Ich finde es nicht so differenziert, wenn man eigtl nur darüber spricht, dass man Ausländer eben abschieben muss.
Er redet von Straftätern. Die Abschiebung von Straftätern ist Inhalt des Aufenthaltsgesetzes und gehört zum Rechtsstaat
Hä? Du verschiebst jetzt die Diskussion. Es geht darum, wie man das Problem löst, dass Gewalt gegen Frauen existiert. Und die Lösung ist da halt nicht, dass wir einfach n paar Ausländers abschieben müssen.
Und genau deshalb sollte die erste Reaktion bei dem Thema nicht sein, auf irgendwelche Migranten zu schielen.
Das hat hier auch nicht ein Mensch behauptet. Nicht mal ansatzweise.
Nicht? Wieso sind die einzigen Lösungsansätze dann irgendwie, dass man kriminelle Ausländer halt abschieben muss?
Genau so wenig hat hier jemand behauptet, dass es nur deutsche Straftäter sind. Dennoch wird Post über Post immer wieder darauf hingewiesen, dass man das ja betrachten müsse. Und die Diskussion wird immer wieder darauf gelenkt.
Ich bleibe dabei: wenn die erste Reaktion bei der Thematik ist, Migranten zu erwähnen, dann wird suggeriert, dass da die Quelle des Übels liegt. Und das wiederum finde ich dann „blind“.
Schon bisschen frech, wie man sich hier z. T. Mühe gibt, @sucukmitei Sachen in den Mund zu legen, die er gar nicht gesagt hat. Picture me surprised, though.
In der Linken knallt es wieder. Nun sind Gysi, Ramelow und Bartsch dabei
Antisemitismus: Prominente Linke-Politiker wehren sich gegen Israel-Gegner in eigener Partei - WELT
gut. längst überfällig. keine deutsche partei sollte noch blind hinter israel stehen.
Ich glaube, der Konflikt entsteht hier vor allem dadurch, dass Dinge sehr schnell verkürzt dargestellt werden.
Ja, es stimmt, dass Gewalt gegen Frauen überwiegend von Männern ausgeübt wird. Das ist statistisch ziemlich eindeutig. Aber daraus folgt noch nicht automatisch, warum das so ist.
Und ja, man kann auch darüber sprechen, dass bestimmte Einstellungen Gewalt begünstigen können. Dazu gehören vor allem autoritäre Weltbilder, starre Geschlechterrollen und ein starkes Machtgefälle zwischen Männern und Frauen.
Solche Muster können auch in religiös geprägten Milieus vorkommen. Aber eben nicht, weil „Religion an sich“ das Problem ist, sondern weil religiöse Inhalte teilweise sehr wörtlich und normativ ausgelegt werden. Das betrifft nicht nur den Koran, sondern genauso die Bibel oder andere religiöse Texte, wenn sie fundamentalistisch interpretiert werden. Allerdings haben wir ja erst vor einiger Zeit darüber gesprochen, dass es laut der MOTRA-Studie eine gewisse Zustimmung zu islamismusaffinen Aussagen gibt. Der Großteil davon bewegt sich allerdings im Bereich latenter oder ambivalenter Einstellungen, während ein deutlich kleinerer Anteil tatsächlich ein geschlossen fundamentalistisches Weltbild vertritt. Hätten wir ähnlichen Probleme mit fundamentalen Christen, wie z.B. in den USA, würde ich das genauso benennen. Das bedeutet nicht automatisch, dass daraus direkt Gewalt entsteht. Aber es kann ein Hinweis darauf sein, dass bestimmte Einstellungen vorhanden sind, die mit traditionellen Rollenbildern oder autoritären Strukturen zusammenhängen können.
Um die Sozialisation zu verstehen, Korrelationen (auch wenn diese nicht immer Kausalität bedeuten) zu sehen und entsprechend frühzeitig intervenieren zu können durch verbesserte Integrationsarbeit oder andere Maßnahmen. Auch wenn Täter und Opfer aus derselben Gruppe stammen, können gruppenspezifische Faktoren trotzdem relevant sein. Wir brauchen doch eine Ursachenanalyse um gute Präventionsarbeit leisten zu können. Warum also davor verschließen, auch wenn die Antworten möglicherweise nicht dem eigenen Weltbild entsprechen?
Schuhgröße ist offensichtlich nicht kausal plausibel. Die Kultur / Sozialisation / Milieu können plausibel Einfluss haben, daher hinkt der Vergleich. Dass Täter und Opfer oft aus ähnlichen Kontexten stammen, macht die Herkunft daher nicht irrelevant sondern kann ein Hinweis darauf sein, dass bestimmte soziale, kulturelle oder strukturelle Faktoren innerhalb dieser Gruppen eine Rolle spielen, die man verstehen muss, um wirksam helfen zu können.
Können wir daher nicht vielleicht einfach den Diskurs ergebnisoffen führen? Ich glaube nämlich, dass uns hier linke/konservative/rechte Einstellungen die aufeinanderprallen nicht helfen.
Edit: Bevor mir das jemand in den Mund legen will: Nein, ich glaub nicht, dass das Problem hauptsächlich bei den Migranten liegt. Ich will bloß einzelne Faktoren die ebenfalls dazu beitragen nicht ausklammern, bloß weil es vielleicht ungemütlich ist.
ja und der „ergebnisoffene diskurs“, der durch einen fall mit großem medialer aufmerksamkeit angestoßen wurde, dessen beschuldigter gar nicht deutscher sein könnte, startet natürlich mit der diskussion um die ausländer…
Das war für alle meine Punkte überhaupt nicht relevant. Für mich war auch nicht relevant, wie es zu dieser Diskussion ist. Mir ist es an der Stelle auch egal, ob Merz das für seine billige Propaganda und das Fischen nach Stimmen der AfD ausnutzt. Wir können auch gerne dieses Thema, unabhängig von dem Auslöser, in einem anderen Thread diskutieren.
Warum sollte man strukturelle Fragen nicht diskutieren dürfen, nur weil der Einzelfall anders gelagert ist?
Irgendwie ist die strukturelle Frage immer = Herkunft und irgendwie auch immer der einzige Diskussionspunkt.
Das stimmt nicht und das weist du auch selbst. Besonders hier auf RJ nicht.
Hier ging es im speziellen erstmal um Religion und Weltbilder, nicht um Migranten per se.
Weil du das gerade reineditiert hast: Also dich habe ich mal ausgeklammert. Aber ansonsten blicke ich auf die Diskussion hier und auf die Reaktion des Kanzlers und seiner Regierungspartei. Und dann weiß ich das nicht so recht.
Keines der genannten Zitate sind in den Ursprungspost reineditiert, sondenr standen da schon von Anfang an drin
Overkill, Habibi, du hast ein extrem großes Problem, dass die Realität nicht komplett mit deinem Weltbild übereinstimmt. Es wurden dir mehrfach plausible Arhumente von unterschiedlichen Usern aufgezeigt, du rückst nur einfach nicht von deinem festen Standpunkt ab.
Die Zitate standen da aber nicht von Anfang an. Deshalb habe ich explizit erwähnt, dass ich deinen Post nicht meine mit meiner Aussage.
@cena habibi: eigtl bestätigen die Posts mein „Weltbild“ sogar. Bzw meine Sicht. Ansonsten weiß ich nicht so recht, was du mit Weltbild meinst. 
Ah, okay, dann Missverständnis. Aber jo, dann ist jetzt ja klar, wie ich es gemeint habe.
Was das Problem von Merz Aussage ist? Es wird wieder als Problem der Anderen abgetan. Männer aus dem Ausland sind Schuld daran, dass wir ein Problem haben mit der Gewalt an Frauen. Es ist der easy-way-out für uns deutsche Männer.
Und wegen mir mag auch das Verhältnis an Straftaten bei ausländischen Mitbürgern höher sein. Man darf das auch nicht ignorieren. Aber man macht es sich einfach, immer wieder das Problem auf andere wegzuschieben. Die größte Gefahr für Frauen und Kinder liegt in den eigenen vier Wänden. Und das Problem sind Männer.
Dieser Satz hat niemand behauptet.
Es gibt Gewalt an Frauen.
Ein größerer Teil davon wird von Ausländern begangen.
Egal ob Deutscher, Migrant oder Ausländer alle sollten es lassen gewalttätig gegen Frauen zu sein.
Niemand sollte gewalttätig sein.