Korrekt, daher kannst du auch ein Geschlecht nicht einfach aus der Definiton ausschließen. Natürlich gibt es Rassismus gegen Männer. Genauso wie es Rassismus gegen Frauen gibt. Rassismus bleibt Rassismus, egal gegen welches Geschlecht er ausgeübt wird. Nochmal: Ich hab nirgends geleugnet, dass es dieses Problem nicht gebe. Natürlich gibt es das un es ist ein Problem. Wir müssen uns nur die Anzahl der Femizide anschauen, um zu sehen, dass das Problem auch größer ist, als die Gewalt die von Frauen gegen Männer ausgeübt wird. Daher wäre es auch Quatsch das zu relativieren, was ich aktiv nicht gemacht. Und es war auch nicht mein erster Post, sondern mein fünfter :P
Ich werfe dir auch nicht vor blaubraun zu denken. Ich werfe dir vor, den Shitstorm und seine Dimensionen nicht zu hinterfragen („geht der blaubraunen Wellte nicht auf den Leim“) und stattdessen stupide einzusteigen.
Mir ist die Intention der T-Online Presse und die Meinungsmache schon klar. Ich übernehme das auch nicht unreflektiert. Mein Diskussionspunkt war aber eigentlich ein ganz anderer. Die Thematik war dafür nur der Aufhänger. Nämlich die Hybriss hinter der ganzen Thematik. Ich gebe zu, dass das was jetzt folgt, ich in meinem Ausgangspost nicht klar gemacht habe. Mein Fehler. Allerdings ist mir das Thema auch relativ schnell entglitten. Auch mein Fehler. Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte:
Wir (damit definiere ich mal den reflektierten und aufgeklärteren Teil der Bevölkerung) verhalten uns, wenn es uns thematisch passt, in Diskussionen ähnlich wie jene, die wir kritisieren. Sorry, dass ich hier nochmals die AFD als Beispiel bemühen muss: Wenn die AFD oder die Neurechten eine rassistische Aussage machen, die aber faktisch nicht rassistisch ist, aber damit eindeutig rassitisches Priming betrieben wird, dann kritisieren wir das mit Dingen wie: „Also wenn du nicht siehst, was die da machen, dann bist du ganz schön blind.“ Ich beobachte aber eben super oft, auch im Freundeskreis, dass wir da nicht besser sind. Wie sollen wir also zu einer anständigen Diskussionskultur zurückfinden, wenn Standards immer nur für die anderen gelten sollen? Ist eine Thematik, die mir in letzter Zeit vermehrt aufgefallen ist. Besonders, wenn es um die Zuschreibung von Eigenschaften geht, die gerne mal bei Wählern aus verschiedenen Gruppen gemacht werden. Keine Ahnung, vielleicht bin ich auch sensibler diesbezüglich geworden, aber eine Verrohung der Diskussionskultur findet auf allen Seiten statt. Wer dafür die Hauptschuld trägt (wir wissen alle wer), ist dabei erstmal zweitrangig.
Es hätte auch ein ganz anderer Ausgangspunkt sein können, mit dem ich dieses Problem aufgreifen hätte können. Entschuldige, falls ich da bei dir @mugsh0t vielleicht irgendwas getriggert hab und du persönliche Erfahrungen damit gemacht hast (ernst gemeint!).
Damit würde ich mich auch aus der Diskussion rausziehen.