schon klar, es war mehr ein genereller Kommentar zu Notfallübungen
Das nächste Armutszeugnis für alle Beteiligten!
Das wäre mir als Verantwortlichem so endlos peinlich.
Ich stelle die Übung an sich ja nicht in Frage. Die ist natürlich absolut notwendig und zeigt auch Defizite auf.
Aber cmon.
Hier auf meiner Arbeit gibt’s den „Teledoc“, wo ich per Livestream mit erfahrenen Ärzten und Pflegepersonal während einer Reanimation mir Hilfe und Tipps holen kann.
Zusätzlich kann ich einen Hubschrauber anfordern der innerhalb von 20min hier ist.
Und dort muss irgendein Dulli per Fax erstmal schreiben, dass es ein Notfall gibt???
Sorry, dass kann’s echt nicht sein. Schon in der grundlegenden Theorie passt da was überhaupt nicht.
Nur mal vorstellen da wäre wirklich was passiert. Wer kommt denn für diesen Mist auf, dass da noch per Fax kommuniziert wird? Ich checks nicht.
Dass ein Fax veraltet ist, ist natürlich allen klar. Aber das ist nicht die Ursache für eine Verzögerung von einer Stunde.
Das sind doch höchstens 2-3 Minuten, die ein Fax länger dauert als eine Email.
Keine Frage, das muss umgestellt werden. Aber das ist doch nicht das Hauptproblem hier
Wer verschickt denn für einen Notfall eine Email?!
Irgendwas stimmt doch bei den Aussagen oder Berichterstattungen nicht.
Die Meldung geht als Notruf telefonisch bei der Bahnleitstelle ein und die haben wohl gepennt, waren am frühstücken, haben Candy Crush gespielt oder waren draußen vor dem Dienstgebäude eine rauchen, sodass der Notruf erst 30 Minuten später bei der zentralen Leitstelle in Thüringen telefonisch einging. Und die sollen KEINE MÖGLICHKEIT haben bei Polizei/Feuerwehr und Rettungsdienst anzurufen?
Entweder ist eine viel größere Panne passiert die man unter den Tisch kehren will oder irgendwas anderes ist faul.
Auch total unnötig, dass der Zugführer nicht direkt rtw/ffw/Polizei per Notruf 110 informiert und erstmal über seine Dienststelle gehen muss?
Egal wie schnell die Dienststelle reagiert, man hat dadurch einen Zeitverlust
Und die Bahnleitstelle kannst du immer noch danach anrufen.
Ich verstehe so vieles daran nicht
Die Bahn nutzt einen eigenen Zugfunk innerhalb ihrer Infrastruktur ( GSM-R Zugfunk ).
Der funktioniert unabhängig vom Mobilfunknetz, was grundsätzlich auch zu begrüßen ist, wenn man sich die Netzabdeckung im ländlichen Raum oder z.B. in Tunneln mal anschaut.
Der Ausfall dieses Zugfunks war z.B. der Grund für die deutschlandweite Stilllegung des Zugverkehrs vor einiger Zeit.
I know, und sicherlich wird es in dem Tunnel keinen Mobilfunk gegeben haben aber allgemein sollte doch gelten:
Prio 1 - Notruf via diensthandy/privathandy 110, sekundär Info an Leitstelle
Prio 2 - falls das nicht möglich ist, dann bahnfunk
Bei der Bahn ist es doch viel wichtiger, dass im Zweifel erst einmal andere Züge gestoppt werden etc als dass die Rettungskräfte 2 Minuten früher gerufen werden
Zumal die Leitstelle viel besser wissen sollte, wo sich der Zug grade genau befindet
Bin der Meinung, da sollte bestenfalls niemand was anrufen müssen. Da muss es mehrere dicke rote Knöpfe geben und dann wird alles andere automatisch ausgelöst.
Dieses. Der lokale Notruf hat sich gar keine Ahnung wie er reagieren soll. Dafür gibt es ja eigene Notfallprozesse. Die sollten auch regelmäßig gestresst werden.
Zugegeben ich kenne mich nicht in der Materie Bahn aus aber ich dachte die einzelnen Gleisabschnitte sind durch Tracking automatisiert überwacht
Sprich, „das System“ weiß immer ob ein Gleisabschnitt frei oder durch einen Zug belegt ist und die Signale werden erst grün für den folgenden Zug, wenn der vordere Zug den Abschnitt verlassen hat
Naja, im Endeffekt sollte zwischen Notruf via Bahnleitstelle und direkter Notruf an Zentrale Leitstelle zeitlich nur minimaler Verlust einhergehen sodass die Wichtigkeit der Reihenfolge tatsächlich eher obsolet ist
Das was du beschreibst, ist Teil der Digitalisierung und dieses Zugsicherungssystems ETCS, soweit ich weiß. Derzeit ist es noch so, dass ein Bruchteil nur digitalisiert ist und die Streckenabschnitte manuell von Menschen freigegeben werden, die alle paar Kilometer in diesen Stellwerken am Streckenrand hocken.
Aber gefährliches Halbwissen.