Krieg in der Ukraine

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NDR Info - Streitkräfte und Strategien
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Hier bitte, viel Spaß beim reinhören und lesen

Hier gab es doch auch welche, die meinten, dass man eben einfach Frieden schließen soll, oder? Iwie hat Russland da, mal wieder, eher weniger Bock drauf. Auch mit Zugeständnissen nicht. Bezeichnend ist folgender Satz:

Man sei schlichtweg nicht daran interessiert, die europäische Position zum Friedensabkommen zu überprüfen, betonte er.

Ich glaube es will uns kollektiv immer noch nicht in die Birne, dass für Putin solche Angebote ein Zeichen von Schwäche sind. Und sobald er Schwäche wittert, ist es ein Anreiz für ihn, weiter voran zu gehen. Ich habe heute mal was zum zweiten Tschetschenienkrieg gelesen und sehe da doch irgendwo ziemliche Parallelen.

Ich denke diese Bemühungen sind wichtig, um zumindest Trump nicht so einfach ausscheren lassen zu können, und auch um gegenüber Russland Entschlossenheit zu demonstrieren.

Aber ja, ich denke auch, dass Russland einfach alles abprallen lassen wird - egal was es für Zugeständnisse geben sollte (abseits von einer Kapitulation). Und denen würde ich sogar zutrauen, dass sie das ablehnen mit dem Verweis, dass sie nur mit den USA verhandeln :)

Schauen wir mal, was Trump und Co dazu sagen werden. Ihm wird schon was einfallen, wieso er wieder auf die Putinschen Forderungen umspringen wird.

Sind halt genau die Leute, die bei jeder Headline sofort aufspringen zu müssen, wenn Trump mal wieder Frieden in der Ukraine verkündet hat und glauben, dass wenn Trump irgendetwas von Frieden redet, das Krieg vor dem Ende steht. Oder, dass mit einem Fall von Prokrowsk der Krieg zu Ende wäre, jene Stadt bei der immer wieder gesagt wird, dass sie eingenommen worden ist und super wichtig ist wegen der Logistik.

Europa scheint aber endlich wer zu werden!

Wer hat sowas behauptet? Da weiterhin Russland die Oberhand hat, wird es für Russland nur einen Frieden geben, wenn Russland die Bedingungen macht und die Ukraine diese akzeptiert. Ich sehe weiterhin nicht, warum Russland aktuell Forderungen der USA oder von Europa akzeptieren sollte.

Was haltet ihr von der Erklärung?
Klingt erstmal sehr stark, vielleicht weil die EU auch gemerkt hat, dass Väterchen Russland gar nicht das Potential hat, irgendwelche Kriegserfolge im Alleingang zu erzielen?

Wie kommst du auf diese sehr seltsame Schlussfolgerung? Warum denkst du, die EU sähe in Russland keine so große Gefahr mehr? Oder was meinst du damit, dass Russland keine Kriegserfolge im Alleingang erzielen könnte? (Was Russland ja ganz offensichtlich grade tut?!?)

Keine Ahnung, was das Ziel der Europäer ist. Vielleicht um Trump auf die „europäische“ Seite zu ziehen. Trump hat ja öfter klar gemacht, was er will: Als Friedensbringer gesehen werden, die Rohstoffe der Ukraine und kein Geld ausgeben, egal ob für die finanzielle oder militärische Unterstützung der Ukraine oder eine militärische Absicherung. Mit der Erklärung, selbst mit einer starken Truppe für die Sicherheit zu sorgen, geht man weit auf Trump zu, der das ja eh immer als „europäisches Problem“ genannt hat.

Vielleicht ist es aber auch nur ein Verhandlungstrick. Es sollte ja relativ klar sein, dass Russland diesen Vorschlag ablehnt. Vielleicht merkt Trump irgendwann, dass er von Putin nur verarscht wird.

Ich denke, vllt missverständlich ausgedrückt, dass die EU mit der Truppe Verantwortung signalisiert in Richtung USA, aber auch Russland zeigt, dass man auch bereit ist mehr zu investieren und es nicht zulässt, dass die Ukraine zusammenfällt, da man ja ausdrücklich Wiederaufbaupläne hat.

weiß nicht, wer das in welchem Umfang hier geäußert hat, aber das ist ja zumindest die Position der Linke, die hier sehr viele Fürsprecher hat.

Zwar etwas OT, aber die BW soll um zusätzlich über 350 Mrd in den nächsten ~15 Jahren ausgerüstet werden. Gute News in der aktuellen Lage.

zu deinem OT - leider 15 jahre zu spät. und 350 mrd reichen leider bei weitem nicht.

Für einen Angriffskrieg-/Vernichtungskrieg in Europa? Vermutlich nicht - im Bündnis gegen Russland? Auf jeden Fall.

auf gar keinen fall reicht das. das 200 milliarden sondervermögen hat bisher wenig an der basis verändert. medienwirksam wurden zwar ein paar flugzeuge bestellt, aber 90% in der truppe merken von dem vermögen kaum etwas. bürokratie und langsame beschaffungsprozesse sorgen dafür, dass neue ausstattung viel zu spät ankommt. zudem fehlt es an qualifizierten fachkräften, die die neuen systeme richtig nutzen können. viele soldaten arbeiten weiterhin mit veralteter ausrüstung, und die nötige modernisierung kommt nur schleppend voran.

Du gibst dir die Antwort doch selber. Das Problem ist nicht die Menge an Geld, sondern die Verwaltung und Berater dahinter.

na und das fehlende personal maßgeblich. weil man auch einfach wirklich nicht gut bezahlt wird, insofern man nicht ins ausland geht.

Fehlendes Personal lässt sich halt nicht mit Geld aufwiegen. Im Ernstfall werden wir halt alle eingezogen. Und somit känme ohnehin eine größere Menge an Soldaten zustande. Wir sind halt kein shit hole Country sind wie Russland, wo 3k Signing Bonus viel ist.
Kannst ja mal hier im Forum fragen, wer für bisschen mehr Geld bereit ist für dieses Land zu kämpfen. Denke die meisten haben an dem Tag kegeln oder Waschtag.

Nochmal - wir verteidigen nicht allein. Ja, die Beschaffung ist müßig, aber doch nur so lange es keine Probleme gibt. Die Bürokratie entsteht doch aus der Dekadenz. Verstehe nicht wie Leute sowas immer noch nicht raffen.

Ich gebe dir ein konkretes Beispiel. Beim Bau einer Schießanlage zahlt die Bundeswehr an Firmen Geld für Lärmschutzgutachten, damit Anwohner nicht klagen können und dass diese so gebaut werden, dass sie Anwohner nicht stören für die Akzeptanz in der Bevölkerung. Und jetzt der Clue - sie müsste es nicht. Es gibt bei einigen Sachen Jokerparagraphen, der im Ernstfall andere Paragraphen aushebelt und sagt - wir bauen jetzt - basta. Genau so wie wir auch bspw. die LNG-Terminals unter Robbi gebaut haben.

Und mit autonomen Waffensystemen ersetzt du auch viele Soldaten.

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die 350mrd sind halt nur für beschaffungen. das ist schon ordentlich.

das wir ein strukturelles und personelles problem haben, ist natürlich richtig. strukturen „kann“ man ändern, wenn man denn wollte. personal wird wohl das größte problem.

Ich meinte Prime hatte so einen Take gebracht, aber große Teile der Linken (Partei) vertreten diese Position ja auch.