie sie interviewt wurde, der Grundgedanke herrscht „Das bleibt so, weils schon immer so gewesen ist!11!1“ oder „andere dürfen das auch nicht!111!“
Konkret im Video sagt sie ja: „Kennen Sie irgendeine Reihenhausgegend, wo ein einzelnes Haus dabei aufgestockt werden durfte?“
Man könnte nun daraus vermuten, dass entweder sie selber nicht aufstocken durften, oder einfach unzufrieden sind, dass das Haus nun farblich und größentechnisch nicht mehr der „Reihenhausgegend“ entspricht.

Und komisch ist für mich auch, dass nur die einen Nachbarn offensichtlich ein Problem damit haben, andere wiederrum nicht.

Keine Ahnung wie weit der Umbau da war, aber wenn da das Dach fehlt, solls dann reinregnen? :smiley:

Ich gebe zu, dass mir das Gejammer der Familie auch zu viel ist, vermutlich durch RTL noch bisschen mehr auf die Tränendrüse gedrückt und ich kann in Teilen auch nachvollziehen, dass sie ein Stückweit „selber Schuld“ sind, da nicht nachgefragt zu haben, aber cmon, leben und leben lassen.

dass man überhaupt die nachbarn miteinbeziehen muss, wenn ich mir da für viel geld gründstück/haus kaufe und zusätzlich mich um eine baugenehmigung kümmere. vielleicht bin ich da auch zu asozial, aber warum sollte da ein nachbar mitspracherecht haben. wozu kaufe ich eine immobilie, wenn mir ein random nerv-nachbar da alles „verbieten“ kann

Geht ja darum mit einer wohl noch nicht bestandskräftigen baugenehmigung gebaut zu haben.
Nur weil sachbearbeiter xy das ganze als genehmigungsfähig eingestuft hat, muss es nicht so sein.
Stell dir vor dein nachbar geht mit dem bürgermeister golfen und dann wird für deinen nachbarn ein paar augen zugedrückt. Dann ist ein widerspruchs / klagerecht, ob auch alles geltendem recht entspricht vielleicht gar nicht schlecht.

1 Like

Das ist in Reihenhaussiedlungen halt oft so. Das weiß man bevor man sich ein Reihenhaus kauft. Ist das gleiche wie wenn du eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus kaufst. Daher ist es ja so schön ein Einzelhaus zu haben aber das ist ja leider nicht mehr möglich für unsere Generation

Gibt genug Orte, wo das problemlos möglich ist.

Ne, das ist einfach Baurecht und steht so auch teilweise im Gesetz.

Hier bspw. Recht einfach und verständlich erklärt § 34 BauGB: So prüft das Bauamt die Einfügung | schels

Und von anderen Nachbarn hab ich zumindest einfach nicht gelesen? Reicht ja, wenn das einer für alle übernimmt.

Aber die Stadt geht doch genauso wie die „Geschädigten“ in Berufung?
Klingt da eher weniger nach „Sachbearbeiter xy“ der es eventuell verkackt hat.
Denke schon das die da überzeugt von sind das das alles rechtens ist.

Steht ja sogar im Artikel:

Eine Baugenehmigung reicht nicht immer, sagt Rechtsanwalt Arndt Kempgens. „Das ist eine Falle, in die viele tappen, die irgendwie ein Grundstück bebauen wollen. Die beantragen eine Baugenehmigung und meinen, eigentlich damit ist alles in Ordnung, aber eigentlich bedeutet das nur, du darfst da bauen aus Sicht der Behörde. Ob da irgendwelche Nachbarrechte noch zu berücksichtigen sind, das muss der Bauherr dann selber machen.”

Also ich bin jetzt kein Bauexperte und kein Anwalt… ich kenne das aber aus dem nahen Bekanntenkreis und der Nachbarschaft so, dass es bei Reihenhäusern und Wohnbausiedlungen teils absurd große Pflichtenkataloge gibt, die dir mitteilen, was du darfst und was du nicht darfst. Ich weiß z.B. von Fällen, in denen Vordach oder Gartenhütten wieder abgerissen werden mussten. Das ist jetzt also nix weltexklusives. Und auch nix, wo ein anderer Nachbar „auch nicht durfte“.

Wieso? Empfinden von Menschen ist unterschiedlich. Die einen stören sich optisch daran, die anderen nicht. Oder aber es gibt bauliche Risiken, die der eine halt bereit ist zu ergründen und der andere nicht.

Ist doch nicht so, dass es die Nachbarn nicht beeinflusst? Keiner hatte etwas dagegen, dass die Familie da n Haus kauft. Sie hätten da leben dürfen. Aber sie haben halt angefangen, andere mit ihren Plänen zu tangieren, wo sie es wohl nicht durften.

Ich verstehe nicht so ganz, wie das die Nachbarschaft negativ beeinflusst? Also abgesehen von „Hier stehen 100x die 1:1 selben häuser, wehe das 101 sieht auch nur irgendwie anders aus“.
Also keine Ahnung, wie gesagt, vielleicht seh ich das zu pragmatisch oder wenig empathisch aus der Sicht der Leute, die das wirklich ernsthaft stört. Aber da zahlt jemand viel geld für ne extra etage um seine Kinder da wohnen zu lassen, lässt die sich genehmigen und dann sitzt da irgendeinem Opa der furz quer, weil das nicht in sein Reihenhausstraßenbild reinpasst, wtf :D

vllt wirft es Schatten in seinen Garten oder an der Stelle, an der das Dach des Rentners auf den „Anbau“ trifft ist es jetzt feucht oder wat weiss ich. Bei uns z.B. befand der Nachbar, dass geplante Balkone seinem Grundstück zu nahe kommen und man ihm dann ins Fenster starren kann.

Ich persönlich verstehe die Diskussion darum nicht. Es war das Recht der Nachbarn, sie haben es genutzt. Ist halt viel Lehrgeld, was da nun bezahlt wird. Und aus Sicht der Familie natürlich kacke. Mir tun die auch irgendwie leid. Aber das hätte man recht einfach verhindern können. Das ist jetzt nicht die Schuld der Nachbarn, dass man da so dumm war.

Ja klar, ich zweifel da auch weniger das Recht selbst an, als den Nachbarn, der dieses in Anspruch nimmt. Rufe ja auch nicht bei der Polizei an, weil ich um 3 Uhr nachts jemanden gesehen habe, der bei Rot über die Ampel geht.

Also die Familie hätte sich da besser informieren müssen, definitiv. Aber die Nachbarn imo auch unterste Schublade, aber kommt eben auf die Umstände an. Auch dein Beispiel bzgl „in die Wohnung schauen“ - dann soll der halt Vorhänge dran machen oder aufs Land ziehen.
Verstehe solche fadenscheinige Argumente immer nicht, da gehts doch nur drum jemanden abzufucken anstatt sich nachbarschaftlich zu helfen

1 Like

Ja sichi kann man da auch darüber hinweg sehen. Aber am Ende ist es eben ein subjektives Empfinden, ob sich jemand daran stört oder nicht. Und ich spreche dem Nachbarn nicht ab, dass es da Gründe für gibt.

Auch meinem Nachbarn nicht, wegen dem ich jetzt kein Balkon habe.

Daher wollte ich letztlich darauf hinaus, dass es eben für subjektive Empfindungen entsprechende Behörden gibt, die das entscheiden (bzw. ich dachte, dass das so ist). Da kann man halt recht neutral auf die Sache blicken und es theoretisch für alle gleich machen, was ja eig Sinn davon sein sollte.
Aber gut, das würde wohl in ne Grundsatzdiskussion ausarten

Naja, gibt’s ja: Gerichte.