vorweg:
die medienberichterstattung über den koalitionsvertrag hat mir glaub ich braindamage gegeben. 
also ja, da steht nicht viel drin, das meiste davon schlecht und der rest unter finanzierungvorbehalt.
aber irgendwo zu dem sondervermögen vor ein paar wochen oder monaten hatte ich schon mal gesagt (finde den post gerade nicht), dass praktisch jedes andere gesetz dagegen wie das pinkeln in’s freibadbecken ist.
vielleicht mal zwei vergleiche:
die einführung des bürgergelds, über das jetzt seit fast 4 jahren pausenlos gestritten wird, lässt sich schwer beziffern, da sie mit ukrainekrieg und inflation überein fiel. die änderung im haushalt liegt aber definitiv weit unter 5 milliarden im jahr.
die reduzierung der körperschaftssteuer über 5 jahre ab 2028 um ein drittel (komplett wyld) werden etwa 15 milliarden sein.
dagegen:
die ausgaben für militär, zivilschutz, ukraine etc., die über 1% ausgenommen werden, lassen sich jetzt noch schlecht abschätzen.
aber insgesamt reden wir bei schuldenbremsen-reform + sondervermögen von irgendwas zwischen 100 und 200 milliarden im jahr.
da kannste das bürgergeld - das in den letzten jahren wohl hunderte polittalkshows allein gefüllt hat - also weit über 20 bzw. 40 mal reinstecken.
dass scheinbar kein oder kaum ein leitmedium sich mit den zahlen beschäftigt, wenn es um den vermeintlichen nicht-inhalt des koalitionsvertrags geht, lässt mich ziemlich ratlos.
die koalition entscheidet sich komplett daran, wie man die hunderten milliarden ausgibt und nicht an irgendwelchen steuerpunkten oder was weiß ich, die man irgendwo hin- und herschiebt. das ist im großen und ganzen einfach latte.