Nachrichten aus Deutschland

Man muss so fair sein, der Artikel ist aus 1979.
Allerdings kenne ich es aus Erzählungen auch nicht großartig anders. Jeder den ich kenne, der im Grundwehrdienst war oder sich sogar für ein paar Jahre verpflichtet hat, hat von den großen Saufgelagen und dem vielen Herumgelungere erzählt.

Dazu gibt ja auch dieser Reddit Thread durchaus Einblicke, auch wenn der Eingangspost gelöscht ist:

https://www.reddit.com/r/bundeswehr/comments/187u79v/bundeswehr_und_alkohol/

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danke.

Wir haben in so vielen Bereichen keine Gleichberechtigung, aber jetzt auf einmal ist die Wehrpflicht der Punkt, den man da dringend ändern muss.

Frauen erfüllen zum größeren Teil als Männer schon die grundsätzlich Anforderungen der Bundeswehr nicht. Darüberhinaus gibt es einige Bereiche, die von sehr wenigen Frauen überhaupt nur ausgeübt werden dürfen. Glaube erst ab 1,78m bist du für alle Bereiche tauglich oder?

Wir haben in Deutschland eh schon ein Problem mit der Geburtenrate und in meinen Augen würde es eine allgemeine Wehrpflicht in Deutschland dieses Problem nicht verbessern. Das bedeutet nicht, dass alle Frauen daheim am Herd stehen sollen und Kinder gebähren sollen. Sondern, dass sie nunmal das Geschlecht sind, dass es kann.

Freiwillig Miltärdienst können Frauen in Norwegen schon seit 1976 leisten. 2010 wurde eine allgemeine Musterung für 18-jährige beiderlei Geschlechts eingeführt. Besonders attraktiv scheint das Miltär für Frauen aber nicht zu sein. Von 6000 weiblichen 18-jährigen, die 2011 als „tauglich“ gemustert worden waren, hatten sich nur 700 bereit erklärt, den einjährigen Wehrdienst abzuleisten. Mit neun Prozent wurde das vom Militär formulierte Ziel, einen Frauenanteil von 15 Prozent zu erreichen - ab 2020 liegt die Vorgabe bei 20 Prozent - bislang verfehlt. Und eine von fünf Soldatinnen (also 20%) bricht den Dienst mit der Begründung ab, sie sei gemobbt oder sexuell belästigt worden.

ich möchte auch noch mal betonen, dass ich hier zum einstieg, als allererstes, (viel) mehr gehalt für die soldaten gefordert habe. also erzählt mir nicht, dass ich respektlos gegenüber den soldaten wäre.

respektlos ist das, was mehrere bundesregierungen jahrelang mit dem sinnlosen einsatz in afghanistan mit den soldaten gemacht haben.

Bolo hat uns doch erklärt, dass wir in 20 Jahren hauptsächlich IT Experten brauchen. Diese Anforderungen schaffen Frauen durchaus genauso gut oder sogar besser

Also früher war es so, dass es den Frauen untersagt war am Karabiner 98K zu arbeiten. Vor allem wegen der Aufprallkräfte, die bei den Zügen mit dem Gewehr. Die können schon ordentlich weh tun und Schäden hinterlassen, wenn man das falsch ausführt. Und idR übt man jeden Tag, wenn man nicht gerade einen Einsatz hat.
Dazu war ein einheitliches Erscheinungsbild (vor allem die Körpergröße) + Uniformvorschriften + Tradition und Symbolik entscheidend. Aber durch deine Frage, habe ich mich mal wieder damit beschäftigt und anscheinend gibt es mittlerweile Frauen, die dort mitwirken, was mich überrascht hat. Also dahingehend hat sich was getan.
Die Anforderungen (z. B. Körpergröße zwischen 1,65 m und 2,10 m, Fitness, Kontaktlinsen statt Brille) gelten für beide Geschlechter - auch da haben sie die Anforderungen heruntergeschraubt, um überhaupt genügend Leute zu haben. Zu meiner Zeit 2005/2006 war die Mindestgröße noch bei 1,78 m.
Du hast auf jeden Fall recht mit dem „normal- oder unsportlicheren“ Menschen beim Grundwehrdienst. Einige entwickeln sich erst dort weiter und/oder werden fitter. Ich habe da schon ein wenig zu sehr vorausgedacht und ich habe immer noch Schwierigkeiten damit, dass die Anforderungen so „niedrig“ sind. Keine Ahnung, ob denen dann zugemutet werden kann, ein MG beim Marsch zu tragen oder ähnliches. Dafür bin ich zu lange raus.

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Ernstgemeinter Gedanke: Was hat die Geburtenrate damit zu tun? Bzw. wo ist der Sinn, immer mehr Menschen in die Welt zu setzen? Die Welt ist überbevölkert bis zum geht nicht mehr, da kann das doch kein Argument gegen die Wehrpflicht der Frau sein?

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Meine Tochter fängt am 1.10 freiwillig ihr freiwilliges Jahr an bei der Bundeswehr.
(Find’s scheiße, aber sie ist erwachsen)

Werde dann berichten, wie es ihr ergeht.
Sie trinkt übrigens keinen Alkohol, wählt grün, hat Marx gelesen und ist mit einem Moslem in einer Beziehung.

Was ein Durcheinander, wenn die Bild das erfahren müsste.

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nachtrag, weil’s gerade passt:

respektlos ist das, wie diese und die letzte bundesregierung mit vielen ortskräften dort ungegangen sind und immer noch umgehen, für die sich viele (ehemalige) soldaten immer noch einsetzen.

respektlos ist das beschaffungswesen und die nicht-nachvollziehbaren beratermillionen über mindestens mal die letzten 10-20 jahre (vor dem ukrainekrieg - jetzt vielleicht immer noch).

respektlos ist, dass nicht ein bundestagsabgeordneter da war, als die letzten deutschen soldaten aus afghanistan heimkamen (gibt irgendwo einen entsprechenden tv-bericht).

respektlos sind kaputtgesparte kasernen und ausrüstung.

aber hauptsache, wenn man „pro-wehrpflicht“ ist, kann man sich selbst immer einreden, dass man „pro-truppe“ ist.

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Kaputt gesparte Kaserne hat sie mir auch erzählt, dass das immer wieder Thema ist.

Zudem, was Du gesagt hast, der Krieg wird nicht von Mensch geführt, sondern maschinell.

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/edit: hier drüber stand zum bezug ein post, der jetzt gelöscht ist

mal aktuelle videos aus der ukraine mit videos vor 3 jahren verglichen?

die „zeitung“ mit den großbuchstaben veröffentlicht teilweise mehrmals in der woche aktuelle videozusammenschnitte von kampfhandlungen auf ihrem yt-kanal.

wie sieht das deiner meinung nach erst in 10 jahren aus? was sollen 18-jährige, die 9 monate irgendwo in der lüneburger heide hocken, dazu beitragen (außer sterben)?

solltest dich mal bei der truppe bewerben, aber direkt zum sternegeneral der den ganzen laden umgehend umkrempelt und zukunftssicher macht. natürlich mit möglichst wenig weiblicher beteiligung

argumentiert doch mit mir und sagt mir von mir aus, dass ihr das anders seht. guckt euch die besagten videos oder irgendwelche anderen an.

ich sehe da schon heute vor allem drohnen, drohnen und letztens sogar einen kampfroboter.

die bundeswehr braucht fachkräfte mit studium oder ausbildung und gutem gehalt. ITler, Ingenieure, Spezialkräfte (wenige) für manche einsätze.

zum beispiel vergisst du die ganzen anderen bereiche: wie logistik, verwaltung, verpflegung, reparatur, medizinisches und was da noch so alles dahinter steckt. nur ein teil steht an der front und kämpft.

oder glaubst du die bundeswehr besteht am ende nur aus ner truppe mit vr brillen die alle drohnen fliegen? selbst die müssen versorgt, verwaltet etc. werden, auch das ist bundeswehr

es kann zb auch ein anfang sein, durch einen wehrdienst die bundeswehr als arbeitgeber attraktiv vorzustellen und den leuten die perspektiven innerhalb aufzuzeigen. alles eine frage der gestaltung. ich kenne 2 mitabiturienten die waren beim wehrdienst und sind dann beim bund studieren gegangen. einer ist immer noch in der truppe

es ist einfach nur falsch und peinlich, wehrdienstleitende pauschal als säufer abzustempeln wie du es gemacht hast. das eine gewisse grundausbildung dazugehört, ist mehr als logisch und diese 9 monate haben noch niemandem geschadet

die politik redet von allgemeinem wehrdienst, jetzt dann vielleicht auch frauen. das sind hunderttausende jedes jahr. die werden für ein paar monate dienst noch weniger sinnvolle verwendungen finden, als die freiwilligen jetzt.

das ist doch nichts, als die nostalgiegefühle der alten wählerschaft (über deren dienstzeit der spiegel da oben berichtet :sweat_smile:) zu bedienen, indem man die jungen leute nervt.

guckt videos aus der ukraine, lest den reddit thread von mehl oder den spiegelartikel. ignoriert die realität, wenn ihr euch dann besser fühlt.

aber man nimmt damit nur jungen leute monate ihres lebens weg und wird nichts gewinnen.

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Finde dieses Argument schon immer so dumm. Doch, das hat schon vielen geschadet. Sei es wegen unsinnigen Verletzungen wegen dummen Ausbildern, physische Schäden durch zB Mobbing oder einfach durch verlorene Jobmöglichkeiten.

Kannst ja auch mal Frauen/Behinderte fragen, die zu über 20% schlechte Erfahrungen gemacht haben.

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ja, kann man alles so argumentieren, das findest du aber auch alles im „echten“ leben

unsinnige verletzungen können dir immer und überall passieren
schonmal was von dummen ausbildern/vorgesetzten/trainern im job/freizeit gehört?
psychische schäden, schau dir mal die anzahl der psychischen erkrankungen im beruf an
denkste das mobbing findet nirgens statt ausser beim bund?
verlorene jobmöglichkeiten? das ist halt komplett random

das ist ein problem im gesamten system, korrekt. aber auch hier wieder ein generelles problem der gesellschaft was ich nciht nur der bundeswehr zuschieben würde. die tatsache sit einfach, dass es zu viele übergriffige chauvischweine gibt die meinen machen zu können was sie wollen und ihre hormone nicht unter kontrolle haben oder der meinung sind frauen sind menschen 2. klasse

was ich jetzt leider nicht finden konnte, ob es wieder die wahl des ersatzdienstes gibt oder nicht

//edit
wird es wohl geben, da die wehrpflicht damals ja nicht abgeschafft sondern ausgesetzt wurde und jetzt wieder in kraft gesetzt wird, also werden die alten „regeln“ gelten

Hättest vielleicht wenigstens den Link mal anklicken können. So macht eine Diskussion natürlich überhaupt keinen Sinn.

Natürlich muss es Ersatzdienst geben, du kannst keinen an die Waffe zwingen.

Zur Erinnerung: Dein Argument war, es hat noch niemanden geschadet. Dann zu kommen, dass es ja überall Verletzungen, Sexismus und Mobbing gibt, macht keinen Sinn.

ich habe ihn gelesen, aber wie gesagt, das ist ein generelles gesellschaftliches problem

das mit dem ersatzdienst hatte ich bisher nicht explizit gelesen, aber macht natürlich sinn mit deiner argumentation und wenn man eben bedenkt, dass quasi das alte gesetzt wieder in kraft tritt

ich weiss was cih gesagt habe. es ist leider die traurige realität, dass überall verletzungen passieren, egal bei welchem job oder welcher freizeitaktivität. es gibt überall dumme rassisitische (afd) arschlöcher, chauvinistische wichser, gewalttätige mongos und widerwärtige personen die andere mobben. das dürfte alles in der gesellschaft nciht sein und ist mehr als beschämend und besorgniserregend.

die frage ist was willst du jetzt damit sagen? überall wo diese dinge leider passieren, passieren könnten oder potential entsteht das es jemandem schaden könnte lassen wir?

Der Link sagt eindeutig (!) das proportional Probleme wie Diskriminierung viel schlimmer sind in der Bundeswehr, als im deutschen Durchschnitt.

Besonders Frauen sind laut der Studie von Diskriminierung betroffen: 21,1 Prozent der in der Bundeswehr beschäftigten befragten Frauen gaben danach an, innerhalb der vergangenen zwei Jahre mindestens einmal aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert worden zu sein. Die Angabe ist laut Studie fast dreimal so hoch wie das Diskriminierungsrisiko von Frauen im bundesweiten Arbeitskontext, das die Studie mit 7,3 Prozent angibt. Die Vergleichswerte in der Studie basieren auf Erhebungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Ein ebenfalls im Vergleich erhöhtes Diskriminierungsrisiko erfahren Beschäftigte mit Behinderung oder Beeinträchtigung in der Bundeswehr: Sie sind laut Studie am häufigsten von Benachteiligung betroffen. 24 Prozent gaben in der Untersuchung an, in den vergangenen zwei Jahren diskriminiert worden zu sein. Der Wert ist mehr als doppelt so hoch wie der bundesdurchschnittliche Vergleichswert, der laut Studie bei 11,9 Prozent liegt.