Nachrichten aus Deutschland

In der Debatte um Einsparungen im Gesundheitssystem hat Kassenärztechef Andreas Gassen die komplette Abschaffung der häufig für Marketingzwecke genutzten freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gefordert. Dazu zählen etwa teils umstrittene Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Anthroposophie oder Phytotherapie, aber auch professionelle Zahnreinigungen.

Also bei der Streichung von Homöopathie gehe ich mit

alles, was nicht evidenzbasiert ist, sollte raus. JA, auch die professionelle Zahnreinigung. Dafür kann man sich wirklich Zusatzversicherungen abschließen.

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Gehe ich voll mit dir mit.

Was spricht gegen die Zahnreinigung? Ist ja nichts anderes als eine Präventionsmaßnahme

hat keinen großen Nutzen

Ist mir tatsächlich neu, hab aber auch keine Ahnung davon. Muss ich Mal nachlesen

Der Nutzen einer professionellen Zahnreinigung (PZR) ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, da große Studien für gesunde Erwachsene keinen signifikanten Vorsprung gegenüber guter häuslicher Pflege zeigen. Zwar entfernen spezialisierte Fachkräfte Beläge gründlich, doch bilden sich diese schnell neu. Die PZR gilt dennoch als sinnvolle Prävention, besonders bei Risikopatienten.

Zahngesundheit: Nützt die professionelle Zahnreinigung oder nicht? | DIE ZEIT.

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Zahnreinigung nützt vor allem den Zahnärzten

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Im nächsten Schritt geht es jedoch um genau diese Ausweichreaktionen. Hat jemand von der Linken bis Seite 44 gelesen und die folgende Passage verstanden? „Steuerpflichtige können ihre Investitionen und sonstige Portfolios sowie Finanzierungen anpassen. Insbesondere können sie im Ausland investieren, sofern Auslandsinvestitionen steuerbegünstigt oder steuerbefreit sind. Daher sollten Auslandsvermögen vollständig in die Steuerpflicht einbezogen werden. Dazu müssen noch bestehende Doppelbesteuerungsabkommen, die Auslandsvermögen von Inländern steuerfrei stellen, etwa bei Unternehmen oder Immobilien, auf die Anrechungsmethode umgestellt werden.“

Natürlich sagt das DIW das ihrem Auftraggeber nicht so klar, aber übersetzt heißt dies, dass das unmöglich ist. Deutschland kann bestehende Doppelbesteuerungsabkommen nicht einseitig ändern, sondern braucht stets die Zustimmung des Partnerlandes. Im Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA gilt beispielsweise die Freistellungsmethode für viele Unternehmensgewinne und Immobilien, und die USA hätten kaum ein Interesse, diese zugunsten einer Anrechnungsmethode zu ändern, die ihre eigenen Investoren schlechterstellt.

Und so stirbt der linke Traum. :popcorn:

weil eine Studie ja auch ein perfekter Gesetzesentwurf ist? Man hat nun ein Problem erkannt und was kann man mit Problemen machen? Genau, irgendwie Lösen. Aber lieber den Sand in den Kopf stecken und multimillionären und Milliardären weiter den Anus lecken.

Zumal der Punkt nur mögliche Ausweichreaktionen von steuerpflichtigen beschreibt. Also nur ein mögliches Szenario. Immer dieses Märchen, dass dann alle reichen schlagartig das Land verlassen und Ihr Vermögen in Dubai bunkern

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Hab Ende letzten Jahres Mal ne pza machen lassen. Kostete 71€, durch KK nur 31€, haben also 40€ bezahlt. Grundsätzlich war es erstmal ein gutes Gefühl weil man denkt das alles mal sauber gemacht wurde, auch an Stellen wo man mit der Zahnbürste nicht so gut hinkommt. Meine Zähne waren danach auch recht empfindlich beim kauen und bei Kälte weil der ganze Schutz natürlich mit abgegangen ist. Das regenerierte sich nach paar Tagen wieder.

Ich wusste das die pza eigentlich nicht viel bringt, wollte es aber mal ausprobieren um mich selbst davon zu überzeugen. Ob ichs nochmal mache bezweifle ich aber, weil ich jetzt nicht so den super Nutzen hatte davon.

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Man kann in 2026 in fremde Länder einfallen und deren Staatsoberhäupter kidnappen, aber einseitig Abkommen aufkündigen ist natürlich absolut unmöglich :lul:

Wie war eure Betriebsversammlung? Oder kommt die noch?

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Bevor man so etwas zustimmt, sollte man erstmal besser aufschlüsseln, wo die Milliarde herkommt.
Homöopathie ist natürlich quatsch und darüber kann man sich gut aufregen. Aber 2024 wurden ganze 22 Mio für homöopathische Arzneimittel ausgegeben. Der Großteil der Einsparungen muss also woanders liegen, da sollte man zuerst hinschauen

Why not both? Ich glaube nicht, dass wir einen Posten finden, bei dem wir einfach ne Milliarde einsparen können. Also nimmt man die 22 Mio mal lieber mit.

Wahrscheinlich ist es sinnvoll, die Homöopathie nicht mehr zu bezahlen. Fakt ist natürlich, dass es aufgrund des Placebo Effekt einen Nutzen hat, der entsprechend anders aufgefangen werden muss. Wenn die GKV stattdessen wirkungsvolle Medikamente bezahlt, bleibt von den 22 Mio Einsparung vielleicht gar nicht so viel übrig.

Aber mein Punkt war eher, dass man schauen muss, was da konkret eingespart werden soll. Die Homöopathie macht da eben nur einen kleinen Teil aus, vielleicht sollen da ja doch auch sinnvolle Dinge eibgespart werden. 1 Mrd ist nämlich schon recht ordentlich

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Man kann den Patient:innen auch Zuckerwürfel mitgeben oder Privatrezepte. Ist beides günstiger.

Nochmal: wenn man sagt man spart 1 Mrd und schreibt groß „Homöopathie“ drauf aber die Homöopathie würde nur einen Bruchteil davon einsparen, sollte man da genauer hinschauen.

Aber tut man ja gar nicht? Insofern passt ja alles. Sogar in dem kurzen Ausschnitt oben ist Homöopathie nur ein Beispiel. Du hängst dich jetzt daran auf.

Aber ja, man sollte gucken, ob’s am Ende wirklich 1 Mrd ist. Spielt aber auch nur eine untergeordnete Rolle. Die genannten Beispiele sind alle mit zweifelhaftem Nutzen. Also streichen.

Wird am Ende wie beim Bürgergeld, man sucht eine halbgare Lösung und am Ende hat man noch höhere Systemkosten. Einfach Beiträge erhöhen für so Deppen wie mich und weiter gehts.

Placebo wirkt bestimmt besser, wenn man das Geld dafür selbst in die Hand nehmen muss.