Quo vadis FIFA?

Könnten damit etwas dubiose Werbepartner Zutritt erhalten? Also ernsthaft, ist doch eh schon alles korrupt und voller Wettanbieter, was würde dadurch noch anders werden? 128 Mannschaften bei der WM?

[…] Der Präsident schreibt von einer „vollkommen demokratischen Entscheidung in den Händen der Mitgliedsverbände“. Eine einfache Mehrheit [106 von 211] sei nötig, um den am Dienstag bekannt gewordenen Plan umzusetzen, Anteile an der Fußball-WM an Investoren zu verkaufen. […]

for context: Liste der FIFA-Mitglieder (Wikipedia)

Kann man mal drüber schauen und überlegen, ob man auf 106 Verbände kommt, die zustimmen.

Die UEFA hat iirc 55 Mitglieder. Sollten die geschlossen dagegen stimmen, bräuchte es 106 aus 156.

gut, solche Abstimmungen sind hatl auch absoluter Schwachsinn, wenn die größten Verbände nur jeweils eine Stimme haben und von Curacao, Andorra und Kap Verde überstimmt werden für die solche Pläne gleich mehr Geld bedeuten.

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Das war ja auch die Analyse des Ganzen. Die kleinen Verbände werden alle „aufgekauft“ und dadurch kann sich quasi irgendwer die Mehrheit an dem ganzen Bumms sichern.

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Ich lese hier insbesondere die kleinen Verbände profitieren und wählen ihn. Das ist legit. Der europäische Verband kriegt dann aber auch mehr Geld. Mir fehlt trotz der Meldungen der UEFA die auch nur heiße Luft sein können die Fantasie, dass da der europäische Verband geschlossen gegen Infantino votet. Nie im Leben.

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ist eig krass, wie schnell das jetzt von der meldung zu einer abstimmung ging

Das liest sich wie ne private chatnachricht amk

Jetzt gibt’s dazu sogar einen eigenen Liveblog:

https://www.kicker.de/6a69a4c99bfb9a0387e5fbca/liveticker

Leute werden trotzdem die WM gucken. Also warum sollte es die FIFA jucken?

Wenn alle europäischen (top) Nationen nicht dabei sind, wird es die Fifa schon jucken.

Am Ende ist es nur eine nebelkerze, um von der balogun/trump Sache abzulenken. :trololo:

Ob die uefa da dann nicht teilnimmt. Geht nur um Kohle, sonst hätten sie schon Katar boykottieren können usw.

mmn nicht wirklich vergleichbar.

Die Vergleiche mit Katar, Saudi-Arabien, USA hinken. Da ging es halt „nur“ darum, dass das Gastgeberland moralisch fragwürdig ist.

Hier wird aber quasi die WM ansich zum Kauf angeboten, und damit quasi auch die Entscheidungsgewalt darüber, wie sie in Zukunft stattfindet.

Das und die Sache mit Balogun haben Infantino glaub ich für die UEFA nochmal weiter ins Abseits geschoben. (Dazu auch die Klub-WM, die die Uefa ja glaub ich auch nicht so wirklich wollte).

Ob die UEFA geschlossen dahinter steht würde ich auch bezweifeln. Aber hier hat die UEFA eben auch andere Druckmittel. Wenn die Fidschi-Inseln (rdm. Beispiel) sich die UEFA zum „Feind“ machen, dann juckt das weder hier noch da irgendwen, weil man eh keine Berührungspunkte hat.

Wenn Polen oder Ungarn aber nicht mehr in Europa mitspielen dürfen ist das halt was ganz anderes.

btw. den Namen „Fifa Forward Enterprise“ sehe ich nach der aktuellen Folge von John Oliver in einem ganz anderen Licht :smiley:

So ein bisschen hat das Ganze was von der Super League, wo auch gefühlt alles innerhalb von 2 Tagen angekündigt, fast durchgezogen und dann krachend gescheitert ist, weil wirklich jeder ausser Barca und Real dagegen waren :smiley:

Da waren weitaus mehr dafür als Barca und Real, haben sich dann halt eingeschissen wegen backlash. Finds immernoch lustig wie man denkt, dass ausgerechnet Europa es nicht wegen des Geldes macht.

Ja, ursprünglich waren mehr Vereine dafür. Als die Pläne dann aber wirklich konkret wurden und die UEFA mal kurz ihre Macht ausgespielt hat waren es ganz schnell nur noch die beiden Spanier und Juve glaub ich.

Kaum einer wird bestreiten, dass die UEFA natürlich auch hier ihre eigenen Shady Interessen hat.

Aber ist so wie mit CXU und AFD: Die einen sind scheisse, aber die anderen sind halt Gigascheisse

wird zeit für den rj-verband mit buschi als präsidenten

Selbstverständlich sind die bei der Uefa keine Heiligen. Denen geht’s am Ende auch um Geld und Macht und Einfluss. Um mehr Geld zu verdienen. Da will man sich natürlich nicht von der Fifa mehr als unbedingt nötig reinpfuschen lassen. Schlimm genug, dass es die Club-WM gibt, die – wie oben jemand bereits sagte – de facto von den CL-Teams lebt. Da braucht’s jetzt nicht auch noch (teils dubiose) Investoren, die am Ende des Tages der Uefa diktieren, wann der Ball wo zu rollen hat und wann die Clubs ihre Spieler abzustellen haben. Am Ende geht’s immer ums Geld.

Wenn ich das richtig überblicke, bietet Infantino den teilnehmenden Verbänden eine Art einmalige Signing Fee i. H. v. 20 Mio. Dann für den folgenden Vier-Jahres-Zeitraum 20 statt bisher acht Millionen. Darüber hinaus 22 Mio für 2031-34 und 24 Mio für 2035-38.
Die Frage ist also, lassen sich genug Verbände für 20+12+Blumenbukett+Rolex kaufen? Direkt danach können Sie ihre Anteile ja noch an Investoren verticken, or? Da ist für die Verbandsoberen sicherlich auch nochmal ein Präsentkorb samt unauffälligem Umschlag drin.

12 Mio im Jahr sind für den DFB nichtmal zwei Jahre Bundesjule. Die MFA könnte damit jedem Einwohner $2,500 auszahlen. Wenn die Fifa denen im ersten Jahr 40 Mio rüber schiebt, ist das mehr die Hälfte von deren BIP :D

Das ich das Scheisse finde ist denke ich komplett klar. Vlt verstehe ich es nicht so wirklich oder hab mich nicht tief genug damit beschäftigt aber warum gibt es jetzt hier so ein riesen Aufschrei und bei anderen Investoren Projekten wie Beispielsweise der Bundesliga war der „Mainstream“ voll ok damit bzw. War’s einfach so: „Joa kann man machen gibt vor und Nachteile.“

Also wirklich nicht Ketzertisch gemeint, ich kenn den Unterschied vllt einfach nicht. Was genau ist hier anders, dass wirklich jeder ( auch mit sehr drastischen Worten) dagegen ist.

Weil es bei der DFL eher um nen Kredit geht und es sich um ein „unaufgefordertes vorgelegtes Fremdkapital“ handelt und nicht um den Verkauf von Unternehmensanteilen oder der Aufnahme eines strategischen Mitgesellschafters.
Hier geht es auch primär um einen Kredit von Apollo, die dafür als Sicherheit wahrscheinlich Medienrechte haben möchten.

Das ist halt nochmal was ganz anderes, als das was die FIFA geplant hat. Auch wenn man (nur) von 30 % spricht, wird damit bewusst eine Privatisierung der institutionellen Machtstrukturen betrieben.

Und wozu das führen kann, sollte offensichtlich sein.
Im Grunde das, was Infantino mit den letzten WM-Vergaben gemacht hat nur x1000. Dann werden auch so Aktionen wie die Balogun-Begnadigung häufiger passieren, jeweils im Sinne von Unternehmen X oder Investor Y.
Ich glaube die Möglichkeiten an neuem Korruptionslevel und Beeinflussung sind damit unendlich.

Dazu kommt, dass dieses überraschende Ultimatum seitens FIFA an die Verbände halt ne absolute Frechheit ist.

/edit
Und falls du die anderen Investorenpläne von vor 2+ Jahren meintest:

Du erinnerst dich sicher an die Tennisbälle. Da hat die DFL schon massiv Kritik abbekommen. Und ich meine hier im Forum war die Stimmung auch absolut Anti-DFL. Zurecht.

Bzgl FIFA Pläne könnte ich noch zahlreiche weitere Cons auflisten, aber dann braucht der Post nen tl;dr :lul: