Ich kann nichts dafür, dass bei dir bei dieser Thematik der umgekehrte Halo-Effekt einsetzt. Nur weil ich die Aussage dumm und verallgemeinernd finde, relativiere ich weder die existierende Gewalt von Männern gegen Frauen noch heiße ich sie gut. Es mangelt mir auch nicht an der Fähigkeit zur Einordnung eines Relativsatzes. Das Beispiel ist nicht hanebüchen, sondern einfach nur plakativ und provozierend – genau wie die Originalaussage. Stigmatisierung auf Basis eines Merkmals, mehr nicht.
Ich glaube, ich habe hier im Forum schon häufig genug meine politische Couleur zum Ausdruck gebracht, sodass klar sein sollte, dass ich nicht hinter misogynen, rassistischen oder sonstigen antihumanistischen Aussagen stehe. Deswegen kritisiere ich auch jene, die diese Aussagen verteidigen wollen, wie ihr es tut. Mir ist der politische Background der entsprechenden Person dabei vollkommen egal. Ich würde auch eine Frau, die über Frauen eine entsprechende Aussage trifft, kritisieren. Obwohl ich nicht deren Geschlecht angehöre.
Ja, wäre es. Nur gibt es weder Rassismus noch Sexismus gegenüber Männern. Insofern halt zwei klägliche Versuche, Männer zu opfern zu machen.
Es gibt keinen Rassismus gegenüber Männern?! Ich glaube, das sehen viele Männer mit einem Background aus dem Nahen Osten, die in Deutschland leben, anders. Auch ist mehr als jeder zweite Mann von Gewalt in Partnerschaften betroffen. Das bedeutet trotzdem nicht, dass ich Frauen als potenzielle Gewalttäterinnen betrachte.
Manchmal würde einigen hier eine gewisse Neutralität nicht schaden. Das einzige Thema, das ich hier eigentlich ansprechen wollte, war, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass viele Menschen diese Aussage nicht als problematisch oder stigmatisierend erachten, während eben jene Menschen die ersten sind, die ein solches Verhalten an anderen Stellen in anderem Kontext, zu Recht, kritisieren.
