What-aboutism.
das ist ja dann ein grund mehr ihn abzuschaffen. kann man lieber eine vernĂŒnftige reichensteuer einfĂŒhren
Du argumentierst gerade mit deiner privaten LebensfĂŒhrung gegen den Soli? Du hast ausschlieĂlich Dinge genannt zu denen dich keiner zwingt, sondern du dir aus absolut freien StĂŒcken ausgesucht hast. Das ergibt so eher weniger Sinn.
Hab jetzt nicht ganz mitbekommen wo du wohnst aber deine Argumentation sieht so aus:
Von deinem 200k Gehalt bleibt ja auch nicht so viel ĂŒbrig, weil die Luxusbude in der MĂŒnchener/Frankfurter/Hamburger Innenstadt ja total teuer ist.
Come on⊠Kannst du nicht ernst meinen
nein, das ist kein whataboutism. deine argumentation, warum du das âverdienstâ was du verdienst, könnte ziemlich genau von einer der berufsgruppen stammen, die ich genannt habe. leider verdienen die aber nicht so gut.
es ist ok, dass du so viel geld bekommst, aber versuch dir doch diese ungerechtigkeit nicht schönzureden ;)
âLuxusbudeâ ist schon hart ĂŒbertrieben. Man bezahlt hauptsĂ€chlich einfach nur fĂŒr die Lage.
Ich argumentiere damit auch - wie geschrieben - eher gegen die Aussage, dass man sich ab einem gewissen Einkommen nicht mehr beschweren dĂŒrfe, da man sich ja quasi eh alles leisten könne und es anderen viel schlechter geht etc.
Kann man umgekehrt genauso mit der privaten Lebenssituation kommen. Viele hier von euch sagen, die die davon betroffen sind haben genug, das juckt die nicht, sollen sich mal nicht so haben. Hat euch auch niemand gezwungen einen Job mit weniger Wochenstunden anzunehmen, einen gewissen Berufszweig einzuschlagen, einen Wohnort zu wÀhlen und deshalb am Ende eben nicht vom Soli oder hohen SteuersÀtzen betroffen zu sein.
Mit diesen freiwilligen privaten Entscheidungen der Lebenssituation sind aber noch Dinge verbunden, zu denen man gezwungen wird: BeitragshöchstsĂ€tze bei Krankenversicherung (ja klar, kann man dann auch nicht versichern oder super billig, aber wer macht das schon), Rente oder Versorgungswerk. Trage dadurch also auch noch einen groĂen Teil zur Gesellschaft bei.
Können auch alle im Sozialismus leben und uns ein StĂŒck Brot teilen, wennâs dich glĂŒcklich macht. Come on
Es ist what-aboutism zu sagen, dass ich das nicht schlecht finden darf, nur weil eine andere Gruppe ungerecht behandelt wird. Das ist ein völlig anderes Problem.
Wenn du halt nicht 200k Brutto im Jahr hĂ€ttest, sondern 1mio, wĂŒrdest du halt exakt genauso argumentieren und sagen, dass du ja weit von superreich entfernt bist.
Ihr tut hier aber auch so, als wÀre man 75k p.a. super reich und braucht sich um Geld gar keine Sorgen mehr zu machen. RealitÀt sieht trotzdem so aus, dass man sich damit als Single nur eine 1-Zimmer Wohnung als Eigentum leisten kann (vom kleinsten Dorf mal abgesehen).
Da darf man sich schon Ă€rgern, dass man âbereitsâ ab 74k weitere Abgaben abdrĂŒcken muss, bevor man sich vernĂŒnftiges Eigentum oder eine gute private Altersvorsorge leisten kann.
Nö, und von 200k bin ich selbst auch noch ein StĂŒck entfernt. Trotzdem ziehe ich dort die Grenze.
Kann solche Meinungen nicht ganz nachvollziehen. Du kannst dir bei 74k Brutto keine gute private Altersversorge leisten? WĂŒrde bedeuten, weniger als 10% der deutschen können sich das leisten?
Ich gehe davon aus, dass der GroĂteil der Deutschen finanzielle Probleme in der Rentenzeit haben wird, ja.
e: Man muss auch bedenken, dass die allermeisten, die 75k aufwĂ€rts verdienen, das nicht seit dem ersten Job kriegen. Wenn du 15-20 Jahre zum Medianlohn arbeitest (40-50k) und durch Weiterbildung und/oder Jobwechsel bei 74k ankommst, hast du bis dahin weder ordentlich in die private Altersvorsorge, noch in Eigentum investieren können. Dann hast du mal mehr Geld und musst neben den ohnehin hohen Abgaben noch eine Abgabe zusĂ€tzlich abdrĂŒcken.
ich finde man kommt mit dem Gehalt sehr gut ĂŒber die Runden, wenn man sich mit Miete und Renteneintritt mit 67 zufrieden gibt.
Das war nicht die Frage. Wer bei 74k Brutto keine gute private Altersversorge hat, macht was falsch. Ausnahmen bestÀtigen die Regel.
Was braucht man denn Brutto fĂŒr eine gute Altersversorge? 100k? 150k?
Siehe edit oben. Kommt ja nicht nur aufs Gehalt an, sondern wann man das Niveau erreicht. 100k machen den Braten auch nicht fett, wenn du davor 30 Jahre kein Eigentum oder ordentlich in die private AV investieren konntest.
Finde die Grenze bei 73k daher etwas niedrig, fÀnde 100k aufwÀrts angemessener, da mit den zusÀtzlichen 27k ET/priv AV abgedeckt ist und die zusÀtzliche Abgabe dann nicht wehtut.
Problem ist leider halt viel zu oft das Menschen mit steigendem Einkommen primÀr erstmal ihren Lebensstil nach oben skallieren und das Thema Altersvorsorge dezent vernachlÀssigen.
Stimme dir somit zu 100%. Wer mir sagen will er kann mit 74k im Jahr keine gescheite Altersvorsorge aufbauen der labert gelinde gesagt scheiĂe.
Man kannst selbst mit 50k im Jahr immernoch gut in die Altersvorsorge investieren solang man seine Kohle halt nicht primĂ€r fĂŒr Konsum raushaut.
Hab gesehen, dass ich als Lehrer in Berlin 2024 Soli gezahlt habe.
Obwohl ich am Anfang der Grenze stehe, juckt mich das 0,0% und gönne jedem die 100âŹ, der davon profitiert, ist eine Party weniger im Monat.
WĂŒrde mich trotzdem freuen, wenn man nach oben den Spitzensteuersatz anhebt und die Reichensteuer einfĂŒhrt.
74k zu versteuerndes Einkommen sind ca 89k brutto.
Das sind schon noch Unterschiede.
Stimmt, hab ich komplett auĂen vor gelassen. Dann find ich das deutlich angemessener.
Danke fĂŒr den Hinweis.
Wird der Osten ĂŒberhaupt noch finanziell vom Bund gefördert? Hatte nur was bis 2019 gefunden (Aufbau Ost)
Also irgendwie argumentiert ihr fĂŒr mich komisch. Ihr stellt Leute mit 80k als reich dar die noch mehr Abgaben zahlen mĂŒssen. Dabei lĂ€sst ihr jegliche Inflation und Teuerung der letzten Jahre auĂen vor.
In meiner Gegend bekommst du kein Einfamilienhaushaus unter einer Million.
Selbst mit 80k bist du weit davon entfernt dir das leisten zu können.
In diesen HĂ€usern wohnen aber Leute, die frĂŒher zur mittelschicht gehörten und diese HĂ€user mit einem Mittelschichtgehalt erworben haben.
Also entweder man schafft es den Preis der HĂ€user, Handwerker, Material etc. zu reduzieren (was natĂŒrlich nicht möglich ist) oder aber man versucht GehĂ€lter zu erhöhen und dann mĂŒssen auch diese Steuergrenzen und Abgabegrenzen höher gesetzt werden. Dann darf es auch nicht heiĂen oh der der 100k verdient muss extra mehr zahlen.
Weil dann kann sich keiner mehr Eigentum leistenâŠ
Wo dann eine gute Grenze ist wo man mehr abziehen kannl lÀsst sich ja diskutieren.
Da es eh prozentual ist zahlt man ja eh mehr, je mehr man verdientâŠ
⊠weil ja auch die hĂ€user nicht teurer werden, wenn alle mehr geld verdienenâŠ
die probleme sind steigende vermögensungleichheit, die es einigen ermöglicht, sehr viel mehr wohnraum zu sehr viel höheren preisen als investition zu erwerben sowie komplett vernachlĂ€ssigter sozialer und genossenschafltlicher wohnungsbau, der sonst ein gĂŒnstigeres mietangebot geschaffen hat um die renditekalkulation und den preiseffekt der investoren ein bisschen einzugrenzen.