Stimmt, hab tatsächlich noch nie einen gerufen, ich sitze dann aber am anderen Ende wenn die Leute vom RTW gebracht werden. Zu oft werden die Situationen übertrieben dargestellt, um die Fahrt eines RTWs zu forcieren. Ich denke eine pauschale Gebühr ist keine gute Lösung, eher müsste jemand vor Ort entscheiden, ob die Fahrt gerechtfertigt ist oder nicht. Das birgt dann natürlich auch wieder Konfliktpotenzial.
Bei einem Krankentransport, beispielsweise zur Dialyse oder zur Chemotherapie, werden 62 Euro berechnet, so die Stadt Essen.
Das ist komplett pervers. Wenn man also 3x die Woche in die Dialyse muss, zahlt man also ~750 Euro privat?! Die spinnen doch.
Frage mich auch, wie es da mit den Leitstellendisponenten aussieht. Im Normalfall sollten die die Anrufer ziemlich gut abklopfen und schicken eigentlich bei leichteren Notfällen auch häufig den ärztlichen Notdienst raus. Also entweder wird da von den Anrufern in überdurchschnittlicher Zahl maßloß übertrieben, oder da stimmt was nicht bezüglich interner Strukturen. Mal ganz davon abgesehen find ich es frech, dass die Krankenkassen sich da aus der Verantwortung ziehen und dann auch noch das fordern:
Sie fordern eine Reform des Rettungsdienstes in NRW, damit es deutlich effizientere und schlankere Strukturen gebe.
Ekelhaft. Wer kennt sie nicht, die überbordernden finanziellen Rettungsdiensstrukturen wo Mittel verprasst werden?
Ich find’s exteeeem schwierig, den Leuten zu sagen, wie und wann ein RTW notwendig ist. Vor allem zu sagen, der kommt jetzt nicht. Allein zur Vermeidung von Eskalation. Und nachher will ja auch keiner Schuld sein, wenn’s schlecht ausgeht, aber kein RTW kam.
Habe vor… zwei(?) Jahren einen für mich gerufen. Nachts aufgemacht und Bauchschmerzen of Doom (Blinddarm seit 20 Jahre draußen). Ging über zwei, drei Stunden nicht weg. Dachte, ich krepier. Hab’ dann um vier oder so 'n RTW gerufen. Im KKH vor Schmerzen und trotz „aber Sie haben doch schon so viel Schmerzmittel bekommen“ gekotzt. …am Ende war’s nur ein Nierenstein. Wenn mir da einer am Telefon erzählt hätte „Junge, entspann dich mal. Ist bestimmt nur’n Nierenstein…da kommt jetzt Sonntagmorgen um vier kein RTW“ :D
Der Ägypter soll laut derzeitigem Ermittlungsstand in einer Moschee im Raum Dingolfing-Landau zu einem Anschlag aufgerufen haben, „um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen“, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Dies werde als Versuch der „Bestimmung zum Mord“ gewertet. Die drei Marokkaner sollen demnach bereit gewesen sein, den Anschlag auszuführen. Der Syrer soll die Männer in ihrem Entschluss bestärkt haben.
Zum Glück war man schneller
Du sprichst die Probleme schon richtig an.
Man kann in vielen Fällen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kritikalität gut bewerten.
Aber gerade bei nicht Muttersprachlern, die dann noch mit der Situation überfordert sind wird das schon schwierig.
Aber das sind auch gerne die, die Sonntags um 4 anrufen, weil Muttern seit 3 Wochen nicht auffem Topf war und jetzt endlich mal wer Zeit hatte nach ihr zu gucken.
Gibt halt viel zu viele Notrufe, weil die Leute den RTW mit einem Taxi verwechseln oder keine Lust haben beim Hausarzt zu warten.
Seit Jahren ein Problem, aber halt nichts für das es einfache Lösungen gibt.
Ja, vor allem wenn man an die komplett vereinsamten (alten) Leute denkt, die keine andere Person für eine Einschätzung haben oder vielleicht gar nicht mehr den Geisteszustand besitzen, um dieses oder jenes gesundheitliches Ereignis in seiner Schwere korrekt beurteilen zu können. Da lass ich lieber paar mal unnötig fahren anstatt dass da nur einer den Notruf auslässt, weil er aus „Verschwendungsgründen“ davon entmutigt wurde.
In einer perfekten Welt könnte man das irgendwann remote per Videochat o.ä. analysieren, um als Stelle direkt zu wissen, wie schwer ein Fall sein könnte, aber das ist natürlich Träumerei.
Diese RTW Gebühr ist eigentlich genau das was ich in Deutschland erwarte.
Ich erwarte, dass man sich in Zukunft ein Blaulicht besorgen darf und dieses gegen Gebühr einschalten kann.
Das würde die RTWs enorm entlasten und spielt Geld in die Kassen, da man das Universal als Pay-To-Win für alle privaten und beruflichen Fahrten einsetzen kann
Um solche Fälle geht es ja aber nicht. Das ist ja ein akutes Abdomen, bei dem die Ursache unklar ist. Geht ja auch nicht drum, dass niemand kommt, sondern eben, z.B., der ärztliche Notdienst. Aber nein, genau das ist die Aufgabe des Disponenten. Einzuschätzen, welches/ob Rettungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Natürlich hat das Konflikpotential und natürlich kann man da auch mal verklagt werden, das bringt der Job aber leider mit sich. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass man nicht weiß, wie im Inneren das Verfahren geregelt wurde. Gibt genug RDL (Rettungsdienstleiter/innen), welche eben wegne jenes Konfliktpotentials anordnen, dass die Disponenten in solchen Fällen RTWs rausschicken.
Genau das wird nämlich jetzt passieren. Gerade bei Migrantinnen und Migranten, denen man oft genug erklären muss „Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Das kostet dich nichts!“.
Dachte sowas ist eigt. nen Fall für ne Einzelbetrachtung.
Jeder Mensch sollte sich darum in Deutschland keine gedanken machen müssen, wenn du das Gefühl hast nen RTW zu rufen sollte man sich um Geld keine gedanken machen müssen.
Wenn man dann im Nachinein erfährt das man sich auch einfach nen taxi hätte rufen können oder es ansonsten deutlich einfacher ohne RTW gewesen wäre, sollte man einfach ne Rechnung schicken. Vll nicht beim ersten mal, da reicht ne verwarnung und nen gespräch, aber dann ab dem 2. mal.
Hab dieses Jahr zwei Mal wegen der selben Sache ein RTW geholt… beim dritten Mal war mir zu Dumm und bin mit dem Bus in die Notaufnahme
Und der Fahrer meinte später zu mir, wir dachten schon wir müssten zu deiner Nachbarin, weil sie den RTW gerne als Taxi nimmt, und das wohl schon bekannt ist und dagegen vorgegangen wird… Die wollten erst gar nicht kommen
Mal zwei Beispiele von mir:
Vor ein paar Jahren hat sich meine Tochter beim Trampolin springen am Bein verletzt. Hab sie eigenhändig in die Notaufnahme gefahren, weil ich nicht dachte, dass am Ende das Bein gebrochen sei. War ein Irrtum. Vorort wurde ich gefragt, warum ich kein RTW geholt habe. Ich muss gestehen, ich habe die Situation dahingehend als nicht ganz so dramatisch eingeschätzt. Bei Kindern sind die da auch nochmal anders sensibel und wird sehr wahrscheinlich auch anders abgerechnet.
- Fall war bei mir auf Station. Ich war leider nicht dabei, allerdings ging es nen Patienten von uns sehr schlecht und musste verlegt werden. Er hatte ein größeres Bauchstoma und frischblutete daraus wohl wirklich massiv.
Als der RTW da war, schienen die Kollegen laut Erzählungen nicht so überzeugt zu sein den Patienten mitnehmen zu wollen, weil der Blutdruck ja bei 150mmhg noch liegen würde und die Notärztin auch keine Indikation sah.
Nach „längerem“ Hin und Her wurde er dann mitgenommen und -
Notoperiert.
Das ist halt auch einfach so unverschämt…
Da wundert es auch keinen, selbst wenn die Zahl relativ klein ist, sind es einfach fuqqing kosten, die dadurch entstehen. Ein geringer Betrag, der höhe als die Taxifahrt wäre, würde mir gefallen.
Wobei ich beim gebrochenen Bein bei der Tochter auch kein Verständnis für nen RTW hätte, selbst wenn einem klar ist, dass es gebrochen ist.
Ob man selbst das Kind ins KH fährt oder nen RTW kommt, ändert ja nichts. Der Unterschied in der Versorgung wäre doch nur, vielleicht früher was gegen die Schmerzen zu kriegen.
Kannst du so Pauschal nicht sagen. Gibt da die gesamte Bandbreite von trivialen Fällen bis hin zu kompliziert, offen oder zB durch Reibung der Teile aufeinander extrem schmerzhaft.
Da ist es dann auch völlig ok einen RTW zu rufen.
Bei uns im Schulsport wurde mal ein RTW gerufen, weil beim Flagfootball eine in einen anderen reingelaufen ist und dabei Knie auf Knie geprallt sind. Die hatte zwar nix aber Dramaqueen over 9000. Die arme Lehrerin.
Weil es ja mal Thema hier war (Ich den Beitrag aber nicht mehr dazu finde)
Das Landgericht Waldshut-Tiengen verurteilte Patrick E. zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft. Eine zu milde Strafe, meint die Schwester des Getöteten. Sie hat beim Bundesgerichtshof eine Überprüfung des Urteils beantragt. Aus ihrer Sicht war die Tat ein Mord aus rassistischen Motiven. Das Landgericht hat hingegen keinen rassistischen Beweggrund und daher nur Totschlag angenommen.
Die Begründung des Landgerichts: Beim Angeklagten sei „gegenüber Menschen schwarzer Hautfarbe eine generell geringschätzige Einstellung anzunehmen, die als Rassismus zu qualifizieren ist“. Aber: „Der Geschädigte gehörte als hellhäutiger Tunesier dieser Gruppe nicht an.“ Jedenfalls habe der Täter in der Vergangenheit nie eine „aktiv kämpferische Haltung“ gegenüber Asylsuchenden eingenommen. Weshalb er ausgerechnet am 23. Dezember 2023 eine solche Haltung eingenommen habe, sei für das Gericht „nicht nachvollziehbar“.
Er schießt ihn in den Kopf, zerstückelt seine Leiche und es ist am Ende „nur“ Totschlag und er bekommt nicht mal 7 Jahre Knast?
Ich falle gerade vom Glauben ab…
„Die Zerteilung der Leiche mag verstörend wirken, kann jedoch nicht als strafschärfender Umstand gewertet werden, denn sie stellt sich vorliegend nicht als nachträgliche schimpfliche Behandlung des Leichnams dar, sondern war - jedenfalls aus der nüchternen Sicht eines ausgebildeten Jägers - eine naheliegende Vorgehensweise zur Beseitigung der Leiche.“
kA aber man möchte eigentlich Kotzen
da kannste dem kind nen vorwurf machen, aber nicht ja nicht der lehrerin… imagine, die hätte was gehabt und die lehrerin hätte es abgetan…
Ist halt nach danach wieder ein vollwertiger Bürger der seinen 9to5 job nachgeht und Teil der Gesellschaft ist. Danke Deutschland <3