Verkehrswende

Weiß jetzt nicht, warum du mich für deinen Vergleich von Äpfeln und Birnen markierst.

Ich bin doch völlig bei dir mit deiner Aussage, aber du sagst es halt schon selber - der Fernverkehr wird irgendwann folgen und das ist meiner Meinung nach nicht in den nächsten 5 Jahren.

Es geht hier die ganze Zeit um Fernverkehr und der Praxis zum heutigen Stand, wofür Mercedes Werbung machen möchte.
Bin da bei overkill, dass der Versuch halt den akuten Nachholbedarf aufzeigen wird, was ja gut ist.

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Mir geht’s nicht um ihn sondern um das Gesamte. LKWs werden abends, wenn sie stehen müssen sicher nicht mit DC laden, sodass in dieser Stehzeit eben nicht jeder laden kann aufgrund fehlender Ladesäulen.

Ich habe mich jetzt wenig mit e LKWs beschäftigt, allerdings Stelle ich mir es aktuell schwierig vor, bei dem Stress den die Fahrer dauerhaft haben Aufträge zeitlich zu schaffen zwischendurch noch (länger) zu laden.
Die Chinesen haben ja schon bewiesen mit ihrer Akku Technik das sie schnell(er) laden können, nur die Europäer hängen da massiv hinterher (Ausnahmen gibt es, aber zu wenig)

Ich sehe das flächendeckend aktuell sehr kritisch, weil es unter anderem bei den Autos ja auch noch nicht flächendeckend so ist mit dem Laden.
Von den ganzen Kosten mal abgesehen.

Weil sich dein Statement wie jede klassische ich bin gegen Veränderung Argmentationskette liest.
Viele angebliche Gründe wieso irgendwas nicht geht und dass das ja alles viel zu früh kommt.

Aber vielleicht habe ich deine Intention da missverstanden.

Grundsätzlich sollten wir uns halt der Entwicklung nicht verschließen, sondern sie effizient fördern, auch zum Wohle unserer Truckproduzenten.

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Auf keinen Fall, je früher wir der Klimaneutralität näher kommen, desto besser, egal in welchem Bereich.

Ich wollte eigentlich nur aufzeigen, dass die Welt nicht so bunt ist, wie sie gerne gemalt wird. Wäre schön, wenn das in naher Zukunft so umgesetzt werden kann, aber ich persönlich glaube halt nicht daran.

Würde mich stark überraschen, wenn wir in den nächsten ~10 Jahren vermehrt E LKWs auf der Straße sehen.

was meinst du mit vermehrt? es ist 100% der Fall, dass jedes Jahr mehr E-LKW auf den Straßen zu sehen sein werden. Das ist dann vermehrt, oder meinst du „hauptsächlich“?

Naja, ich rede von Zahlen, die deutlich sichtbar auf den Straßen sind. Laut kurzer Recherche sind im Moment 21k-30k E-LKW auf den Straßen unterwegs von 3,2 Millionen LKWs. Sprich das müsste mindestens mal verzehnfacht werden.

Ich se das ähnlich wie Quechua. Ja es ist technisch flächendeckend theoretisch möglich. ABER dafür müsste es auch entsprechende Signale aus der Politik geben. Sowohl die aktuelle Regierung als auch die aktuellen Wahltrends geben mir jetzt keinen Grund zu glauben, dass in naher Zukunft eben die politischen Weichen für eine Transformation des logistischen Fernverkehrs geschaltet werden.

In 10 Jahren kann echt viel passieren. Gut ausgelastete LKWs dürften normalerweise weniger als 10 Jahre in Betrieb sein (Jährliche Laufleistung 200tkm, maximale Laufleistung selten über 1,500tkm), und mit jedem Jahr wird der Umstieg einfacher.

Wenn ich hier (Schweiz) mal schaue, was auf ner Baustelle so rumsteht, ist mittlerweile praktisch alles rein elektrisch: Bagger aller Grössen, Muldenkipper, usw. Und auch schon eine beträchtliche Menge der LKWs. Würde mich daher wundern, wenn der Marktanteil von E-LKWs in 10 Jahren noch unter 25% wäre.

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Das wird Frau Reiche schon zu verzögern wissen

Hab dazu mal kurz ChatGPT gefragt. Also wenn man 1 LKW hat und ca 100km pro Tag fährt dann schafft man das mit der eigenen PV ganz gut.
So bald es aber 5 LkWs sind und eher mittleren Distanzen 300km sind, dann braucht man:

. Energiebedarf pro LKW

Für mittelschwere bis schwere E-LKW im Regionalverkehr:

  • realistischer Verbrauch:
    • 1,2–1,6 kWh/km
  • bei 300 km:
    • sinnvoller Mittelwert: 1,4 kWh/km

Berechnung pro Fahrzeug:

E=300⋅1.4=420 kWhE = 300 \cdot 1.4 = 420\ \mathrm{kWh}E=300⋅1.4=420 kWh

Mit Ladeverlusten (~10 %):

Egesamt=420⋅1.1=462 kWhE_{gesamt}=420\cdot1.1=462\ \mathrm{kWh}Egesamt​=420⋅1.1=462 kWh

→ Pro LKW ca. 460 kWh täglich

2. Gesamtbedarf für 5 LKWs

E5=5⋅462=2310 kWhE_{5}=5\cdot462=2310\ \mathrm{kWh}E5​=5⋅462=2310 kWh

→ ca. 2,3 MWh pro Tag

Das entspricht ungefähr:

  • dem Tagesverbrauch von 60–80 Einfamilienhäusern.

5. Benötigte Dachfläche

1 kWp benötigt etwa:

  • 5–6 m² Dachfläche

Damit:

A=800⋅5.5≈4400 m2A=800\cdot5.5\approx4400\ \mathrm{m^2}A=800⋅5.5≈4400 m2

→ etwa 4.000–5.000 m² Dachfläche

Kosten:
→ rund 190.000 € pro Jahr Diesel
VS:

Gesamtes Projekt inkl. Fahrzeuge

Szenario Gesamt
Infrastruktur ohne Speicher ~2,5–4 Mio. €
Mit großem Speicher ~3–6 Mio. €

Wenn man dann nach ROI rechnet gibt die AI einem je nachdem was man fragt 5-30 Jahre zurück.

Realistische Praxislösung 2026

Die meisten wirtschaftlichen Projekte sehen eher so aus:

Komponente Größenordnung
PV 500–800 kWp
Speicher klein bis mittel
Nachtladen aus Netz ja
Investition Infrastruktur 1–2 Mio. €
Fahrzeuge 1,8–2,5 Mio. €
Gesamt ~3–4 Mio. €
ROI 6–12 Jahre

Fazit

Wenn man:

  • große Speicher,
  • maximale Eigenversorgung,
  • komplette Infrastruktur,
  • und 5 neue E-LKW

zusammenrechnet, landet man schnell bei:

→ 5 bis 8,5 Mio. € Gesamtinvestition

Dann liegt die reine wirtschaftliche Amortisation aktuell oft bei:

→ 20–50 Jahren

je nach Förderung.

Deshalb bauen die meisten Unternehmen heute keine vollständige Energieautarkie, sondern optimieren auf:

  • PV-Eigenverbrauch,
  • intelligentes Lastmanagement,
  • Netzstrom nachts,
  • kleine Speicher.

Einsparung ELKW vs LKW

Kategorie Diesel E-LKW (PV) Vorteil
Energie 190.000 € 75.000 € -115.000 €
Wartung 45.000 € 19.000 € -26.000 €
Gesamt 236.000 € 94.000 € -142.000 € / Jahr

Aber das wäre jetzt wenn man sehr gut rechnet.

Also müsste man das gegenrechnen:
142.000€ im Jahr Einsparung vs. ~3–4 Mio. € Investition.

Da wirst dann merken für wie viele sich das wirklich lohnt.

kannst für den E-LKW auch noch die Mautbefreiung einrechnen lassen.

Kategorie Diesel E-LKW (PV) Vorteil
Energie 190.000 € 75.000 € -115.000 €
Wartung 45.000 € 19.000 € -26.000 €
Maut 75.000 € 0 € -75.000 €
Gesamt 310.000 € 94.000 € -216.000 € / Jahr

Ergänzt+Wartung.
Ist aber auch mit 365 Tagen gerechnet.
Denke aber auch das die ELKWS zukünftig Maut zahlen müssen. Sind ja trotzdem schwer und machen die Straßen kaputt.

Kostenvergleich Diesel vs Elektro hoch nach Skandinavien im Winter/Frühjahr.
Die Kostenersparnis ist ja das eine, aber auch die Reduzierung von Emissionen rechtfertigt die Förderung.

Verzehrt das Ganze doch etwas, weil der Dieselpreis sich in der kommenden Zeit wieder etwas nach unten reguliert?!

Gibt das die politische Lage her, dass man davon ausgehen darf?

Also ich weiß aus guter Quelle dass ab Juni dauerhaft Frieden im Nahen Osten herrschen wird

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Auch Vergleiche aus Nov/Dez 25 kommen auf ein positives Ergebnis.
Auch wenn da die Maut immer ein entscheidener Faktor ist.

Ich denke aber, dass die Diesel-LKWs relativ ausentwickelt sind und es keine massiven Effizienzsprünge mehr geben wird.
Das Gegenteil ist bei eLKWs und der allgemeinen Infrakstruktur drumherum zu erwarten.

Vor 5-10 Jahren hätte dich jeder für verrückt erklärt, wenn du gesagt hättest, du fährst mit dem eLKW zB in die Türkei.

Das die Branche allgemein durch Niedriglohnfahrer aus dem Ostblock massiv unter Druck steht, ist ein davon unabhängiges Problem.

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Eben wenn man das wirklich wollen würde, würden sich die Logistikkosten und damit die Produktkosten massiv erhöhen. Vor allem auch Lebensmittel.

Die meisten Logistikunternehmen fahren doch mit Ostblock LKWs und Ostblockfahrern. Als ob die auf elkws umsteigen.

Bin mir nicht ganz sicher obs hier rein passt, aber:

Gut das es zeitnah erkannt wurde und behoben wird, aber die Probleme mit Brücken wird man (in Dresden) erstmal nicht so schnell los.

Spröde Brücken können auch entzücken sagte schon Roy Präger seinerzeit

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