Coronavirus

Bist du dir da sicher? Wenn also mein AG sagt, ich soll im Büro FFP2-Maske tragen, dann hab ich ein Anrecht auf 2h Pause während meinen 8h Arbeit?

Grundsätzlich sind FFP2 Masken ok, sofern man regelmäßig die Option hat, sie für einen Augenblick abzunehmen. Außerdem sind sie deutlich angenehmer, wenn man nicht permanent reden muss.
Die FFP2 Masken werden beim „viel“ Sprechen meiner Erfahrung nach nochmal mehr zu einer Belastung. Und wenn ich das dann z.B. mehrere Stunden machen müsste…Kannste keinem normalen Arbeitnehmer zumuten. Deswegen ja auch die Regeln.

Mal eben einkaufen oder ne Stunde tragen ist ja alles geschenkt. Darum gehts ja aber auch nicht.

Da die Masken das Atmen erschweren, sollten Arbeitnehmer regelmäßige Erholungspausen einlegen. Rechtlich gelten die dann aber nicht als vollwertige Arbeitspausen, sondern nur als Phase, in der die Maske nicht getragen werden muss. Tätigkeiten, die ohne Mund-Nasen-Bedeckung durchgeführt werden können, sind also weiterhin möglich. Es gibt keine Pflicht, zusätzliche Erholungspausen zu gewähren.

Die Deutsche Unfallversicherung empfiehlt in einem Leitfaden folgende Tragezeiten bei mittelschwerer körperlicher Arbeit:

  • FFP-Masken ohne Atemventil: 75 Minuten Tragezeit und anschließend eine Pause von 30 Minuten.
  • FFP-Masken mit Atemventil: zwei Stunden Tragezeit und anschließend eine Pause von 30 Minuten.
  • OP-Masken: zwei Stunden Tragezeit und anschließend eine Pause von 30 Minuten.

Bei leichter Arbeit ist eine Verlängerung der Tragedauer auf 3 Stunden möglich.

Im Bereich der Personennahverkehrs wurde hier eine verbindliche Regelung getroffen. Die Frage ist halt, wie es z.B. im Einzelhandel der Fall war. Da hab ich ehrlicherweise keine Ahnung. Würde mich aber doch wundern, wenn die da machen können, was sie wollen.
Wichtig ist aber, was dort genau steht. Den AN muss also eine „Pause vom Tragen“ angeboten werden. Pause im Sinne von „nicht Tragen einer Maske, für eine gewisse Dauer“. Nicht gemeint ist die Erholungspause! Da ist bei Zugbegleitern natürlich kaum möglich, da sie ja permanent auf den Zügen sind und nicht „ausweichen“ können. Im Büro kann man das aber recht einfach anpassen.
Wir haben im Büro auch keine Pausen im herkömmlichen Sinne, dürfen die Masken aber im Büro absetzen. Beim Verlassen des Raumes musste die FFP2 dann damals aufgesetzt werden, genauso wie jetzt eben die Medi.

Ich fahre ja seit Jahren schon jeden Tag Bus und ich habe bisher noch nie eine einzige Kontrolle gesehen wegen den Masken. Es wird nur manchmal vom Fahrer darauf hingewiesen, wenn jemand keine an hat oder sie runter zieht, vielleicht zählt das schon als „Kontrolle“, ich weiß es nicht. Aber oft telefonieren da auch Leute mit heruntergezogener Maske und es interessiert „keinen“.

Und am Bahnhof hab ich auch noch nie jemanden gesehen der die Leute darauf hingewiesen hat, dass sie da ihre Maske aufziehen sollen, die Leute stehen da eigentlich fast alle regelmäßig ohne Maske rum. Von Impfstatus kontrollieren oder so will ich gar nicht anfangen, hab ich auch noch kein einziges Mal erlebt. Und ich wohne jetzt nicht irgendwo im Osten, sondern in NRW.

Zumindest kommt am Ende der Fahrt immer eine Durchsage, dass man eine FFP2-Maske tragen soll lt. Landesregierung, die Meldung hat sich aber auch mittlerweile drölf mal verändert, mal hieß es OP-Maske wäre ok, dann hieß es wieder FFP2-Maske.

Und wie? Ich kann nur am PC arbeiten und dort muss eine FFP2-Maske getragen werden. Wenn ich also die Maske abziehe, darf ich nicht am PC sein und was soll ich in der Zeit machen?

Einzige Möglichkeit wäre da wohl auch OP-Masken zu erlauben. Gut zu wissen ^^

Zugbegleiterabteil oder die gehen Einfach ins Cockpit (oder wie auch immer das beim Zug heißt? :D). Keine Ausweichmöglichkeit ist übertrieben. Abgesehen davon sind viele auch immer am quarzen, wenn man mal paar Minuten Halt macht.

Und das ist auch nicht einfach purer Aktionismus.

Ich glaub das hängt auch viel damit zusammen, wo du Bahn fährst, welche Anbieter fährt und wie die Zugbegleiter so drauf sind.
Habs am Montag erst erlebt, dass eine Zugbegleiterin einen Fahrgast auf das falsche Tragen hingewiesen hat, er die Maske (OP Maske) aber weiterhin unter der Nase trug und schlussendlich rausgeworfen und von der Polizeit wegen Hausfriedensbruch abgeführt wurde, weil er nach Verweis den Zug nicht verlassen wollte ^^ Die Zugbeleiterin hatte aber eben keine Lust auf einen Fahrgast, der die Maske nicht richtig trägt. Das ist aber der seltene Fall!

Viele Zugebleiter haben einfach keine Lust auf den Stress. Oftmals sind sie eben auch alleine unterwegs. Mehr als ein Hausverbot können sie idR eh nicht aussprechen und im Zweifel sind sie eben immer unterlegen. Ein „behördliche“ Kontrolle können sie ja nicht durchführen, genauso wenig irgendwelche Ordnungsstrafen verhängen. Es ist also im Grunde ein hoffnungsloser „Kampf“. Genauso verhält es sich mit der 3g Kontrolle in Bus und Bahn. Wer soll das wirklich kontrollieren. Passiert quasi auch nicht.

Naja oder wie bei uns. FFP2 nur bis zum Büro - oder ist das son Großraumbüro mit vielen Angestellten?
Wir sitzen zu zweit im Büro und das immer im Tageswechsel. Aber selbst in Großräumen verstehe ich das nicht so recht, weil die Mitarbeiter bei uns zumindest getestet werden. Irgendwann ist es dann meiner Ansicht nach auch übertrieben die Maske weiterhin zu tragen

Das mit dem Führerstand (Auch Führerhaus genannt damals) haben auch viele als „Option“ genannt, wurde aber durch andere Stellen abgelehnt. Kann dir aber nichtmal genau sagen, warum das der Fall ist.
Rauchen bzw. Luft tanken kannst du nur, wenn der Zug einen längeren Halt halt. In meinem Tätigkeitsbereich gibts auf den Linien selten Haltestellen, die mehr als 30 Sekunden Aufenthalt haben. Von daher ist die Option nicht immer vorhanden.

Aktionismus ist es meiner Ansicht nach schon, weil sich die Leute in den nächsten Wochen eh anstecken werden - wer von euch glaub denn ernsthaft, dass er es nicht bekommen wird ^^
Anstatt Impfpflicht nochmal konkreter zu besprechen werden nun wieder Alternativen gesucht, um den eh nicht aufzuhaltenen Zustand zu verzögern und am Ende wieder nix zu lernen / anzupassen. Die Kernfragen werden einfach immer und immer wieder umgangen. Es wird rumgeeiert und Zeit totgeschlagen mal wieder.
Und kommt mir bitte nicht mit dann noch rasanter steigenden Zahlen - Die Leute mit Impfung werden grds. keinen schweren Verlauf bekommen. Sollte es dann wirklich zu Problemen mit Betten etc. kommen wäre es dann nochmal ein Moment, die Pflicht umzusetzen. Durch die Einfürhung von FFP2 und der künstlich gewonnen Zeit werden wir aber wieder und wieder zu den selben Situationen kommen. Wir schieben es auf, es passiert quasi nix, irgendwelche Regelungen werden gelockert, im Herbst und Winter steigen erneut die Zahlen…

Vermutlich bin ichs einfach Leid.

Karl: „Es ist einfach wissenschaftlich richtig: Nach drei Monaten kann man sich nach einer Delta-Infektion erneut mit #Omikron anstecken. Deshalb stehe ich für den Beschluss des @rki_de

Dazu Watzl: "Dass Geimpfte länger als immun gelten als Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, sei ‚nicht nachvollziehbar‘, sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie … Wenn man den Genesenen-Status verkürzt, muss man das eigentlich auch für die Impfzertifikate tun.“

Wissenschaft bedeutet für Lauterbach mal wieder das was ihm ins Narrativ passt.

so kennt man karl. ich glaube schon lange nicht mehr, was der von sich gibt.

Er hat halt Rechte mit seiner Aussage.

Aufgrund der Omikron-Variante besteht nach Auffassung des RKI ein deutlich größeres Risiko, sich bereits drei Monate nach der Genesung wieder anzustecken. Darauf deuten Daten einer britischen Studie sowie ein Bericht der britischen Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) hin. Diese stellen fest, dass seit November die Zahl der Menschen, die sich mindestens 90 Tage nach der ersten Corona-Infektion erneut infiziert haben, rapide gewachsen sei. Diese sogenannten Re-Infektionen haben laut der Ergebnisse im Dezember ungefähr zehn Prozent aller Infektionen in Großbritannien ausgemacht.

Die Frage ist eher, warum man nicht die Zeit bei Geimpften ebenfalls auf 3 Monate reduziert, aber das hat ja nichts mit der Aussage zu tun. Er wurde da ja nach der Entscheidung des RKI gefragt, den Genesenenstatus zu reduzieren.

Viel interessanter:

Nein hat er nicht, er behauptet die Entscheidung wäre wissenschaftlich gefallen. Wäre diese wissenschaftlich hätte sie genauso auch bei Geimpften sein müssen, sie war also rein politisch.

Er hat danach auch gesagt, dass er nicht immer alles, was wissenschaftlich richtig ist, auch durchbringen kann. Da ging es um die Frage, wieso das in der EU zb 6 Monate sind.

Das hier ist übrigens das Interview von gestern.

Was möchte er damit sagen? Dass er auch den Geimpften Status auf 3 Monate begrenzen möchte aber damit nicht durchkam? Dass alle in der EU ausser er keine Ahung haben?

Ist dem so? Also überall sonst gibt es die Regelung, dass am Arbeitsplatz / Schreibtisch die Maske nicht getragen werden muss :O

Das Politik nicht immer einfach ist und nicht nur die Meinung des einzelnen zählt.

Gibt viele Firmen, wo am Arbeitsplatz Maske getragen werden muss. Gerade in Großraumbüros.

Diese Entscheidung ist auch wissenschaftlich gefallen. Die Frage ist, warum die andere Entscheidung (Geimpft) nicht wissenschaftlich fällt, aber das ist oben gar nicht die Frage.

Nein, auch für sich gesehen ist diese Entscheidung nicht wissenschaftlich. Denn von dem Plan Infektionen dauerhaft zu vermeiden durch Impfung (oder durch genesene) sind wir mittlerweile abgerückt, da völlig unrealistisch, wir nehmen also Infektionen in allen Bereichen in Kauf und möchten schwere Verläufe vermeiden. Und genau davor sind Genese viel länger als 3 Monate geschützt.

Aber genau das ist ja der Punkt, der für Irritationen sorgt. Es gab doch Untersuchungen dass man mit 2 Impfungen + Infektion mehr Antikörper hat, als mit 2 Impfungen und Booster. Und das klingt ja auch logisch.
Ich denke man darf an der ganzen Sache auch den politischen Hintergrund nicht außen vor lassen. Mit der Reduzierung auf 3 Monate erhöht man ganz einfach auch den Anreiz sich impfen zu lassen. Das gleiche gilt für den Wegfall der Testpflicht für Geboosterte. Und es verringert den Anreiz, sich absichtlich zu infizieren um die Impfung zu vermeiden.

Finde es ziemlich lächerlich, dass da nur gezählt wird, wie oft die Zertifikate ausgestellt werden, und nicht an wen…
Ich habe mir bei der Booster Impfung auch alle 3 Zertifikate neu ausstellen lassen, weil beim ersten mal beim 3. Zertifikat mein 2. Name falsch eingetragen war. Diese Zahl halte ich für relativ nichtssagend