Der SPD-Politiker und frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat nach der schweren Wahlniederlage seiner Partei Fehler bei der inhaltlichen Ausrichtung beklagt. Die SPD habe zu sehr auf Themen gesetzt, „die nicht in der Mitte der Gesellschaft liegen“, sagte Thierse der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Als Beispiele nannte er das Selbstbestimmungsgesetz, die Cannabis-Legalisierung und das Heizungsgesetz. Die SPD müsse zurückkehren zu den Fragen von Arbeit, Einkommen, wirtschaftlicher Zukunft und Zukunft des Sozialstaates, sagte Thierse. „Diversität, Identität, Gender et cetera sind Nebenfragen, die nicht dasselbe Gewicht haben dürfen.“
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Weil die Wählerbewegung ja in der Mitte geblieben ist, hätten Themen für die Mitte der Gesellschaft der SPD geholfen. Man sieht klar eine Verschiebung an die Rändern des politischen Spektrums, AFD, Linke und auch wenn ich die CDU vor ein paar Monaten noch in der Mitte gesehen hätte, hat Merz es geschafft, die Partei in kürzester Zeit („Zusammenarbeit“ mit AfD, die Rede vor der Wahl, etc.) deutlich weiter nach Rechts zu bewegen als sie ohnehin schon war.
Auch gut, dass er die SPD-Angstthemen innere Sicherheit und Migration gar nicht benennt. Obwohl dies mit der Wirtschaft die wichtigsten Themen bei der Wahl waren. Aber hey, Selbstbestimmung und Heizungsgesetz waren schuld. 