gut, aber diese finanzierungshilfe brauchen wir nicht nur in ostdeutschland. vllt sollten wir alle steuern einfach noch etwas erhöhen?
Der Soli ist nicht zweckgebunden, d.h. die Einnahmen fließen einfach in den Haushalt und können dann von der Regierung für alles genutzt werden.
Wer das btw im Jahr 2025 noch nicht gerafft hat, sollte Weltgeschehenthreads vielleicht allgemein meiden.
Man muss sich nur anschauen, wer den Soli bezahlt in Deutschland, somit ist er richtig und wichtig.
Auch wenn es hier einige betrifft. Man sollte das große Ganze sehen.
What-aboutism.
das ist ja dann ein grund mehr ihn abzuschaffen. kann man lieber eine vernünftige reichensteuer einführen
Du argumentierst gerade mit deiner privaten Lebensführung gegen den Soli? Du hast ausschließlich Dinge genannt zu denen dich keiner zwingt, sondern du dir aus absolut freien Stücken ausgesucht hast. Das ergibt so eher weniger Sinn.
Hab jetzt nicht ganz mitbekommen wo du wohnst aber deine Argumentation sieht so aus:
Von deinem 200k Gehalt bleibt ja auch nicht so viel übrig, weil die Luxusbude in der Münchener/Frankfurter/Hamburger Innenstadt ja total teuer ist.
Come on… Kannst du nicht ernst meinen
nein, das ist kein whataboutism. deine argumentation, warum du das „verdienst“ was du verdienst, könnte ziemlich genau von einer der berufsgruppen stammen, die ich genannt habe. leider verdienen die aber nicht so gut.
es ist ok, dass du so viel geld bekommst, aber versuch dir doch diese ungerechtigkeit nicht schönzureden ;)
„Luxusbude“ ist schon hart übertrieben. Man bezahlt hauptsächlich einfach nur für die Lage.
Ich argumentiere damit auch - wie geschrieben - eher gegen die Aussage, dass man sich ab einem gewissen Einkommen nicht mehr beschweren dürfe, da man sich ja quasi eh alles leisten könne und es anderen viel schlechter geht etc.
Kann man umgekehrt genauso mit der privaten Lebenssituation kommen. Viele hier von euch sagen, die die davon betroffen sind haben genug, das juckt die nicht, sollen sich mal nicht so haben. Hat euch auch niemand gezwungen einen Job mit weniger Wochenstunden anzunehmen, einen gewissen Berufszweig einzuschlagen, einen Wohnort zu wählen und deshalb am Ende eben nicht vom Soli oder hohen Steuersätzen betroffen zu sein.
Mit diesen freiwilligen privaten Entscheidungen der Lebenssituation sind aber noch Dinge verbunden, zu denen man gezwungen wird: Beitragshöchstsätze bei Krankenversicherung (ja klar, kann man dann auch nicht versichern oder super billig, aber wer macht das schon), Rente oder Versorgungswerk. Trage dadurch also auch noch einen großen Teil zur Gesellschaft bei.
Können auch alle im Sozialismus leben und uns ein Stück Brot teilen, wenn’s dich glücklich macht. Come on
Es ist what-aboutism zu sagen, dass ich das nicht schlecht finden darf, nur weil eine andere Gruppe ungerecht behandelt wird. Das ist ein völlig anderes Problem.
Wenn du halt nicht 200k Brutto im Jahr hättest, sondern 1mio, würdest du halt exakt genauso argumentieren und sagen, dass du ja weit von superreich entfernt bist.
Ihr tut hier aber auch so, als wäre man 75k p.a. super reich und braucht sich um Geld gar keine Sorgen mehr zu machen. Realität sieht trotzdem so aus, dass man sich damit als Single nur eine 1-Zimmer Wohnung als Eigentum leisten kann (vom kleinsten Dorf mal abgesehen).
Da darf man sich schon ärgern, dass man ‚bereits‘ ab 74k weitere Abgaben abdrücken muss, bevor man sich vernünftiges Eigentum oder eine gute private Altersvorsorge leisten kann.
Nö, und von 200k bin ich selbst auch noch ein Stück entfernt. Trotzdem ziehe ich dort die Grenze.
Kann solche Meinungen nicht ganz nachvollziehen. Du kannst dir bei 74k Brutto keine gute private Altersversorge leisten? Würde bedeuten, weniger als 10% der deutschen können sich das leisten?
Das haben die Medien und Politiker echt gut hinbekommen.
Es werden lieber Wohlhabende beschützt, weil diese den Soli abdrücken müssen. Ich frage mich gerade, wie viele Wohlhabende wegen des Solis Insolvenz anmelden mussten.
Die werden sicherlich mit 200 €-Scheinen ihre Tränen abwischen, wenn sie sehen, dass der Soli wieder abgezogen wurde.
Ich gehe davon aus, dass der Großteil der Deutschen finanzielle Probleme in der Rentenzeit haben wird, ja.
e: Man muss auch bedenken, dass die allermeisten, die 75k aufwärts verdienen, das nicht seit dem ersten Job kriegen. Wenn du 15-20 Jahre zum Medianlohn arbeitest (40-50k) und durch Weiterbildung und/oder Jobwechsel bei 74k ankommst, hast du bis dahin weder ordentlich in die private Altersvorsorge, noch in Eigentum investieren können. Dann hast du mal mehr Geld und musst neben den ohnehin hohen Abgaben noch eine Abgabe zusätzlich abdrücken.
ich finde man kommt mit dem Gehalt sehr gut über die Runden, wenn man sich mit Miete und Renteneintritt mit 67 zufrieden gibt.
Das war nicht die Frage. Wer bei 74k Brutto keine gute private Altersversorge hat, macht was falsch. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Was braucht man denn Brutto für eine gute Altersversorge? 100k? 150k?
Siehe edit oben. Kommt ja nicht nur aufs Gehalt an, sondern wann man das Niveau erreicht. 100k machen den Braten auch nicht fett, wenn du davor 30 Jahre kein Eigentum oder ordentlich in die private AV investieren konntest.
Finde die Grenze bei 73k daher etwas niedrig, fände 100k aufwärts angemessener, da mit den zusätzlichen 27k ET/priv AV abgedeckt ist und die zusätzliche Abgabe dann nicht wehtut.
Problem ist leider halt viel zu oft das Menschen mit steigendem Einkommen primär erstmal ihren Lebensstil nach oben skallieren und das Thema Altersvorsorge dezent vernachlässigen.
Stimme dir somit zu 100%. Wer mir sagen will er kann mit 74k im Jahr keine gescheite Altersvorsorge aufbauen der labert gelinde gesagt scheiße.
Man kannst selbst mit 50k im Jahr immernoch gut in die Altersvorsorge investieren solang man seine Kohle halt nicht primär für Konsum raushaut.
Hab gesehen, dass ich als Lehrer in Berlin 2024 Soli gezahlt habe.
Obwohl ich am Anfang der Grenze stehe, juckt mich das 0,0% und gönne jedem die 100€, der davon profitiert, ist eine Party weniger im Monat.
Würde mich trotzdem freuen, wenn man nach oben den Spitzensteuersatz anhebt und die Reichensteuer einführt.