Ich beziehe mich hier auf Vingegaards eigene Aussagen, dass man nicht perfekt vorbereitet war.
Dieses Jahr haben sie ja enormen Fokus gelegt, dass er an den langen Anstiegen besonders stark ist.
Laut ihm ging das zu lasten der Explosivität, welche er in der ersten Hälfte der Tour benötigt hätte.
Dazu meinte er, dass man den Kurs falsch eingeschätzt hat.
Das sind schon sehr offene Worte und zeigen für mich klar, dass man das bei Visma auch in den eigenen Augen nicht perfekt hinbekommen hat.
Die Parallele zu PFP ziehe ich, weil sie anscheinend voll auf den einen Effort am Mont Ventoux setzt.
Der Rest der Strecke erfordert ja auf den ersten Blick eher diese Explosivität, welche ihr vorgestern schon gefehlt hat.
Und egal was sie in den Interviews in den letzten Tagen und Wochen gesagt hat: das gestern sah nicht danach aus, als ob man wirklich intensiv seit einem halben Jahr am Zeitfahren gearbeitet hat.
Kann natürlich alles noch aufgehen. Allerdings sehe ich sie auf einigen Etappen eher ein paar Sekunden verlieren und ob sie Vollering nochmal 2-3 Minuten an einem Berg abnimmt bleibt erstmal abzuwarten. Dafür sah die dieses Jahr auch bei den richtig harten Bergen echt gut aus