Man darf auch nicht vergessen, dass die Union nicht alleine regiert. Was man so gelesen hat, hat sich die SPD ja extrem gut verkauft - natürlich werden dann nicht alle Forderungen aus dem Wahlkampf der Union 1:1 umgesetzt. (Was natürlich der Union bei utopischen Forderungen auch sehr gelegen kommt)
Aber trotzdem kann man nicht immer sagen „Die union hat ja was ganz anderes gefordert“
Ob es nun der Durchschnittliche Wähler wissen muss, halte ich für fragwürdig. Es muss richtig kommuniziert und eingeordnet werden von Medien und Talkshows, aber da sind alle dran gescheitert, oder hatten kein Interesse es richtig zu stellen
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass dieses „viel SPD“ vllt damit bezahlt wurde, dass die SPD die Migrationspolitik im höchsten Grade mitträgt. Und dass Innenministerium etc nun in CDU-Hand ist, ist auch für die SPD gut, weil sie sagen wird „wir konnten nichts tun hinsichtlich Migration - wir hatten kein Ministerium“.
teile hier noch mal diese kurze (~17min) interview mit adam tooze, das mir gerade zufällig empfohlen wurde und ganz gut zu dem post past. 
er beschreibt einerseits den katastrophalen start der regierung, verweist aber auch auf die enormen geldbeträge, die fast jegliche probleme einfach überdecken könnten - vorausgesetzt, die europäischen fiskalregeln, für deren härte der letzte finanzminister noch gekämpft hat, stehen dem nicht im weg:
Stehen diese wirklich im Weg? Immerhin hält sich quasi keine wirtschaftlich relevantes EU-Land daran
keine ahnung. glaube manchmal irgendwie schon, manchmal nein. glaube nach covid und dann mit kriegsbeginn gab es da diverse ausnahmen. letztes jahr wurde scheinbar verhandelt und jetzt sind sie irgendwann wieder relevant.
aber sie sprechen da zum ende des interviews drüber und ich glaube adam tooze hat da definitiv ahnung.
Saskia Esken wird nicht mehr als Parteivorsitzende der SPD kandidieren. Esken sagte am Abend exklusiv dem ARD-Hauptstadtstudio, es sei für sie an der Zeit, der SPD Raum für ihre Erneuerung zu geben. Die SPD wählt am letzten Juni-Wochenende eine neue Parteiführung.
kommt natürlich nicht wirklich überraschend.
Zum Glück.
Vom Regen in die Traufe 
spd wirklich mit harten verjüngungskurs. der dude ist 33.
in dieser Koalition nen „Linken“ aufzustellen, sagt alles über den Instinkt dieser Partei aus.
Sehe die SPD mehr parteieigene interessen mit eher linken Lösungen umsetzen als andersherum. Nur weil man jetzt alternativlos mit inhaltlosen rechtspopulisten koalieren muss um Nazis zu verhindern, heisst das ja nicht das es so bleiben muss.
Liebe die Bubbel hier, die ~60% des Landes einfach als dumm darstellt 
Wer sind die 60%? AfD und CDU?
Die, die keine Linke oder linksnahe Politik gewählt haben oder ihre Partei dafür abgestraft haben.
Alles, was nicht rechtspopulistisch ist, ist „linksnahe“?
Vielleicht nochmal googlen was rechtspopulistisch heißt und welche Parteien in anderen Ländern rechtspopulistisch sind 
Versteh deine Frage nicht - außer als Provokation.
Die gesamte CDU wurde in dem Post, auf den ich mich beziehe, als inhaltslos und rechtspopulistisch dargestellt - kann man machen, aber ob das richtig ist, hab ich so meine Fragezeichen.
Aber dazu kommt, dass „Parteiinteressen“ mit eher „linken Lösungen“ umgesetzt werden - ich meine mich erinnern zu können, dass mehr als eine Analyse als mögliche Ursache für den Decline der SPD die Linksausrichtung war.
Und wenn man sich anguckt, wie viele jetzt nicht Links gewählt haben, ist das doch schon eine gewagte These, oder nicht?
Und wer sind jetzt die 60%, die als dumm dargestellt wurden? Blicke da irgendwie nicht durch. Vielleicht kann auch @Shine darauf antworten, er hat den Post ja anscheinend verstanden.
also für mich ist es rechtspopulistisch, eine „Notsituation“ Migration ausrufen zu wollen. Für mich ist es rechtspopulistisch, von kleinen Paschas zu sprechen. Oder davon, dass Migranten hier her kommen und sich auf unsere Kosten die Zähne richten zu lassen und damit wertvolle Arzttermine zu blockieren. Für mich ist es rechtspopulistisch, Asylsuchenden den Zutritt zum Land zu verwehren. Für mich ist es rechtspopulistisch, ganz nach dem Vorbild Trump mit Weisungsbefugnis zu regieren - und nicht etwa demokratisch. Es ist auch ein wenig rechtspopulistisch, pauschal Linke und Grüne für ca. alles verantwortlich zu machen… auch wenn man dann später ihre Position doch übernimmt.
Die Liste kann man weiterführen.
Aber ja, vllt habe ich da eine falsche Definition.
Ich verstehe nicht, wer hier wen als dumm darstellt? Aber ja… ansonsten besticht die Union seit Wahlgewinn mehr oder minder damit, ihre eigenen Aussagen zu revidieren. Ist inhaltlich jetzt nicht super krass.