Nachrichten aus Deutschland

Aber wer will denn bei solchen kruden Ideen hier noch großartig in Wohnraum investieren & welchen schaffen? Sowas schreckt doch ab.

lol. davon höre ich zum ersten Mal. ist das ernsthaft so? ich meine, ist mir vollkommen egal, betrifft mich nicht, sollen sie ruhig. Wirkt nur total random, diese Abgabe/Steuer :D

vonovia muss da nichts draufschlagen weil vonovia selbst sowieso keine sozialbeiträge für sich bezahlt.


genossenschaften und der staatliche wohnungsbau. die sollten das sowieso tun, weil der markt seinen gewinn maximiert und nicht die anzahl wohnungen.

wir haben seit 1-2 jahrzehnten hierzulande wahrscheinlich den liberalsten und trotzdem abgefucktesten wohnungsmarkt seit dem wiederaufbau. sowas wie vonovia gabs früher gar nicht. das ist einfach ein unvollkommener markt.

ich will nicht wissen, wie viele tausende grundstücke in toplagen aus spekulationszwecken leer stehen. ein paar (teils riesige) davon schaffen es ja immer mal in die schlagzeilen. dieses komische „loch“ in münchen (?), glaube die ehemalige holsten brauerei mitten in hamburg, dieses „kreisel“ hochhaus in berlin etc. etc.

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hä?

Falls Steuern/Abgaben auf Mieteinnahmen anfallen, wieso soll ein Unternehmen wie Vonovia diese dann nicht bezahlen müssen?

/e: zum „liberalen Wohnungsmarkt“. was ich so die letzten Jahre mitbekomme – die Firma, in der ich arbeite baut u. a. Wohnimmobilien – scheinen mir kommunale Einschränkungen und Anforderungen der ultimative Stock zu sein, der Unternehmen zwischen die Beine geworfen wird. Kann natürlich sein, dass das wieder so’n Frankfurter Phänomen ist, weil die Römerkoalition einfach Vollpfosten sind, aber würde mich nicht wundern, wäre es wo anders ähnlich.

der konzern vonovia braucht auch keine rente oder arztbesuche. der konzern vonovia zahlt für sich selbst auch heute keine sozialbeiträge.

die vonovia aktionäre zahlen dann später vielleicht einen teil von ihrer dividende. das gilt aber dann für alle unternehmen.

Ich kann dir nicht folgen.

Die Idee ist ja, (unmittelbar) von Mieteinnahmen direkt Steuern abzuzapfen. Das würde den Konzern treffen. Oder steh’ ich jetzt komplett auf dem Schlauch?

Kerosin billiger pls

ja. ein unternehmen zahlt keine einkommenssteuer oder sozialbeiträge. das zahlen dann später die eigentümer.

es geht da um einkommensarten von personen.

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Würde bei mir aufm Dorf z. B. hart hitten, hier gibt’s keinen Wobau oder Ähnliches, alles privat, wenn dann.

dörfer bzw. ländlich regionen haben doch zunehmend ganz gegenteilige probleme.

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Privatpersonen sollten nicht in Immobilien investieren, in denen sie nicht wohnen. Aber ist nur meine Meinung. Ich halte bezahlbaren Wohnraum auch für ein Grundrecht. Ich denke man kann Mieter auch besser schützen, als das bisher passiert (bspw. Mietendeckel, Preisbremsen etc. - gab da ja mal so einen Piloten in Berlin). Der Wohnungsmarkt ist in den Städten tot, es gibt keinen funktionierenden Markt mehr. Wen will man da schützen?

Edit: Ich verstehe aber die Sorge, dass eine Partei wie die SPD einfach eine vermeintlich „soziale“ Anpassung ankündigt, nur um dann der arbeitenden Bevölkerung fett in die Tasche zu langen und um den Kampf mit den Konzernen einen großen Bogen macht.

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Man kann bei Konservativen und Neoliberalen immer den gleichen Move erkennen, sollte es mal um Besteuerung von sehr reichen und vermögenden Menschen gehen.
Schnell wird über (kleine) Familienbetriebe, private Vermieter und Altersvorsorge von Arbeitnehmern gesprochen, obwohl es nie darum ging. Klare Strategie, um den Pöbel auf der Seite der Superreichen zu halten: Nicht denen soll was für die Allgemeinheit besteuert werden, sondern Uwes und Alis Altersvorsorge/whatever wird zerlegt. Ähnlich wie das Märchen: Jeder könnte mal dazugehören, und deswegen sollte man gar nicht erst anfangen, solche Vermögen zu besteuern: „Könnte ja bald auch dein Vermögen sein“.

Schade, dass sich so viele Menschen immer wieder der Illusion hingeben, sie „könnten es schaffen“.

Dabei kommt der Großteil der Vermögen aktuell durch Erbschaften und Schenkungen zustande, also alle $elfmade. :kekw:

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irgendwie verstehe ich den Vorschlag der SPD nicht. An der Beitragsbemessungsgrenze soll ja nach dem Vorschlag nichts geändert werden.
Für alle, die mehr als die Beitragsbemessungsgrenze verdienen (glaub ca 70k+), würde sich also dadurch überhaupt nichts ändern.
Und vermutlich wird auch der Kreis von denjenigen, die Mieteinnahmen haben und weniger als 70k verdienen nicht sehr groß sein.
Betroffen werden also vor allem diejenigen sein, die unter der BBG verdienen und Geld angelegt haben. Also grade nicht die Gutverdiener oder die Reichen.

Ich bin definitiv dafür, dass Kapitalgewinne und Mieteinnahmen so zu behandeln wie normales Einkommen. Aber dann könnte man ja anfangen diese Einkünfte mit der Einkommenssteuer statt der pauschalen Kapitalertragssteuer zu besteuern.

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Ich frage mich insgesamt, ob es eigentlich einen Koalitionsvertrag gibt. Es werden ja aktuell alle paar Tage Vorschläge geäußert, die beim Koalitionspartner auf Unverständnis stoßen. Keine Ahnung, wie man so irgendwie seriöse Politik machen will.

War eher eine rhetorische Frage

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@XepT Wie ist die Stimmung so auf Arbeit?

Im Jahr 2024 leisteten in Deutschland etwa 4,4 Millionen Arbeitnehmer Überstunden, wobei knapp ein Fünftel dieser Überstunden unbezahlte Überstunden waren, was einem Arbeitsvolumen von rund 638 Millionen Stunden entspricht.
Das Gesamtüberstundenvolumen war bei 1,2 Milliarden, was ungefähr 750.000 Vollzeitstellen entspricht.
Für mich liest sich das nur nach weiterer Arbeitnehmerausbeute, was aber in einzelnen Fällen sicherlich schon hilfreich sein kann. Dennoch kotzt mich die nicht ordentliche Vergütung am allermeisten an.

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du bist also der meinung, dass unser verwaltungsapparat nicht aufgebläht ist? du könntest da quasi an jeder ecke etwas optimieren und vereinfachen.

stattdessen führen wir vorsteuer auf unsere kapitalanlagen ein, was wieder nur zu noch mehr bürokratie führt.

oder wenn du nen kind bekommst, darfst du drölf formulare ausfüllen, anmelden etc.pp. in anderen ländern, wird vieles „automatisch“ mit geburt in die wege geleitet.

wir machen uns das leben selber unnötig schwer und kompliziert.