Investieren und Anlegen

die paar euro mehr auf 30+ jahre, wenn man seinen individuellen steuersatz noch nicht weiß, wäre es mir das nicht wert, das mein geld „gelocked“ ist.
dazu würde ich aus prinzip schon nicht die höheren depotgebühren unterstützen wollen, weil die CDU der lobby einen gefallen tun möchte.

dazu bin ich mir nicht ganz sicher, aber man kommt mit rentenbeginn nicht einmal an das ganze kapital ran oder?

ebenso möchte ich nicht bis 67 (oder länger) arbeiten und somit früher an mein depot kommen.

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Du hast dich halt offensichtlich gar nicht mit dem Thema beschäftigt und triffst dann ein falsches Urteil über ein gutes Video.

Bis zu 50.000€ in dem Video als Beispiel sind also deine „paar euro“.

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wir sprechen von ~21k nach steuern. das finde ich wirklich überschaubar bei 30+ jahren, ja. inflationsbereinigt sind das vllt noch 10k

Plus die Opportunitätskosten von fest gebundenem Kapital.

Find’s in Summe für mich auch eher unattraktiv, muss ich sagen.

Kenne deine Lage nicht. Und du kennst die Kosten noch nicht.

In dem Video ist ein Beispiel mit 20.000€ (ohne Kinder) und mit 50.000€ (mit 2 Kindern). Dazu sind die genauen Fakten nicht bekannt und vorher macht es keinen Sinn, darüber zu urteilen, was du aber direkt tust.

Was du suchst, ist halt keine Altersvorsorge, sondern ein Depot, wo du immer zu 100% ran kommst. Du suchst also schon von vorne herein etwas völlig anderes. Und dann passt es natürlich nicht zu dir.

Aber pauschal zu sagen „wie zu erwarten, lieber skippen“ ist halt Quatsch.

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am ende ist es aber auch ein depot nur mit vielen nachteilen, dafür aber bezuschussung. riester wurde auch als tolles produkt verkauft.

wenn die CDU was einführt, gehe ich nicht davon aus, dass es ne gute sache wird.

mit 2 kindern dann auf 50k zu kommen - ja kann man drüber nachdenken, aber zum stand des videos und darum geht es, ist es für mich unattraktiv. da habe ich lieber potentiell „ein paar“ euro weniger, aber dafür andere vorteile und bewerfe nicht die finanzbranche mit 0,5%+++ kosten

Es ist halt ein Depot mit Nachteilen aber eben auch Vorteilen.
Der Staat möchte die Altersabsicherung fördern, keine Kapitalanlagen. Dazu gehören vor allem Renten, aber zB auch ein Eigenheim.
Das neue Produkt ist eine reine Altersvorsorge, eine Rente, bei der du natürlich nicht vorher an das Geld kommst. Dafür ist wohl die Rendite auch höher als bei privaten Depots, trotz der erwarteten Kosten.

Und wenn du die berechtigte Angst hast, von der CDU kommt nur schlechtes, und dir das Video nicht reicht, hilft dir vielleicht, dass die konkrete Ausgestaltung des Altersvorsorgedepots von den Ministerien für Finanzen und für Arbeit erarbeitet wurde, beide SPD.

Ansonsten steht und fällt die Attraktivität des Produkts natürlich mit den Kosten, die noch weitgehend unbekannt sind.

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Am Ende ist es eine Altersvorsorge mit vielen Vorteilen.

Aber mir dir darüber zu sprechen macht halt 0 Sinn, wenn so etwas kommt wie

Und wer 20.000€ als „ein paar Euro weniger“ sieht, ist vermutlich eh nicht die Hauptzielgruppe. Viele werden sich über das Produkt freuen und - je nach Kosten - auch nutzen und später etwas mehr Geld als Rentner haben.

Oder vielleicht auch 0,5%—?

in dem video wurde doch gesagt, dass die kosten mind. 0,5% sind? vllt habe ich das auch gerade falsch im kopf und die kosten sogar noch steigen können je nach produkt.

video war aufschlussreich, aber ich finde das produkt bzw. angebot in seiner gesamtheit nicht so attraktiv aufgrund der genannten nachteile.

stimme dir aber zu, dass es für viele menschen ne nette sache sein kann, insbesondere wenn man mehrere kinder hat.

Aha. Wo? In dem Video wird als Beispiel mit 0,2% gerechnet. Es ist gedeckelt auf 1% (in dem Standarddepot).

In der Rechnung von Finanztip zeigen sie, dass man bis 0,7% im Plus wäre, gegenüber einem herkömmlichen ETF-Sparplan.

Ich gehe davon aus, dass es genug Produkte unter 0,5% geben wird. Mich würde es nicht wundern, wenn es Anbieter mit 0,2% geben wird. Ist halt sehr hart umkämpft der Markt. Es gibt ja allein 15mio Riesterverträge.

Man könnte auch was ganz utopisches machen: die gesetzliche Rente wirklich reformieren, sodass so ein bullshit nicht gemacht werden muss.
Wir verlassen uns also darauf, dass Unternehmen lebenslangen Wachstum haben, ansonsten gibt es ja keine Dividenden bzw. Stagnation.
Arbeitnehmer müssen sich also nun entscheiden, ob sie jetzt weniger an Geld (Gehalt) erhalten oder später in der Rente. Irgendwo muss also zwangsweise immer gekürzt werden, weil es einfach keinen lebenslangen Wachstum gibt.

In den Worten von Volker Pispers: „wie lange kann man den Arbeitnehmern 7 % des Lohns kürzen, bis sie nichtmehr kommen? […] wie lange kann man 7 % der Belegschaft kürzen?“
Kommt mir bitte nicht mit „Innovationen“ und Investitionen. Das Einzige, worin die Unternehmer investieren, ist in die eigenen Taschen.

Lass gleich die gesetzliche Rente abschaffen, wir haben ja die Wirtschaft, die bisher immer sehr gut wirtschaftet (2008 wäre das Todesurteil) „Toi, Toi, Toi“

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für mich ist das ganze eh ein armutszeugnis

„wir können die renten nicht mehr zahlen bzw. von der höhe werdet ihr nicht leben können. hier habt ihr etwas um zusätzlich anzusparen und unser versagen auszugleichen. eine wirkliche reform werden wir niemals machen“

wo ist die möglichkeit einfach nicht mehr in den rententopf einzuzahlen und das selber anzulegen? also sich aus dem amroden system auszuklinken?

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mach dich selbständig.

stimme ich dir vollends zu. die staatliche rente war immer als eine art absicherung im alter gedacht. warum also nicht analog des bürgergelds die rente pauschal für alle gleich ausbezahlen auf einem niveau, das für ein solides überleben reicht, aber eben nicht mehr. in diesem zug die RV beiträge entsprechend senken und jeder dem das im alter nicht reicht, hat dann die möglichkeit nach eigenem ermessen privat vorzusorgen.

dann entfallen die ganz großen renten und die niedriglöhner haben vermutlich dennoch mehr als jetzt oder müssen nicht noch x-anträge für irgendwelche zusätzlichen sozialleistungen beantragen. dieser ganze verwaltungsapparat würde demnach auch größtenteils entfallen, was kosten spart.
die deutsche RV beschäftigt über 62k menschen…

die die große Renten haben haben aber auch entsprechend hoch eingezahlt. Wie stellst du dir das vor? haben die dann Pech? „Wir kürzen deine Rente jetzt mal um 2k €. Hättest mal lieber privat vorgesorgt vor 30 jahren“ :kappa:

Das ganze müsste ein prozess über 40+ jahre werden. Ich bin 34 und habe ca 75k in die gesetzliche Rente eingezahlt. (AN und AG anteile). Das Geld wäre ja dann auch praktisch einfach weg. ja es ist sowieso einfach weg :kekw:

naja natürlich müsste es eine übergangsphase geben. bei meiner „idee“ würde jeder weniger in die ges. rente einzahlen. natürlich zahlst du mit hohen gehältern immer noch mehr ein und hast am ende das gleiche raus, aber dafür hast du jetzt deutlich mehr und kannst flexibler entscheiden, wie/ob du es anlegen möchtest.
vllt kann man sich dann eher eigentum leisten, weil mehr netto über ist? auch eine form der altersvorsorge, muss ja nicht alles ins depot gehen.

Das ist gefährlich… mit mehr Netto würde der großteil der Bevölkerung das Geld „sinnlos“ rausballern und nicht 1zu1 in Altersvorsorge stecken. Außerdem… wenn mehr Netto zur Verfügung ist, würden alle preise entsprechend steigen. Man müsste das Ganze eher zu einem Hybridmodel ähnlich wie Dänemark umbauen. 50% der Rentenbeiträge fließen in das gewohnte Umlagesystem und 50% stellen persönliches Kapital dar, welches wirklich nur mir gehört und welches ich auch vererben kann.

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können sie doch auch machen? ist doch in ordnung. haben dann halt im alter „nur“ die grundabsciherung. sind ja erwachsene menschen, die selbst entscheiden können, wie sie mit ihrem geld umgehen.

So hab ich früher auch gedacht. Bis ich mich mit dem Thema beschäftigt habe :kappa:

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Immer dran denken, die Masse des Volkes ist nicht sonderlich intelligent und/oder kann es sich nicht leisten viel zur Seite zu legen. Vorsorge muss verpflichtend sein, Alter und Krankheit ist zu weit weg für junge Menschen.

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