Erstaunlich ist auch, auf wen die Wahl der externen Berater fiel: auf Markus Leyck Dieken, einen ausgebildeten Facharzt für Innere Medizin, der zuvor als Manager in verschiedenen Pharmafirmen gearbeitet hatte. CORRECTIV und der Wirtschaftsinformationsdienst North Data haben eine Übersicht über Leyck Diekens vorherige Jobs ausgewertet. Sie zeigt, dass er insgesamt für 13 verschiedene Pharmafirmen beziehungsweise deren Tochterfirmen im Einsatz war und zudem eine Position beim Pharmainteressenverband Pro Generika ausübte.
Für seine Erfahrung mit IT-Management oder der Arbeit in einer Behörde war er dagegen in der Gesundheitsbranche nicht unbedingt bekannt.
Aber: CORRECTIV-Informationen zufolge kannte er Minister Spahn, und zwar privat und seit langem. Und: Die Männer hatten wenige Monate zuvor ein privates Geschäft miteinander abgeschlossen. Leyck Dieken verkaufte Spahn eine Fünf-Zimmer-Altbauwohnung in Berlin-Schöneberg, für 980.000 Euro.
Das Bundesgesundheitsministerium erklärte später auf eine Anfrage der AfD, der Kauf sei zum marktüblichen Preis erfolgt. Dabei bleibt Spahn auch heute auf Nachfrage. Er betont zudem, zum Zeitpunkt des Wohnungskaufs sei ja noch nicht absehbar gewesen, dass er bald Bundesgesundheitsminister sein würde.
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Mit der Neubesetzung des Gematik-Chefpostens, über die damals schon verschiedene Medien kritisch berichteten, stieg auch das Gehalt für diesen Job kräftig: Anstatt wie für seinen Vorgänger 190.000 Euro pro Jahr gab es für Leyck Dieken nun eine Grundvergütung von 300.000 Euro. Inklusive variablen Gehaltsbestandteilen und Altersvorsorge erhielt er 2020 sogar fast 390.000 Euro. Das lässt sich in alten Beteiligungsberichten der Bundesregierung und Geschäftsberichten der Gematik nachlesen, zum Beispiel hier (S. 315).
Finanziert wird die Gematik fast ausschließlich von der gesetzlichen Krankenversicherung – das heißt, das Gehalt Leyck Diekens musste von Beiträgen der gesetzlich Versicherten zur Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden.
Schon damals gab es harsche Kritik an der Besetzung – von der Korruptionsbekämpfungsorganisation Transparency International Deutschland: Mit der Berufung zerstöre Spahn das Vertrauen in die elektronische Patientenakte – weil Leyck Dieken aus der Pharmabranche kam.
ES IST EINFACH UNFASSBAR.
wöchentlich neue enthüllungen rund um spahn und es passiert einfach nichts.
vermutlich auch einer der gründe, warum es so viele probleme bei der elektronischen patientenakte gibt?
war da nicht mal was ähnliches mit habeck? hust-hust
da war es direkt der skandal des jahrhunderts. 
und da wurde sogar jemand mit kompetenz auf den posten gesetzt, wenn ich mich richtig erinnere.