Nachrichten aus Deutschland

Falls einer von euch beim Bund war oder Zivi gemacht hat, schaut mal auf eure Lohnzettel von damals. Fielen mir kürzlich beim Aufräumen in die Hände.

was sollen diese „gemeinnützigen arbeiten“ sein und warum sind sie so wichtig, dass man sie erledigt, obwohl man dafür aber niemanden anstellen will, um ihn fair zu bezahlen?
gib den leuten doch einfach einen scheiß job, von dem sie leben können…

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Lass es dem Wirtschaftsstandort Deutschland noch schlechter gehen, lass die AfD Regierungsgewalt bekommen.
Dann wird das Fließband bei Porsche ganz schnell zur gemeinnützigen Arbeit

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Leute so geht nun mal christliche Politik. Regt euch ab.

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genau das regt mich dabei auch auf. Viele von denen wollen ja arbeiten, nur dürfen sie das nicht. Und dann sowas. Soviel kann ich gar nicht essen…

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In Schwerin geht es ja zusätzlich auch um bürgergeldempfänger.

Oder du sagst es uns einfach da wohl kaum jemand noch einen Lohnzettel vom Bund aufgehoben hat? Ich z.B. war 2007 dort. Als ob ich noch irgendeinen Wisch davon habe :slight_smile:

Zwangsarbeit evtl?

Finde auch die „gemeinnützigen Arbeiten“ spannend: Grünflächenamt und Winterdienst sind gemeinnützig?

Also bei uns kommen nach Ladenschluss noch Leute, die den Parkplatz aufräumen, Einkaufswagen „richtig“ verteilen. Sowas vllt.

Halt irgendwelche Sachen, für die man sonst nen Hausmeister hätte

Das liest sich richtig gruselig.

Der Einsturz der Carolabrücke war mit herkömmlichen Methoden nicht vorhersehbar

Die noch stehenden Teile der Carolabrücke weisen enorme Korrosion und Schäden durch den Brückeneinsturz auf. Es bleibt nur der Abriss. Es ist zu riskant und nicht zu vertreten, sie wieder für den Verkehr freizugeben.

Die Untersuchung der Spannglieder der noch stehenden Brückenzüge A und B habe einen überraschend maroden Zustand gezeigt. „Allein beim Freilegen für die Diagnose sind weitere Drähte gebrochen“, sagte Marx. Die Drähte seien zudem an Stellen gebrochen, wo überhaupt kein Verdacht vorher bestand. Die Prüfer seien richtig erschrocken, als es zwischendurch knallte und weitere Stahldrähte einfach zerbrachen.

„Die einzige Möglichkeit ist, diese Schäden mit einem Schallemissionsverfahren zu hören“, erklärte der Experte. Dies sei aber enorm teuer und würde deswegen sparsam angewendet.

"Es wurde beim Bau der Brücke nicht geschlampt. Die Ausführungsqualität der Brücke sei unter den damaligen Voraussetzungen enorm gut gewesen.

"Wir haben eine herausragende gute Pressqualität beim Mörtel festgestellt.“, sagte Marx. Das sei jedoch auch in gewisser Weise eine Tragik gewesen, weil man dadurch die Schäden im Bauwerk nicht sehen konnte. Deutschlandweit gebe es etwa 1.000 Brücken dieser Bauart. Man habe auch eine Brücke in der westdeutschen Stadt Hagen gesperrt. Die im Jahr 1980 eingestürzte Kongresshalle in Berlin zeige, dass Bauwerke mit Spannstahl auch im westlichen Teil Deutschland einbrechen konnten.

ja, cool. offenbar gibt es dinge, die gemacht werden müssen. dann gibt es ja wohl eine stelle dahinter, die den mindestlohn einbringt.

Ehm… Was? Ist doch vollkommen egal was das kostet? Das sind im schlimmsten Fall Menschenleben und da dann auf die Kosten schauen, puh…
Für manch andere Projekte sind schon Milliarden in den Wind geschossen worden.

Sind die herkömmlichen Methoden dieses lustige Klopfen, das man bei Böhmermann (?) oder so gesehen hat?

Gleicher Gedanke.
Für mich immernoch ein absolutes Wunder das bei dem Einsturz niemand verletzt oder gar getötet wurde.
Wenn am Ende doch was passiert wäre mit Personenschaden, will’s am Ende wieder keiner gewesen sein. Traurig.

Klar, oder es wird irgendein Mitarbeiter ne halbe Stunde vor Feierabend noch schnell mit dem Besen rausgeschickt ;D

Find’ nur ich das in sich total widersprüchlich?

„Es wurde beim Bau der Brücke nicht geschlampt. Die Ausführungsqualität der Brücke sei unter den damaligen Voraussetzungen enorm gut gewesen.“
… aber nach 40 Jahren zerbröselt das Ding?! An der Nordseeküste stehen so Naziurlaubsbauten, die bekommen seit 80 Jahren Salzwasser ab. Wir haben Bunker, die sich nicht sprengen lassen und Staudämme, die 24/7/365 unter enormem Druck stehen. Aber eine Brücke, die nach 40 Jahren bricht war voll gut gebaut und ist „überraschend marode“? Hä?!

FSJ 2011/2012: ~2€/Stunde bei 12h Schichten.

Nicht zur Rechtfertigung, nur zur Info.

bei mir waren Zivi 2010 3€/h. Allerdings inkl. Kleider-, Essens- und andere -geld, was einen großen Teil ausgemacht bat. Reiner Lihn waren irgendwie um die 10€ pro Kalendertag, wenn ich das noch recht zusammenkriege.

Glückspilz, bei mir war das alles nicht dabei :/

Vor dem Hintergrund sind 80 cent zwar noch immer frech, aber nicht mehr so weit weg.

Jo, genau. Der reine Sold – jaja, kein Gehalt, diesdas, leck mich, Staat :D – war winzigst und wer Glück hatte, bekam Zulagen für Verpflegung, Kleidung und so. Wer Pech hatte und theoretisch in der Arbeitsstätte essen konnte, bekam schon mal kein Essensgeld. Die genauen Beträge hab ich nicht mehr zur Hand, aber es waren niedrigste einstellige Eurobeträge auf die Stunde.

Weiß auch nicht mehr, wo ich die Zettel dann lachend abgelegt hab’, @han_solo

Eben versucht auf die Schnelle was zu finden, Zahlen von 2001 aus’m PDF vom Bundesministerium für Familie usw.

Soldgruppe 1 (1.-3. Dienstmonat) 7,41 €
Soldgruppe 2 (4.-6. Dienstmonat) 8,18 €
Soldgruppe 3 (7.-11. Dienstmonat) 8,95 €

…am Tag.

Zuschläge

Verpflegungsgeld 5,98 €
Arbeitskleidung 1,18 €
Mobiliätszuschl. 31-50 km 0,51 € / bei 51-100 km 1,53 € / ab 101 km 3,07 €

Laut Wiki, gab’s ab 2010 Tagessold i. H. v. 9,41 € / 10,18 / 10,95 €