Deutsche Politik

Gehe ich nicht mit. Polizei, ja. Aber Lehrer gibt es zB in der Schweiz ja auch weiterhin.

Auch bin ich noch nicht überzeugt, dass die Kosten für Rente und Pension ein Nullsummenspiel würden.

Habe heute gelesen, dass die durchschnittliche Rente bei etwa 1400€ liegt, die durchschnittliche Pension bei 3400€. Selbst eingepreist, dass Beamtenstellen tendenziell höher eingestuft sind kann ich mir nicht vorstellen, dass das dabei ein Nullsummenspiel rauskommt. Natürlich unter der Prämisse, dass die Rente langfristig angepasst wird.

Dazu heute noch einem Artikel gelesen zu den zig verschiedenen Zulagen. Besonders absurdes Beispiel, dass die verbeamtete Lehrerin Kinderzuschlage erhält, die ihre angestellte Kollegin nicht bekommt. Das lässt sich nicht logisch erklären und ist eine große Ungerechtigkeit.

Wie gesagt, in der Schweiz scheint es ja auch zu funktionieren. Bisher überzeugen mich die gehörten pro-Beamten Argumente nicht wirklich.

Bin da auf crades Seite. Rentenversicherung sowie Krankenversicherung sollten vereinheitlicht werden, aber dann auch von Grund auf neu aufgebaut werden. Selbst wenn wir wie du sagst jetzt etwas mehr Geld raushätten, verlagert sich das Problem wieder nur in die Zukunft oder nicht ?

Sofern man also diesen Schritt geht dann bitte auch richtig

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ich hab mich bewusst noch nicht verbeamten lassen in Berlin und bekomme jetzt netto ca. 4.7 heraus minus PKV von ca 600.
Beamte bekommen aktuell ca gleich viel, je nach Erfahrungsstufe und zahlen eben diesen Beitrag nicht. Wenn Sie ihn zahlen, stehen sie natürlich mit weniger da, was man ausgleichen müsste.
Bleibt die Frage, wie sehr man in diese Rechnung quasi Unkündbar, grenzenloses Krankengeld und die erhöhte Pension mit einbezieht. Der Beamte zieht ja eigentlich erst mit der Pension normalen Rentnern davon.
Sprich, dann müsste man auch wieder eine neue Lösunb eventuell für Lehrer im ÖD finden

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Das sollte man niemals vergleichen. In die durchschnittliche Rente fällt der ganze Niedriglohnsektor rein, als auch Arbeitslose etc. Das kannst du nicht vergleichen. Wenn du das tatsächlich machen wollen würdest, müsstest du AN mit mindestens einem Realschulabschluss + durchgehende Beschäftigung bis zur Rente vergleichen.

Lehrer verdienen in der Schweiz ebenfalls mehr als in DE. Gehen auch viele hin, die nur das erste Staatsexamen geschafft haben, da du damit (in manchen Bereichen) bereits eine Lehrbefähigung hast. Zudem kann man die Schweiz nicht mit DE vergleichen was Lehrer angeht. Möchte das Fass nun aber nicht aufmachen.

Das Zulagen Thema ist eins was man ansprechen kann. An der Stelle find ich aber, dass das eher etwas ist, was andere AN auch haben sollte, wenn wir auf unsere Fertilitätsraten schauen. Wie viel das jetzt im Landeshaushalt bei den Beamten ausmacht, müsste man nachschauen. Aber ja, hier versteh ich die Kritik / den Neid. Auf der anderen Seite sind (ka ob deswegen) die Geburtsraten bei Beamten auch höher.

Die Frage die ich mir stelle ist, ob mit einer einheitlichen Einzahlung in die sozialen Sicherungssysteme auch der Beamtenstatus entfernt wird. Weil warum in ein System einbezahlen, indem man nie was rausbekommt?

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Absolut. Das Problem ist enorm vielschichtig und ein einfaches: Beamte zahlen in die Rente ein und gut ist, würde mehr Probleme schaffe als dass es irgendwas löst.

Siehe die finanzielle Mehrbelastung für den Staat, die Crade sehr schön ausgeführt hat

Ja, hätte fast in Zürich eine Stelle angenommen, 120000 sF Jahresgehalt. Selbst mit erhöhten Lebenskosten und mehr Miete, kommst du da so viel besser weg.

Ich hab die Berliner Idee, dass man nun alle in die Verbeamtung treiben will, nicht ganz verstanden, aber ja, Lehrermangel.

Aber für Menschen, die nicht wollen oder nicht mehr können, wurde quasi in Ausgleich zu weniger Rente im Vergleich zur Pension ein monatliher Zuschuss von 300-400 Euro Brutto veranschlagt, um das auszugleichen, was man in der Rentenzeit weniger hat.

Dauer weniger als sechs Monate. Angeblich fehlt Geld, tatsächlich will man die Leute in die Verbeamtung treiben, Der Grund erschließt sich mir nicht.

Vll sprengt das hier den Rahmen des Threads aber was hast du gegen eine Verbeamtung? Als Lehrer hat das doch nur Vorteile gegenüber angestellt sein?!

Außer du willst doch mal was anderes machen. Bist mit der Verbeamtung schon fest gebunden.

Ja, natürlich muss das einhergehen mit einer grundlegenden Reform. Jetzt nur weitere Löcher zu stopfen ist sinnbefreit. Dachte das wäre Konsens.

Du kannst jederzeit aus dem Beamtenverhältnis raus.

Aber was will man sonst noch machen, wenn man Lehramt studiert hat? (Ich unterstelle jetzt mal, dass er das hat und kein Quereinsteiger wie @crade ist)

Hast aber dann verlorene Rentenjahre. Wenn du selbstständig gehst, wird nix in die Rentenkasse gezahlt. Bekommst keine Pension.

Das ist meine Intention.

sehe das nur als einen trick, einer debatte um eine echte bürgerversicherung aus dem weg zu gehen.

am ende kann die lösung (in einem so ungleichen land wie deutschland) nur sein, dass eben auch milliardäre mit zwei- oder dreistelligen millioneneinkommen in rente und krankenversicherung einzahlen, die beitragsbemessungsgrenze abgeschafft wird und deren (renten-)leistungen irgendwo gedeckelt werden. und sei es in einem regressiven tarif.

da geht das geld hin, da muss man es holen. mit der union nicht machbar und ehrlicherweise mit dieser spd auch nicht.

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Ja ok, da hast du einen Punkt.

Mein alter Chef aus dem höheren Dienst hat es trotzdem getan, weil das Gehalt als Sicherheitschef bei der Lufthansa derart massiv sein muss, dass er auf seinen A15 Posten verzichtet hat.

Ist es nicht so, dass die Beamtenjahre rückwirkend dann als Rentenjahre verrechnet werden und der Staat entsprechend Betrag X in die Rentenkasse einzahlt?
Ist natürlich weniger als die Pension aber besser als nix.

Ist das nicht nur als Soldat so?

Nee, glaube nicht. Kenne jedenfalls eine ehemals verbeamtete Person, da war das auch so

True. Dann ist meine Argumentation hinfällig und es gibt zumindest für mich keinen anderen Grund. Maximal die Arbeitszeiten.

Was bin ich lesend. Sind wir in den USA oder was.

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Ich weiß worauf du hinaus willst aber deine Anspielung in deshalb extrem lustig, weil es in den USA keinen Straftatbestand der Beleidigung gibt.
Gerade in den USA wäre es völlig unmöglich wegen sowas verurteilt zu werden.

Fair Point.
Mir ging es aber eher darum, dass sich die Staatsanwaltschaft und Gerichte mit Beleidigungen von Facebookposts auseinandersetzen muss, nur weil einer den Merz „Lügenfritz“ nennt.
Alleine schon vom Username auf den echten Namen und Adresse zu kommen ist ja auch ein immenser Aufwand in Dtl. Wenn sie das machen, dann müssten sie das konsequent für alle machen.
Seit wann gibt es da ein extra Vorgehen für „Person des politischen Lebens“!?

Gibt wohl ein eigenen Paragraphen. Frage mich dann ja wie dann Karneval überhaupt funktionieren kann.
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__188.html