ja eben, das System basiert auf Wachstum. Das hinterfrage ich. Dass das mehr Bereiche als Rente betrifft ist mir schon klar. Mir ist es zu einfach zu sagen: Die Rente reicht nicht, kriegt mehr Kinder!!!11 (um jetzt ein Beispiel zu nennen)
Interessantes Interview, danke dafĂŒr.
Man sollte sich halt ĂŒberlegen ob die Lösung ist es noch untattraktiver zu machen.
Es geht hier gar nicht um Wachstum bzw. unendlichem Wachstum der Bevölkerung. Es geht darum den Status Quo irgendwie aufrecht zu erhalten. Ohne eine starke junge Generation kann man das Ganze halt nicht angehen.
Wir schrumpfen (wie vermutlich alle Industrienationen) auf Dauer und durch das höhere Durschschnittsalter wird die Last sehr stark an die Jugend verteilt werden. Hier sollte man doch meinen das man Anreize schaffen sollte um die Lastverteilung zu verringern.
Sei es die bspw. beruflichen Anreize mit Familie besser umzusetzen.
Ich wage einfach mal die These das mehr Kinder das Problem zumindest etwas eindÀmmen und wir unsere Gesellschaft so aufrecht erhalten können wie sie ist oder sogar zu verbessern.
Das was die Politik derzeit sagt (vorallem Fritzchen Merz und Reiche) ist so abartig das man als junger Mensch ja nur zum Egoisten werden kann und sagt fuck it. Man ist ja eh zu faul und nur die Unternehmer sind LeistungstrĂ€ger. Warum dann noch eine Familie grĂŒnden.
Ich persönlich sehe hier bereits die Politik am Zug. So ein Wandel in den Köpfen der Generationen dauert nunmal. Es ist ja auch nicht von jetzt auf gleich passiert das wir alle erst spĂ€ter Kinder kriegen wollten oder halt gar nicht. Da sind so viele Entscheidungen, vor allem in der Politik der letzten 40 Jahre getroffen worden die diesen Wandel beeinflusst haben. Warum also nichtjetzt damit starten das Ruder zumindest politisch rumzureiĂen?
Es war nie unattraktiver eine Famielie zu grĂŒnden als derzeit.
Im Grunde stimme ich dem Interview zu.
Eine Politik, die diejenigen unterstĂŒtzt, die Kinder wollen , diese wegen Ă€usseren UmstĂ€nden aber nicht frĂŒher bekommen können. Das heisst: Familien bezahlbaren Wohnraum zusichern, jungen Menschen frĂŒh stabile ArbeitsverhĂ€ltnisse ermöglichen. Je einfacher der Einstieg ins «Erwachsenenleben» gelingt, desto weniger schieben Menschen das Kinderkriegen hinaus.
Trifft es super.
Salopp gesagt wÀre dann eine (deine?) Lösung eine Verdopplung(?) von Menschen pro Generation? Das macht doch ganz neue Probleme auf wie oben geschrieben: Wohnraum, ErnÀhrung, Klima etc.
Was soll dieses Geheule wegen ErnÀhrung, Wohnraum und Klima? Und warum soll ich mich privat in meiner Entscheidungs gewalt einschrÀnken wenn das augenscheinlich politische Probleme sind, die ALLE gelöst werden könnten, Wenn man nur wollte.
Wer darf denn deiner Meinung nach Kinder Kriegen? Keiner, damit wir den Planeten wieder âheilenâ?
Die Geburtenraten in Deutschland bzw. auch eine erhöhte Geburtenrate wird global betrachtet keinen Unterschied machen.
Die Probleme welche du siehst sind ja nicht nur oder auch mal gerne gar nicht auf Geburtenraten zurĂŒckzufĂŒhren. Ein Komplett aus dem Ruder gelaufener Wohnungsmarkt und Wohnraumknappheit sind keine folge der Geburtenrate. Hier funktioniert âder Marktâ einfach nicht mehr und es findet seit Jahrzehnten eine Konzentration von Wohnraum nachfrage in StĂ€dten und Ballungsgebieten statt. Deswegen ist der Markt dort sehr ĂŒberheizt wĂ€hrend in anderen Landstrichen ein Haus quasi nichts mehr kostet. Was aber auch wieder vielfĂ€ltige GrĂŒnde hat.
Jeder kann Kinder kriegen wie er will. Wir diskutieren darĂŒber, ob die Politik dies fördern sollte oder nicht, das solltest du schon verstehen bevor du hier direkt so einsteigst
Was gibt es da zu diskutieren?
ob die Politik dies fördern sollte oder nicht
habs dir mal markiert.
Sry, aber wenn du bei der aktuellen Nachrichten und Sachlage darĂŒber diskutieren musst, kannste direkt Merzâ neuen Slogan fĂŒr dich nutzen.
Finde die Bedingungen, in DE ein Kind zu bekommen, tbh recht gut und kann mir daher nicht vorstellen, dass die Geburtenrate signifikant steigt, wenn man jetzt noch ein paar Parameter schraubt.
Um 25% gesteigen seit 2020, wenn ich es korrekt sehe. Finde den Absolutbetrag von 259Euro pro Kind nun auch gar nicht so unerheblich.
Ist das so? HĂ€ngt doch recht stark vom Bundesland ab, wenn ich es richtig erinnere. In Hamburg z.B. erschienen mir die Kita-Kosten mit Rund 200Euro/Monat eher gering. Seit diesem Jahr sind 5 Betreuungsstunden / Tag sogar gratis.
Nun, dafĂŒr hat man das Privileg als Elternpaar 14 Monate Freiheit unter sich aufzuteilen. Dass das nicht gratis kommt (-> das Elterngeld gedeckelt ist), finde ich okay.
Da der Vergleich mit Schweiz schon kam
Und in CH sind die Bedingungen schon gravierend schlechter: Kita ist geisteskrank teuer. Elterngeld (âFamilienzulageâ in CH) betrĂ€gt 200CHF/Monat/Kind. Elternzeit existiert nicht (als Mutter hat man 14 Wochen nach der Geburt, als Mann 2 xd), âŠ
Was bistân so?
Nur mal ganz grob ĂŒberschlagen.
Zusatzkosten Kind:
- 250 Euro pro Monat fĂŒr Essen, Kleidung, Hygiene, Kinderwagen etc.
- 250 Euro Kita
- 150 Euro, weil i.d.R. eine gröĂere Wohnung benötigt wird
- 250 Euro Kindergeld
Zusatzbelastung pro Monat: ca. 400 Euro netto pro Monat - und das sollte schon sehr konservativ gerechnet sein. Kann ggf. der ein oder andere aus dem realen Leben bestÀtigen/korrigieren.
Beim Elterngeld halte ich einen Höchstbetrag von 1.800 Euro pro Monat fĂŒr sehr wenig.
Ich glaube kaum jemand will eine Förderung, dass sich unsere Bevölkerung pro Generation verdoppelt.
Alles bezieht sich eher darauf, den Status Quo zu halten, dass wir nicht ganz so stark schrumpfen sondern die Bevölkerung weitgehend stabil bleibt.
Es geht nicht um âWachstumâ
Und dann gibt es erst einmal auch keine zusÀtzlichen Probleme wegen der ErnÀhrung, Wohnraum etc
Und 250 ⏠sind je nach Stadt und Einkommen bei der Kita sogar noch gĂŒnstig. 1800 ⏠dann auch ânurâ bei einem Jahr. Ein Traum jeder Eltern sein Kind schon im zweiten Lebensjahr in die Kita geben zu mĂŒssen.
Und die Kosten soll der Staat tragen? Niemand ist gezwungen, Kinder zu bekommen. Das ist eine rein egoistische Entscheidung, die man selbst verantworten muss.
Ist dem so?
Wer zahlt spÀter deine Rente?
Wer zahlt dafĂŒr, wenn du plötzlich chronisch krank wirst und nicht mehr arbeiten kannst?
Gibt extrem viele Bereiche in denen die Kosten der Staat trĂ€gt, dass du Autofahren kannst beispielsweise. Gab in den letzten Jahren schöne Berechnungen dazu wie viel ein Autofahrer subventioniert wird, mĂŒsste dieser auch fĂŒr die Nutzung und Folgen aufkommen.
Der Staat hat durchaus ein Interesse an einer mindestens stabilen Bevölkerung. NatĂŒrlich ist es eine persönliche Entscheidung, dennoch mit weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen. Nicht umsonst, ist dies ein groĂes Problem nahezu aller IndustrielĂ€nder. Ich will nun gar nicht wieder auf notwendigen Wachstum zum Zweck des Ăberschusses, etc. eingehen aber irgendwer muss das halt auch erwirtschaften.
Das ist ja die Frage, um die es hier geht. Ist das rein egoistisch oder sollte dem Staat daran gelegen sein, dass es Nachwuchs gibt?
Die Grenzen zwischen dem Daherreden von ernst gemeintem Quatsch und Troll oder Ragebait verlĂ€ufen flieĂend.