Deutsche Politik

Wie viele Leute sind es denn die wirklich noch arbeiten nach dem Renteneintrittsalter?

Das jetzt betrifft ja alles nicht die aktuellen neuen Rentner. Die meisten von denen jetzt gehen ja mit 64,… in Rente gehen aber halt das Rentenalter noch nicht erreicht für die Holz das Gesetz ja gar nicht.

Und die die wirklich schon 67 sind und das Gesetz nutzen können sind doch sicherlich nicht viele

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen einer Zusatzerhebung der EU-Arbeitskräfteerhebung 2023 mitteilt, waren 13 % der Rentnerinnen und Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren hierzulande erwerbstätig.

Finde 13% nicht so wenig.

Ein Drittel (33 %) der Rentnerinnen und Rentner, die einer Erwerbstätigkeit nachgingen, tat dies aus finanzieller Notwendigkeit.

In absoluten Zahlen:

Bis zu 2.000 Euro im Monat oder 24.000 Euro im Jahr bleibt ein Gehalt steuerfrei, wenn es von Rentnerinnen verdient wird. Aktuell würden rund 230.000 erwerbstätige Rentnerinnen davon profitieren, schätzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Ich denke Söder und die CDU werden trommeln und Milliarden an Fördergeldern der Forschung geben, damit niemand an einer Fleischallergie leiden muss

Och, sag das nicht. Geht ja nicht nur um Rentner, die jetzt wieder anfangen wollen zu arbeiten. Da zählen ja auch die dazu, die ins Rentenalter kommen, aber vllt. noch weiter ihre alte Arbeit (in verkürzter Zeit, wenn möglich) nachgehen.

Mein Vater ist z.B. nach 40 Jahren in der gleichen Firma in Rente gegangen und geht jetzt immer noch max 1x die Woche ins Lager, um leichte Tätigkeiten zu machen bzw. um junge Leute anzulernen, weil da vorher nie Prios drauf lagen ala „Jo, xxx ist ja da, muss dann niemand lernen“.

2 Like

Die wurden eher das Wort „Fleischallergie“ verbieten lassen

2 Like

Ich sage nicht, dass es nicht genug Leute gibt, die arbeiten wollen (weil sie müssen), sondern, dass Firmen wenig Interesse und Bedarfe für solche Mitarbeitenden haben. Ja, dein Vater ist ein positives Beispiel. Meine Mama auch. In vielen Firmen wird aber gerade großzügig abgebaut, da fallen nicht plötzlich „Rentner-Stellen“ vom Himmel.

Weder löst man mit der Regelung die Altersarmut noch das Fachkräfteproblem. Was jetzt auch nicht heißen soll, dass das super duper kacki ist. Aber wir haben halt größere Probleme als dieses Kleinklein. Und bei allem Respekt für die derzeitige Regierung habe ich halt das Gefühl, dass das aber über die sonstige Ratlosigkeit hinwegtäuschen soll.

Wieso sollten Firmen daran kein Interesse haben? Es wurden doch Quellen gepostet, dass es aktuell 230.000 Rentner gibt, die davon profitieren würden. Und in den nächsten Jahren geht ja die boomer Generation in Rente, also potentiell könnte die Menge noch ansteigen.
Ist nur anekdotisch, aber bei meinen letzten 2 Arbeitgebern gab einige, die auch nach 65 noch gearbeitet hatten. Weil sie Experten waren und auch weil Nachfolger nur schwer zu bekommen waren.

Ob die das jetzt der große Wurf ist und ob damit wirklich mehr Rentner arbeiten werden als wenn es die Reform nicht geben würde oder ob man nur die belohnt, die eh schon arbeiten, lässt sich vermutlich noch gar nicht sagen

1 Like

Allergiker-Mett
Allergiker-Burger

Direkt mal patentieren lassen.

230 000. Also 13% aller Rentner:innen zwischen 65 und 74, wie wir gelernt haben. Bei 3,5 Mio Renter:innen, die armutsgefährdet sind oder unter der Armutsgrenze leben. Ich würde also sagen: Potenzial ist schon jetzt da. Wieso wird das nicht genutzt?

Anekdotisch in die andere Richtung: Ich kenne keinen einzigen, der bei meinen zwei letzten Arbeitgebern noch in der Rente gearbeitet hat. Im Gegenteil: Wir hatten einen im Team, der unbedingt wollte - aber man war froh um die Stelle, die abgebaut wurde. Und das war offensichtlich kein Einzelfall. Ist natürlich nur anekdotisch, aber die größten Unternehmen hier in der Region wollen perspektivisch 40 000 Stellen streichen. Und weil das sozialverträglich ablaufen muss, ist man froh um jeden, der seine Dienstzeit abgesessen hat.

1 Like

Der letzte AG meines Vaters fragt bereits seit Jahren bei ihm an ob er nicht 1-2 Tage arbeiten und bei der Ausbildung seiner Nachfolger helfen will. Er hat das immer abgelehnt weil er keine Lust hatte auf das Einkommen Steuern zu zahlen. Mal schauen ob er sich das jetzt anders überlegt :smiley:

Habe jetzt nicht alles ins Detail verfolgt, aber es ging doch bei dieser Rente um das Thema Fachkräftemangel, grade im Hinblick auf die Boomer Generation. Also in der Regel Gutverdiener mit entsprechenden Rentenansprüchen.
Um Altersarmut ging es bei dieser Rente doch nicht? Wer arbeiten muss, weil die Rente zu niedrig ist, der wird damit zwar auch besser gestellt (was sehr gut ist, weil die wahrscheinlich eh nicht über die 2000 Euro kommen), aber der Antrieb ist doch der Fachkräftemangel.
Und klar, das betrifft nicht jede Branche, mag sein dass das wie in deinem Link in vielen Industrien nicht zieht. Aber dann gibt es dort ja auch keinen Fachkräftemangel

Auch beim Fachkräftemangel gibt es doch schon genug Potenziale? Wir haben 500k(?) fehlende Fachkräfte. Trotz 20 Mio Rentner:innen und 2 Mio Arbeitslosen. Wieso ist das so?

Soweit ich das lese, sind die meisten offenen Stellen in der Gesundheit und Pflege, im Sozialwesen und der Kindererziehung. Ist es vllt einfach so, dass Krankenpflegerin Rita mit 65 Jahren und > 40 Jahren arbeiten auf dem Buckel durch ist? Und vllt hat Ute mit 70 nicht mehr die Nerven, auf Kleinkinder aufzupassen.

Ich kann da am Ende halt nur meine Aussage wiederholen: das ist weder ein Lösung für die Altersarmut noch für den Fachkräftemangel.

Ja keine Ahnung?!?
Vermutung: Bei den Arbeitslosen eine fehlende oder nicht passende Qualifikation, keine räumliche Überschneidung von Arbeitslosen und offenen Stellen, oder auch andere Gründe.
Bei den Rentnern fehlt vermutlich bei vielen die Lust weiter zu arbeiten anstatt den Ruhestand zu genießen? Vielleicht auch, wie bei Suelo, die fehlende Motivation, wenn von dem Gehalt ein größerer Teil an Steuern abgeht.
Genau das setzt diese Rente an?!?

Keiner ist doch gezwungen, weiter zu arbeiten (bzw die, die finanziell gezwungen sind, tun das mit oder ohne der Steuerbefreiung).
Dass diese Maßnahme alleine den Fachkräftemangel behebt, hat glaube ich keiner behauptet. Vielleicht mindert es den aber etwas.
Ob es überhaupt einen Effekt gibt, wird wohl erst die Zukunft zeigen

Ok also long story short: es ist Symbolpolitik.

Ist so bei näherer Betrachtung nämlich ziemlich viel vielleicht und eventuell. Kann man aber natürlich so machen, während das Land vor die Hunde geht.

Was wäre dein Ansatz?

1 Like

Und was deiner?

Wie das Beispiel von Suelo zeigt, kann ich mir schon vorstellen, dass es Auswirkungen gibt. Wie hoch die ausfällt, lässt sich denke ich nicht abschätzen, vor allem von uns nicht. Du kannst die Auswirkungen natürlich bei nahezu 0 sehen und es Symbolpolitik nennen, ist dann aber eben einfach deine Vermutung

ahjo, danke fürs Gespräch.

1 Like

Sorry, aber die Frage zeigt doch schon, wohin die Reise gehen soll. Dabei muss ICH doch gar keine Lösung haben? Das ist doch gar nicht meine Aufgabe? Das hier ist kein Rejoined Politspiel, sondern eine Diskussion darüber, wie sinnig die Gesetze sind, die man da beschließt.

Und derzeit sehe ich da viel Symbolpolitik und Lobbyismus. Mc Donalds bekommt nun 100 Mio mehr am Ende des Jahres, Karlsruhe darf sich bald mit dem Hartz4-Bürgergeld auseinandersetzen und ein Hauch Rentner bekommt bald bisschen mehr Geld.

Ach und Merz und Söder sind happy darüber, dass die Wurst endlich geschützt ist. Vllt.

Arme Menschen bleiben arm. Migranten fühlen sich noch ein wenig unwohler hierzulande. Das Klima macht wozu der Mensch es halt seit Jahrhunderten so leitet und mit viel Glück geht das noch ne längere Weile gut.

Vllt aber bekommt die Wirtschaft dank der neu gewonnenen Fachkräfte Ü60 endlich den nötigen Aufschwung, der uns die soziale Gerechtigkeit finanzieren lässt. Dann könnt ihr mich gerne quoten und ich lasse euch ein Like da.

2 Like