Deutsche Politik

Haben die kapitalisten langsam angst das deren scheiss bald keiner mehr kaufen kann weil niemand mehr geld hat ?

wtf was für ein humbug

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Hätte man mit Corona ja mal alles glatt ziehen können!

Die gute alte Tutanchamun Medizin, vor allem bei Versicherten der PKV, spült halt aber gut Geld in die klamme Kassen (und Boni der Chefärzte) der KH.

vielleicht mal zur Einordnung aus ärztlicher Perspektive nur auf diesen Artikel Bezug nehmend.
Therapien sollten immer individuell auf jede Person abgestimmt werden und natürlich ist auch das Alter ein relevanter Faktor in der Entscheidungsfindung, ob man bestimmte Medikamente/Therapien einsetzt oder nicht. Abwägen, ob in Anbetracht des körperlichen Allgemeinzustands und des hohen Alters, Therapien wie z.B. bei Krebserkrankungen durchgeführt werden oder nicht, ist ein normaler und richtiger Prozess, der immer stattfinden muss und in der gängigen Praxis auch stattfindet.

Es gibt immer wieder Fälle, wo Ärzte trotz extrem geringer Wahrscheinlichkeit auf Besserung der Lebensqualität die Maximaltherapie auch bei sehr hochbetagten Menschen durchführen, weil sie nicht den Mut haben, bewusst (weil medizinisch und ethisch begründbar) auf Therapien zu verzichten, oder möglicherweise die Patienten oder Angehörigen enormen Druck ausüben (Klassiker: „Da muss man doch noch etwas machen können“, „Unsere Mutter/Vater kann doch jetzt noch nicht sterben“). Man muss sich auch vor Augen führen, dass zahlreiche Therapien auch wesentliche Nebenwirkungen hervorrufen können, durch die noch mehr Leid als Nutzen entsteht.

Ich denke Streeck wollte auf eben jene Situationen anspielen, in denen wissentlich keine Aussicht auf Besserung besteht - die hohen Kosten wären das logischerweise einzusparen gewesen.

Er bringt mit seinen Aussagen nicht etwa ins Spiel, ob Medikamente oder Behandlungsoptionen überhaupt anschlagen, Besserung bringen bzw. für einen Patienten aushaltbar sind, sondern, ob sich der finanzielle Aufwand noch lohnt.

Aber scheint ja ein Unions-Ding zu sein mittlerweile. Dass man was in den Raum wirft, was man dann ganz anders gemeint haben will am Ende.

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ich habe mir mal das Video angeschaut, die Kurzversion sind etwa 9 Minuten.

er spricht mehrere Dinge an:

  • das Gesundheitssystem hat große finanzielle Probleme, daher tragen alle Menschen in DE eine Verantwortung
  • zu viele Menschen in DE gehen mit Kleinigkeiten in die Notaufnahmen und nehmen somit zu viele Ressourcen in Anspruch
  • er nennt ein konkretes Beispiel bezüglich hochbetagter Patienten (wörtlich:" bei einem 100-Jährigen"): sollte man in der letzten Lebensphase eine extrem teure Krebstherapie, die in einer neuen Studie möglicherweise die Sterblichkeit um 10 % reduzieren könnte, durchführen?

ehrlicherweise kann ich sämtliche Aspekte nachvollziehen, die auch objektiv begründbar sind. Er wirft nicht einfach irgendetwas in den Raum, sondern mahnt zu o.g. Vorgehen: Abwägen

Ja. Und der finanzielle Aspekt sollte bei dem Abwägen, ob man einem Patienten hilft oder nicht, keine Rolle spielen. Egal wie alt er ist. Bei der 10% Krebstherapie-Studie gibts bestimmt andere Faktoren, die da ausschlaggebend sein können. Aber nicht, ob sie teuer oder günstig ist.

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In so einer Welt würde ich gerne leben :frowning:

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Naja gut, er spricht eigentlich das aus, was ja bereits gängige Praxis ist. Selbstverständlich spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle, wenn auch untergeordnet. Und er sagt auch nicht, dass hohes Alter das Ausschlusskriterium sein muss, sondern dass man genau prüfen muss anhand meiner o.g. Aspekte

Er sagt, dass wir verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen und nennt das Beispiel… aber sagt, dass das schon gängige Praxis ist? Klingt widersprüchlich.

ja, wir wohnen wirklich in einem Dritte-Welt-Land ?!

Verschwenderisch war in Bezug auf die Tatsache, dass zu viele Menschen für Lappalien in die Notaufnahme gehen.
Der Artikel gibt nur unzureichend und irreführend wieder, was er in der Sendung tatsächlich gesagt hat.

Nicht wirklich, der Artikel bezieht sich auf seine Aussage zu alten Patienten. Die Schuld jetzt beim Artikel zu suchen und sich auf die anderen Punkten zu beziehen macht keinen Sinn.

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All das ist ein Einnahmen Problem und kein Problem von Ressourcen-Verteilung. Wenn wir die Beitragsparität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder herstellen, die Beitragsbemessungsgrenze endlich abschaffen und auch PKV versicherte in das System einzahlen lassen, dann brauchen wir keine immer steigenden Krankenkassenbeiträge mehr und müssten uns keine Gedanken darüber machen ob wir Omas verrecken lassen wollen oder nicht.
Aber hey, das würde ja bedeuten einige Leute die so wieso gut verdienen haben vielleicht etwas weniger Geld. Wer will so etwas schon?

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Möchte noch die Beamten hinzufügen, die weder bei der Rentenversorgung noch bei der Krankenkasse einen eigenen Topf haben sollten.

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Wird offenbar von gefühlt jeder Nachrichtenseite missverstanden und verfälscht wiedergegeben der Gute.
Habe mir das Video nun gegeben… 9 Minuten Populismus und Phrasen. Geilon.

Abgesehen davon wurde da aber gar nix missverstanden oder verdreht dargestellt. Er hat sogar explizit einen Kontext konstruiert (die Geschichte mit der 100 Jährigen und einer plötzlich aufkommenden Krebstherapie), um seinen Punkt zu machen.

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Ich habe versucht, es dir zu erklären, es riecht aber nach hier typischem Phänomen - bloß nicht von der eigenen Position abweichen und andere absichtlich maximal falsch verstehen (passenderweise ist er ja auch CDU-Mann)

Nö, weiche wenn ich unrecht habe potentiell von meiner Meinung auch ab, du hast nur kein Argument gehabt, warum man ihn missverstanden hat.

Er hat doch gar nicht dir geantwortet? :joy:

Ja, passenderweise sind es oft die CDU-Männer, die irgendwas raushauen und sich dann missverstanden fühlen.

Ich hab dem ja wirklich die Chance gegeben und mir 9 Minuten Video gegeben. Selbst wenn ich mal aus dem Kopfschütteln herausgekommen bin … am Ende ist die Aussage eben exakt so wie in der Berichterstattung mehrerer (!) Nachrichtenseiten wiedergegeben.

Du kannst dann aus der Opferrolle herauskommen. Du hast versucht, zu erklären, was er gemeint haben KÖNNTE. Und versuchst (weshalb auch immer) das Gesagte irgendwie abzumildern. Aber das ändert doch nichts an seiner Aussage?

Ich bin der Meinung, dass ein Spitzenpolitiker sich ordentlich ausdrücken können sollte. Und sorry to say, aber: Weil er erst noch ein Beispiel kreiert, war seine Ausführung sicher kein Zufall.

Er spricht in dem Video nicht generell von Alten, sondern bringt ein Beispiel, wo es theoretisches Potential zum Einsparen von Kosten geben könnte.