Ahh okay. Hatte das ganze positiver in Erinnerung in Spanien. Die Regelungen in Spanien sind wirklich blöd. Da überlegt man es sich wirklich 3 mal sich nicht krank zur Arbeit zu schleppen 
Das hab ich nie geschrieben! Und ich kenne die gesetzliche Regelung. Nur ich behaupte einfach mal, dass es nicht nur eine kleine Minderheit der AG ist die auf eine AU ab dem ersten Tag pochen!
Wir arbeiten weniger als viele andere EU Staaten, deutlich weniger als die Schweiz mit 42 Wochenstunden. Die arbeitskultur kann die hohen kranktage nicht erklären im Gegenteil wäre die Arbeitskultur so krass würden sich Leute ja eher weniger krank melden.
Mich persönlich interessiert viel mehr wieso sind denn die deutschen deutlich mehr krank gemeldet als andere Länder glaub dass ist die interessante Frage. Das manche Leute hier das cozy System ausnutzen weil du schlecht gefeuert werden kannst sollte klar sein
Alles wird immer effizienter und man arbeitet fast noch genauso viel wie vor 100 Jahren. Ist das überhaupt noch zeitgemäß? Fällt es überhaupt ins Gewicht, dass manche krank zu Hause statt in der Arbeit sind? Klar, hier und da wird es schon wehtun, aber im Großen und Ganzen sollte das doch gar keine Relevanz haben. Viel mehr ist es doch gut, dass die Leute in Arbeit sind und damit einem geregelten Leben nachgehen können. Ansonsten hast du wieder den Fall, dass die sich aus Langeweile im Internet ein paar mal falsch abbiegen und dadurch noch deutlich größere Probleme machen.
Das wir weniger Arbeiten in Deutschland ist ne Statistik, die gerne durchs Dorf getrieben wird.
In Deutsch gibt es viele Teilzeit Arbeitnehmer(oft Frauen). Bei den Vollzeit Arbeitnehmern liegen wir im EU Schnitt (gut, 0,1 Stunden die Woche weniger).
Das „in DE Arbeiten wir immer weniger“ ist ne FDP/CDU Parole. Tatsächlich arbeiten seit den 70er immer mehr Leute, durch die hohe Teilzeitquote wird die Wochenarbeitszeit aber stark reduziert.
Aber Deine Statistik zeigt doch, dass wir deutlich weniger arbeiten?
Wir sind halt fast überall unter dem EU-Durchschnitt und trotzdem haben wir die höchste Krankenquote. So’n System wie in Spanien ist natürlich Murks, aber wenn wir eben auf einen demografischen Wandel zulaufen, bzw. eher uns in einem befinden, müssen wir unsere Produktivität steigern.
Wir arbeiten halt im Schnitt der EU. Das ist dann wohl nicht wirklich „weniger“.
Ggf. Gibt es die vielen Krankentage gerade wegen des demografischen Wandels oder wegen unserer unfassbar schlechten Kinderbetreuung. Das eben in Deutschland vermehrt Menschen (wie gesagt, idR Frauen) nur in Teilzeit arbeiten, hat ja definitiv den Grund der Pflege/Erziehung.
Früher, ohne Frauen in Teilzeit, war die gesamt arbeitsquote deutlich höher(wer nicht arbeitet, wird nicht eingerechnet)
Da seit den 70ern einfach 20 Millionen mehr arbeiten, arbeitet man in Deutschland sicher nicht „historisch so wenig wie noch nie“.
Schau mal hier:
Konkret lag der EU-weite Durchschnitt der wöchentlichen Arbeitszeit bei den 15- bis 24-Jährigen bei 16,0 Stunden, in Deutschland bei 13,9 Stunden. In der mittleren Altersgruppe von 25 bis 54 Jahren arbeiteten Teilzeiterwerbstätige 2023 im EU-Durchschnitt 23,4 Stunden. Deutschland lag mit 23,1 Stunden leicht darunter .
Soviel zu den Teilzeiterwerbstätigen Stunden und dann Teilzeitquote:
Da sind wir im oberen Drittel beides spricht aber auch nicht für eine krasse Arbeitskultur (Mythos kommt wohl noch von der Nachkriegszeit).
Mal noch was subjektives dabei, hab in Deutschland bis auf die entsprechen Branchen (Finanz, Anwälte oder andere bekannte Branchen) nie was von einer harten Arbeitskultur mitbekommen, klingt für mich daher, auch belegt durch die Statistiken, nach einer simplen Ausrede für die hohen Krankheitstage. Denke der Grund muss woanders liegen (wodran genau weisss ich auch nicht) finde es nur erschreckend wie hoch die Tage sind von daher finde ich die Aussage von Bäte jetzt nicht komplett unpassend.
Die Frage ist auch immer, ob wir wirklich weniger leisten. Nur weil jemand zeitlich mehr arbeitet, heißt das nicht automatisch, dass er auch mehr leistet.
Ich weiß nicht, wie viele hier schon mal im Ausland gearbeitet haben, aber je nach Land herrschen da auch ganz andere Mentalitäten als bei uns.
Ständig wird über Effizienz und 4 Tage Woche geredet und auf einmal holt man wieder stupide Arbeitsstunden/Woche Statistiken raus.
Der Typ fährt jedes Quartal Gewinne des Todes ein, erhöht die PKV deutlich und will jetzt durch solche Aussagen schlicht mehr Kohle. Wie kann man so etwas nicht unpassend finden?
Gerade weil du damit nicht das erreichst, was du vorgibst. Du bestraft eben nicht die Blaumacher. Aber wir drehen uns im Kreis.
Also falls das auch für Erzieher und Pflegekräfte geplant sein soll, dann gute Nacht.
Gerade Erzieher halt durch die Kinder öfter mal krank. Dann verdienen sie eben noch weniger. Lieber die Kinder noch anstecken.
Das ist für gar keinen geplant. Da kriegt einfach jemand den Hals nicht voll.
Als nächstes bitte dann die 6-Tage Woche einführen, denn mehr Produktivität bedeutet mehr Wohlstand.
Studien, die bezeugen, dass eine 4-Tage-Woche eine gleichbleibende (bzw. sogar teils erhöhte) Produktivität bezweckt, würde Bäte und Verfechter seiner Aussagen komplett implodieren.
Dass man im Jahre '25 noch immer über solche populistischen Dummaussagen diskutieren muss, weil ein verschwindend geringer Anteil noch immer diese Alman-Arbeitsmentalität von vor 100 Jahren hat, leuchtet mir auch nicht ein. Wurde doch schon mehrfach wissenschaftlich aufgezeigt (sogar in dieser Diskussion), dass mehr Arbeitsstunden=mehr Produktivität (betrifft ja genauso Krankheitstage) Wirtschaftspopulismus von irgendwelchen reichen Konzernführern oder Besserverdienerparteien ist.
Mehr Arbeitszeit ungleich Produktivität
Ich arbeite bei einem Deutschen Großkonzern und hier ist AU ab Tag 1 Pflicht. Meine Freundin arbeitet bei einem größeren int Arbeitgeber. Da auch. Denke ohne eine Statistik rühren wir hier im dunkeln.
du wirst immer nen Anteil an Leuten haben die Systeme ausnutzen. Aber warum dann für alle beschissener machen nur um den Anteil zu verringern? Alle leiden lassen für nen marginalen gain? Für wen ergibt das Sinn?
Zu den Krankheitstagen. Meine völlig anekdotische Erfahrung sind kranke Kinder. Wilde Theorie wäre, dass unser Betreuungsschlüssel bei Kindern anders aussieht. Dadurch sind mehr Kinder auf einen Raum und die verteilen untereinander die Viren und tragen die dann in die Familien. Reicht ja meist auch das ein Kind krank ist und dann nacheinander beide Elternteile ausfallen.
Aber belegen kann ich das natürlich nicht.
Aber du redest doch selber davon dass wir weniger arbeiten, weil eine Statistik zeigt, dass die Griechen deutlich mehr arbeiten? In der Statistik auf die du dich da berufst, ist nicht die Rede von Produktivität. Einfach stupide Wochenarbeitsstunden.
Können ja gerne mal die anderen ihre Erfahrungen posten. Hatte bisher 4 AG und überall war AU nur notwendig, wenn länger als 3 Tage krank. Zeugt halt auch von Vertrauen vom AG zum AN.
Ich weiß, wenn wir aber die Wochenarbeitsstunden beibehalten wollen, und auch die Krankheitsbedingten Ausfälle aufgrund diverser Thematiken, die hier auch genannt wurden, müssen wir eben unsere Produktivität steigern, wenn wir immer weniger Erwerbstätige in Zukunft haben werden.
Da sind Politik sowie gerade AG gefragt.
AG müssen wieder mehr investieren, u.a. auch die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter. Allein Corporate Benifits-Angebote, Sportangebote, von mir aus Power-Nap-Möglichkeiten, Deutschlandticket-Übernahme, Jobrad, whatever.
Allg. sollte man an den Begrifflichkeiten Arbeit"nehmer" und Arbeit"geber" arbeiten
Müssen wir das? Hast du denn eine Statistik dazu? Warum müssen wir denn unsere Produktivität steigern? Und wo liegen wir im Vergleich zu anderen?
Fragen über Fragen.
Forderst du mehr Produktivität um das Einkommen/Ertrag einiger weniger zu sichern bzw. weiter zu maximieren?
Habe gerade am Handy keine Statistik zur Hand, aber der demographische Wandel ergibt für mich folgende Situation:
Zumindest verlieren wir bis 2035 18 Millionen Arbeitskräfte (Boomer-Generation) und nur 11 Millionen potenzielle Arbeitskräfte kommen nach. (Müsste nach der Statistik allerdings suchen). Wir sind auf Produktivitätzuwachs eines einzelnen angewiesen. Und auf Einwanderung, aber das ist wieder 'n anderes Thema
Nur mit einer jährlichen Nettozuwanderung von 400.000 Personen bleibt das Arbeitskräfteangebot langfristig konstant - IAB - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.