Nachrichten aus Deutschland

SPD hat mal wieder Lack gesoffen.

Neben dem Erwerbseinkommen will die SPD demnach auch Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen zur Finanzierung des Gesundheitswesens heranziehen. Damit würde der Kreis der Beitragszahler ausgedehnt. „Heute tragen vor allem die Arbeitseinkommen die Last unseres Gesundheits- und Pflegesystems“, heißt es weiter. Dies belaste viele Menschen und hemme soziale Gerechtigkeit.

I like.

Warum sollte nur Lohnarbeit herangezogen werden, wenn andere Kohle mit Immobilien und Vermögen machen.

Weiß nicht, vllt. weil man auch privat für später vorsorgen soll? So torpediert man doch das Ganze immer wieder.

Man könnte das System auch mal entschlanken und richtig reformieren, statt immer weiter aufzublasen, aber was will man 2026 von ner SPD auch erwarten.

1 Like

Zieh halt vernünftige Freibeträge ein und besteuere meinetwegen für Leute, die richtig Patte machen, doppelt.

Das Problem der Sozialsysteme ist nicht, dass sie so extrem aufgebläht wären. Das will dir die FDP halt immer erzählen, Bürokratie ist unter denen ja zu einem sinnentleerten Kampfbegriff verkommen. Real ist es aber so, dass immer weniger Menschen vernünftig einzahlen: Scheinselbstständigkeiten, Minijobs, etc. und natürlich, dass jeder, der es sich leisten kann, aus dem System aussteigt. Da bleibt dann noch eine ziemlich schlank gewordene Mittelschicht, die das System tragen soll. Da kann man noch so viel „Bürokratie“ abbauen.

8 Like

Ajo aber das wird halt nicht so kommen. Sondern pauschal 3% auf Aktiengewinne, mit 500 Euro Freibetrag. Und keine reduzierung der bisherigen Beträge.

Die Reichen die man hier erwischen will umgehen das dann eh wieder.

Klar, Reiche machen Gesetze für Reiche.

1 Like

Man muss es einfach schaffen, die Schlupflöcher der reichen und konzerne zu schließen, eu weit. Dann braucht man über die Themen der Abgaben der normalen Leute nicht immer wieder streiten.

Also SPD rann an die Reichen und Konzerne aber äh was ist dann mit den ganzen Positionen in den Aufsichtsraten nach dem Politik Zeit. Ne dann lieber wieder so Nebelkerzen zünden…

1 Like

Mal schauen was Mittelstandsmerz dazu meint

1 Like

Ideen dieses Jahr waren bisher auch sehr einseitig.

  • Gesundheitsabgabe auf Kapital- und Mieterträge
  • Höhere Tabaksteuer
  • Höhere Alkoholsteuer
  • Höhere Erbschaftsteuer
  • Höhere Mindestgewerbesteuer
  • Digitalsteuer
  • Streamingdienst-Abgabe

„entschlacken“ und „reformieren“ sind nur euphemismen für kürzungen.

du selbst hast doch wahrscheinlich viel mehr arbeits- als kapitaleinkommen. es wäre für dich doch 10x besser, wenn (besonders die riesigen) kapitaleinkommen im land auch einzahlen und dafür der gesamte beitragssatz sinkt. wahrscheinlich profitieren hier 98-99% der menschen im land.


erst letzte woche wurde auf vorschlag einer unions-beratergruppe groß diskutiert, ob man zahnbehandlungen nicht mehr gesetzlich bezahlt.

darüber reden wir hier.


gerade bei dem thema müssen die leute nicht mal was „umgehen“.

Beiträge aus Mieten führen eh nur dazu, dass die Vermieter das direkt auf die Mieter umlegen. Well played.

kommt drauf an. in der derzeitigen marktsituation mit vermietern am längeren hebel, wahrscheinlich großteils ja. in einem mietermarkt nicht. dazwischen anteilig. vermieter sind doch aber auch gar nicht das hauptziel. die großen sind eh unternehmen.

Ja, aber zum einen werden die Vonovias dieser Welt das sowieso direkt drauf schlagen und zum anderen wird, selbst wenn wir jetzt einen unerwarteten städtischen Bauboom bekommen, der Wohnungsmarkt noch jahrelang so sein, wie er heute ist.
Daher halte ich eine Abgabe auf Mieteinnahmen de facto für eine weitere Abgabe, die durch Arbeitnehmer erbracht wird.

Aber wer will denn bei solchen kruden Ideen hier noch großartig in Wohnraum investieren & welchen schaffen? Sowas schreckt doch ab.

lol. davon höre ich zum ersten Mal. ist das ernsthaft so? ich meine, ist mir vollkommen egal, betrifft mich nicht, sollen sie ruhig. Wirkt nur total random, diese Abgabe/Steuer :D

vonovia muss da nichts draufschlagen weil vonovia selbst sowieso keine sozialbeiträge für sich bezahlt.


genossenschaften und der staatliche wohnungsbau. die sollten das sowieso tun, weil der markt seinen gewinn maximiert und nicht die anzahl wohnungen.

wir haben seit 1-2 jahrzehnten hierzulande wahrscheinlich den liberalsten und trotzdem abgefucktesten wohnungsmarkt seit dem wiederaufbau. sowas wie vonovia gabs früher gar nicht. das ist einfach ein unvollkommener markt.

ich will nicht wissen, wie viele tausende grundstücke in toplagen aus spekulationszwecken leer stehen. ein paar (teils riesige) davon schaffen es ja immer mal in die schlagzeilen. dieses komische „loch“ in münchen (?), glaube die ehemalige holsten brauerei mitten in hamburg, dieses „kreisel“ hochhaus in berlin etc. etc.

1 Like

hä?

Falls Steuern/Abgaben auf Mieteinnahmen anfallen, wieso soll ein Unternehmen wie Vonovia diese dann nicht bezahlen müssen?

/e: zum „liberalen Wohnungsmarkt“. was ich so die letzten Jahre mitbekomme – die Firma, in der ich arbeite baut u. a. Wohnimmobilien – scheinen mir kommunale Einschränkungen und Anforderungen der ultimative Stock zu sein, der Unternehmen zwischen die Beine geworfen wird. Kann natürlich sein, dass das wieder so’n Frankfurter Phänomen ist, weil die Römerkoalition einfach Vollpfosten sind, aber würde mich nicht wundern, wäre es wo anders ähnlich.

der konzern vonovia braucht auch keine rente oder arztbesuche. der konzern vonovia zahlt für sich selbst auch heute keine sozialbeiträge.

die vonovia aktionäre zahlen dann später vielleicht einen teil von ihrer dividende. das gilt aber dann für alle unternehmen.

Ich kann dir nicht folgen.

Die Idee ist ja, (unmittelbar) von Mieteinnahmen direkt Steuern abzuzapfen. Das würde den Konzern treffen. Oder steh’ ich jetzt komplett auf dem Schlauch?