Nachrichten aus Deutschland

zum einen stimme ich dir zu, aber zum anderen wie willst du es denen „beibringen“ eine bekannte von mir ist lehrerin, was teilweise in den klassenräumen abgeht oder auf dem Schulhof ist nicht normal.

ich denke mit zunehmendem alter wächst das bewusstsein für social media - gerade wenn man zuvor wenig bzw kaum kontakt hat, bei einem verbot.

ich glaube australien(?) hat es bereits eingeführt. habe vor kurzem einen beitrag gesehen, da haben kinder gesagt, dass sie seit dem verbot wieder deutlich mehr „echten“ kontakt zu freunden haben und sich glückicher fühlen als mit social media.

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Man kann sich mittlerweile auch einfach die Frage stellen ob Social Media überhaupt noch in irgendeiner Form nen vernünftigen Nutzen hat.

Habe dazu schon anderer Stelle was geschrieben, gilt hier genau so. Zudem ist es eine Kapitulation gegenüber den Großkonzerne. Diese möchten keine funktionsfähige Moderation installieren also verbietet man es lieber.

Wenn wir die Kinder rechtzeitig und kompetent an Glücksspiel und harte Drogen heranführen, würde das sicherlich langfristig auch positiv sein …

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Da ist ganz viel Stroh neben deinen Strohmännern.

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Weil harte Drogen und Glücksspiel auch ein nicht geringer Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Informationsbeschaffung/Weitergabe sind.

Man kann reich werden und hat ausgesorgt.

Also das gleiche was du hier dauerhaft machst. Ist notiert.

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Soziale Medien mit harten Drogen vergleichen… solche absurden Vergleiche gibt’s nur auf RJ :smiley:

Keine Ahnung, wenn man sich mal anschaut was in Australien verboten ist: neben X, Threads, Snapchat, Instagram oder Facebook auch Tiktok, youtube oder twitch. Denkt denn wirklich jemand man könne Jugendliche von Videos im Internet abhalten? Zumal sowas wie discord ausdrücklich erlaubt ist. Wenn das Verbot wirklich klappen würde, würden doch solche Plattformen schnell „ersatz“-Sozial media werden.
Und das Beispiel Australien zeigt auch, dass Jugendliche sehr leicht Wege finden, das Verbot zu umgehen. Wie kommt man auf die Idee, ein Verbot von social Media würde mehr bewirken als ein Verbot von Pornoseiten für Jugendliche?

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Pornoseiten macht man still und heimlich im privaten. Social media lebt von der Interaktion.
Daher lässt sich das nicht wirklich vergleichen.

Klar, es wird an vielen Stellen ignoriert werden. Aber es hat dennoch eine Signalwirkung. Jugendliche sollen auch nicht rauchen. Wenn sie es dennoch machen passiert auch nix weiter schlimmes und viele umgehen es ja auch. Trotzdem halte ich das Rauchverbot für sinnvoll.

Und ich tendiere auch dazu, social media für Jugendliche/Kinder zu verbieten. Würde mir die Argumentation bei der Kindererziehung später auch vereinfachen: ne, ist nicht erlaubt. Vergiss es lässt sich leichter vermitteln als: ne, lass das, das tut dir nicht gut.
Medienkompetenz hin oder her.

Womit du dann in die Gefahr läufst, dass deine Kinder, sollte ihnen dann wirklich was im Internet widerfahren, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu dir kommen und Hilfe bei dir suchen, da sie ja was Verbotenes getan haben.

Monk sieht das schon sehr realistisch, eine Ausweisplattform wird sich immer finden.

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Aber gehört so etwas wie Youtube oder twitch nicht auch zu unserem Leben dazu? Da gibt es doch auch etliche positive Dinge, auch extra für Kinder. Sowas würde man ja immer mit verbieten.
Und wie gesagt, Plattformen wie WhatsApp oder discord sind in Australien weiterhin erlaubt. Wenn das Verbot funktionieren würde, würden diese Plattformen eben mehr und mehr die Lücke füllen bis sie auch verboten werden und Jugendliche zur nächsten Plattform weiterziehen.

Söder wieder richtiger Fiebertraum.

Finde den Drogenvergleich ehrlich gesagt gar nicht so krass weit hergeholt. Social Media macht süchtig und gaukelt dir halt ne bubble/welt vor, die sich stark von der „realität“ unterscheidet. klar muss man es etwas abstrakter sehen, aber an für sich finde ich den vergleich (zmd was die gefahr angeht) durchaus passend bzgl. suchtpotential und „langzeitfolgen“

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Der Vergleich stolpert aber bei der gesellschaftlichen Bedeutung und den positiven Effekten. Drogen haben nachweislich, außer vllt. des Rausches, keinen positiven Effekt auf dich oder die Gesellschaft (außer du hast ne Brauerei :bayernface).

Soziale Medien haben diese positiven Effekte, neben den ganzen negativen, welche ich gar nicht bestreiten möchte. Vernetzung, Informationsaustausch, Kommunikation mit Freunden und Familie, etc.

Hier kommt es natürlich darauf an, wie man ein soziales Netzwerk definiert, in Australien gehört WhatsApp nicht dazu, die EU sieht WhatsApp durch die Channels aber schon als VLOP und könnte daher schon dazu gezählt werden. Viele Jugendliche nutzen die Instagram DMs wie wir WhatsApp, etc. die Grenzen zwischen reinem Kommunikationstool und sozialen Netzwerken verschwimmen immer mehr. Verstärkt wird der Trend auch dadurch, dass in den letzten Jahren eigentlich überall alle Funktionen eingebaut werden. Man kann mittlerweile ja mit nahezu jeder App auch chatten. Nicht umsonst gibt es in der Branche ja den Witz: „Wann kommt der Messenger auch in Excel“.

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Medienkompetenz erkennt man ganz gut an der jungen Generation die sich von rechten Rattenfängern auf TikTok baiten lässt. Medienkompetenz ist ein Mär.

„Verboten“ heißt übrigens, sie – unter 16 Jährige – dürfen keine Accounts haben.

Stimmt die Boomer Generation auf Facebook und TikTok ist da viel aufgeklärter.

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Sind halt beide nicht aufgeklärt und beide mit demselben verkümmerten Maß an Medienkompetenz ausgestattet. Medienkompetenz kann etwas sein was man durch Mediennutzung lernt. Muss aber eben nicht.

Das alle Generstionen dafür anfällig sind spricht btw auch eher für ein Fach Medienkompetenz. Das gibts halt atm nicht. Wird halt nur von der kultusministerkonferenz betont wie wichtig digitale medienkompetenz sei ohne wirklich dinge vorzugeben. Verbot sollte man dann in Betracht ziehen, wenn man wirklich versucht hätte die Medienkompetenz zu fördern ohne langfristigen Erfolg. So hat man nichts gemacht und gesteht sich mit einem Verbot ein, versagt zu haben.

Das gute am Verbot in Australien ist allerdings, dass weder die Eltern noch Kinder bestraft werden wenn Kinder sich wie auch immer ein Account anlegen sondern die großen Plattformen.