Da die Diäten bei uns niedrig sind, müssen Abgeordnete nebenbei noch arbeiten gehen 
Nebeneinnahmen von Parlamentariern sind zulässig, solange das Mandat im Mittelpunkt steht. Eine Recherche zeigt den Umfang ihrer Einkünfte neben den Diäten. Die meisten Nebenjobs gibt es demnach bei Union und FDP.
Fast die Hälfte der Bundestagsabgeordneten hat einer Recherche zufolge in der laufenden Legislaturperiode Nebeneinnahmen bezogen. Das ergab eine Auswertung der veröffentlichungspflichtigen Angaben auf bundestag.de durch den Spiegel und die Plattform Abgeordnetenwatch.
Am höchsten ist der Anteil der Parlamentarier mit Nebenjob in den Fraktionen von Union und FDP.
63 Prozent der Unionsfraktion verdient zusätzlich
Demnach haben 337 der aktuell 733 Bundestagsmitglieder angegeben, mindestens eine Zahlung erhalten zu haben, die im Zusammenhang mit Tätigkeiten und Funktionen neben dem Mandat stehen oder auf Unternehmensbeteiligungen, Spenden oder Reisekostenübernahmen zurückgehen.
In der Unionsfraktion haben 63 Prozent der Mitglieder Nebeneinnahmen angegeben. Bei der FDP 59, der SPD 43, in der BSW-Gruppe 40, in der Linken-Gruppe 36, bei den Grünen 32 und bei der AfD 22 Prozent.