Du musst dich nicht rückversichern, aber dann solltest du (der Bauträger/Architekt) sicher sein, dass dein Vorhaben rechtskonform ist. Aber dafür holt man halt in der Regel die Zustimmung der Nachbarn ein, wodurch die ihr Klagerecht verlieren (zumindest in Bayern).
Die Nachbarn können auch nicht einfach aus einer Laune heraus sagen, dass das so nicht gebaut werden darf, da muss schon gegen Baurecht verstoßen werden.
Und nur weil der derzeitige Eigentümer im Heim sitzt, hat er dennoch ein gutes Recht dagegen klagen zu dürfen. Sei es zum Wohle seiner aktuellen Mieter, wie auch eventuelle Erben? Vielleicht mal eine Ecke weiter denken. Sein Haus verschwindet ja nicht, nur weil er nicht mehr da ist. Wenn da jetzt seine Kinder einziehen als junge Familie, warum sollten die kein Recht darauf haben vom Nachbarhaus nicht gestört zu werden? Daher muss der aktuelle Eigentümer eben (auch kurz vor seinem Ableben lol) entsprechend handeln.
Und dass sich das aufgestockte Haus nicht in die nähere Umgebung also insbesondere den angrenzenden Reihenhäusern einfügt, ist ja wohl mehr als offensichtlich.
Im übrigen wurde bereits während der Bauarbeiten geklagt. Wer dann bis zur Entscheidung weiterbauen lässt, tut dies halt auf eigenes Risiko.
Wenn ich mir dann das Gejammer der Familie auch noch anhöre „ah drei Kinder, so viel Geld, Gerichtskosten, Kredit und Nachbarn gefällt das einfach nicht…“, muss ich ehrlich sagen: selbst schuld. Vermutlich keine entsprechende Beratung bei der Planung eingeholt.
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