Eine zentrale gesetzliche Vorgabe lautet daher, dass Kundinnen und Kunden anbieterübergreifend grundsätzlich maximal 1.000 Euro im Monat bei Online-Casinos und Wettanbietern einzahlen dürfen. […] Trotzdem können Spielende noch weitaus mehr einzahlen. In diesem Fall jedoch müssen die Anbieter, die „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ ihrer Kunden überprüfen, sollen also sicherstellen, dass sich niemand in den Ruin zockt. Die Richtlinie zum Glücksspielstaatsvertrag fordert dafür etwa „Einkommensteuerbescheide oder andere Einkommensnachweise und Bankauszüge.“
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Recherchen von Investigate Europe, Monitor und Zeit Online zeigen, dass diese wichtige Vorgabe zum Spielerschutz durch die Landesinnenminister im November 2022 praktisch außer Kraft gesetzt wurde. Dies geschah durch eine bisher geheime Vereinbarung in einem gerichtlichen Vergleich mit Sportwettenanbietern, die gegen Vorgaben zum Spielerschutz geklagt hatten.
Der Vergleich gilt heute flächendeckend in Deutschland und erlaubt es den Anbietern eine sogenannte Schufa-G-Abfrage als Vermögensnachweis zu akzeptieren, obwohl mit dieser speziell für die Glücksspielbranche entwickelte Prüfung weder das Einkommen noch das tatsächliche Vermögen der Spielenden erfasst wird. In einem Versuch konnte das Rechercheteam nachweisen, dass sogar ein Student mit einem Monatseinkommen von rund 1.000 Euro sein Einzahlungslimit auf 10.000 Euro monatlich hochsetzen konnte.
haha, ganz ehrlich: dann können sie es auch gleich lassen.

Dass Dänemark uns Jahrzehnte voraus ist in Sachen Digitalisierung? Richtig.