Profi-Radsport - Tour de France 2026

Mega Post!

Danke für die Aufklärung bezüglich Grün. Das hatte ich so noch nicht auf dem Schirm.
Hatte mir nur das Profil angesehen und da war meines Erachtens echt wenig für klassische Sprinter dabei und mehr für Fahrer wie Pedersen und MvdP.
Aber die Veränderung der Punktevergabe ändert natürlich einiges.

Ich glaube aber wir sehen trotzdem einen sehr aktiven MvdP, der natürlich bei den sprintetappen wieder hilft, aber auch mehr auf eigene Erfolge gehen wird.
Sein Jahr war zu „schlecht“ als dass er sich den Luxus der letzten Jahre leisten kann.

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Nice, geiler Post. Zwar sind das immer nur geschätzte Zahlen, aber irgendwie merke ich immer wieder, wie ich mich dafür begeistern kann…

War Jonas Leistung auf der 20ten Etappe des Giros so krass?

Habe gelesen, dass Finn 6,6 w/kg getreten hat beim Baby Giro. Da kommt das nächste Wunderkind

Naicha benutzt dieses etalon w/kg
Erklärt vermutlich nicht den ganzen Unterschied, aber ein bisschen Äpfel und Birnen ist schon dabei.

Am Ende des Tages wird die Tour die Wahrheit sprechen und nicht die Radcomputer.

@ammattipyoraily ist mein nerd to go.

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Soweit ich weiß benutzen sie quasi alle ein etalon w/kg um die Zahlen vergleichbar zu machen, auch wenn sie es nicht dazu schreiben. Die meisten rechnen mit einem standardisierten Referenzwert für einen 60 kg schweren Fahrer.

Also man fragt sich „Wie viel w/kg muss ein 60 kg Fahrer produzieren um in der gestoppten Zeit den Berg hochzufahren.“

Das unterscheidet sich nämlich je nach Gewicht des Fahrers. Ein 52 kg schwerer Lenny Martinez muss mehr w/kg produzieren um die gleiche Geschwindigkeit wie ein 65 kg schwerer Pogacar zu erreichen.

Das ist so weil
a) das Gewicht des Rennrads bei Martinez einen größeren Anteil ausmacht
b) der Luftwiderstand wirkt sich auf beide Fahrer unabhängig vom Gewicht aus. Also je flacher die Steigung, also höher die Geschwindigkeit, desto mehr regeln die puren Watt und der schwere Fahrer ist im Vorteil.

Auf der anderen Seite ist es für einen leichteren Fahrer biologisch einfacher hohe w/kg Werte zu erreichen.

Die geposteten Zahlen sind also nie reale w/kg, sondern immer normierte Werte für einen 60 kg Fahrer.
Nur Watts2Win benutzen, wie ich jetzt herausgefunden habe, ein für einen 65 kg Fahrer normiertes Modell. Daher auch die niedrigeren Werte. Die schreiben nur nirgends ein „est. 65 kg“ oder so dazu. Rechnet man das auf 60 kg um landet man wieder etwa bei den anderen Werten.

Nett am ragebaiten die Trolle. Bin ich auch erst drauf reingefallen. :kekw:

D.h. die Werte sind eher an Vingegaard als an Pogacar angelehnt bzw. realer an den wirklichen w/kg, weil Pogacar deutlich schwerer ist?

Weißt Du wie viel w/kg man mehr braucht, um jemanden bei 20 km/h aus dem Windschatten zu fahren? Gibt’s da Werte zu?

Außerdem finde ich die Kritik an der Taktik von Decathlon gestern total daneben. Die haben den Leadout für die Riccitello komplett vergeigt, aber sie fuhren klar gegen Vacek und nicht gegen Pogacar, da mussten Sie attackieren. Als ob Riccitello ohne den Leadout 'ne Chance gegen Pogacar gehabt hätten.

Ja finde solche Kritik auch Quatsch. Erstmal begrüße ich aktives Fahren generell. Da gab es nun genug Gegenbeispiele bei der Tour de Suisse. Und außerdem kann doch nicht jedes Team ihre Pläne über Bord werfen, nur weil es evtl. Pogacar helfen könnte, der sowieso allen davonfährt. Und so groß der Abstand von Platz 1 war, dahinter war es ja noch richtig eng. Vacek muss echt einen Riesenritt hingelegt haben. Schade, dass man davon nichts gesehen hat. Hätte ich so nicht erwartet. Vielleicht müsste die Kritik sogar eher sein, dass Decathlon schon früher hätte Tempo fahren sollen.

Ja. Na1chaca, ammattipyoraily und WattsinCycling standardisieren immer auf 60 kg. Watts2Win nimmt 65 kg. Das wäre dann näher an Pogacar’s realen Werten.
Spielt aber im Prinzip auch keine Rolle solange man es nicht miteinander vermischt.

Mit den realen Werten kann man eigentlich gar nicht so viel anfangen. Da kommt dann sowas bei raus wie, dass z.B. Vingegaard und Pogacar beide real 7 w/kg getreten haben. Aufgrund der obengenannten Effekte müsste Vingegaard aber etwas mehr w/kg treten um gleichen speed zu haben. Daher macht diese Standardisierung schon Sinn. Vorteil ist auch, dass man das wirkliche Gewicht des Fahrers gar nicht wissen muss.

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Die Kritik ist halt das ewige Thema: Sollte in einem Rennen, in dem Pogacar am Start steht, irgendein Team UAE Arbeit abnehmen?

Ich verstehe vollkommen, dass Decathlon hier ihr eigenes Rennen fährt und das Tempo für Riccitello hoch halten wollten. Hat ja auch prinzipiell funktioniert. Er ist schließlich von 10 auf 7 vor.

Andererseits macht man es UAE damit auch noch einfacher.

Bin ehrlich, manchmal wünsche ich mir, dass konstant alle Teams ihre Taktik darauf auslagen, dass Pogacar NICHT gewinnt.

In der Praxis ist das aber natürlich Quatsch. Die Teams haben ihre eigenen Interessen, sammeln UCI Punkte, testen auch mal etwas aus und ein Platz 2 ist halt auch besser als 10. zu werden

Das wird man bei der Tour mMn mehr sehen. Ich denke da z.B. an die Mount Ventoux Etappe letztes Jahr, die ziemlich aus dem Ruder gelaufen ist. Und gab ja auch noch andere Etappen, die sie nicht kontrollieren konnten.
Bin auch der Meinung, dass UAE deshalb lieber selber Wellens, McNulty oder Narvaez in die Gruppen schicken sollte.

Halte ich auch für eine valide Taktik.

Wobei ich da wiederum auch sage: Wenn ich mit solchen Fahrern in Gruppe bin, würde ich komplett nur drauf liegen und keine einzige Führung fahren. Das bringt im Regelfall nämlich gar nichts.

Durch die Konstellation TTT zum Start, wird es dieses Jahr in meinen Augen auch keine Chancen geben, sich in einer frühen Etappe als Ausreißer Gelb zu sichern.

Ich tippe aber auch, dass UAE bis Etappe 7 einen entspannten Job hat. Remco muss sich eigentlich Gelb holen und dann wird Bora das auch so lange wie möglich halten.

Ich glaube du hast da die Etappen durcheinander. Der Col du Tourmalet ist Etappe 6.
Und ich bin mir eigentlich 100% sicher, dass sie da was versuchen werden wie 2024 am Col du Galibier.

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Ausser natürlich, Pogi hat in Etappe 3 mit den 3900 Höhenmetern bereits Bock. Ist zwar alles nicht so steil, aber das wars bei der erwähnten Galibier-Etappe 2024 auch nicht. Tatsächlich sind die Stats einigermassen ähnlich: 2024 warens 140km mit 3900HM und 187 ProfileScore auf PCS vs 2026 196km mit 3900HM und 151 ProfileScore. Etappe 6 ist da schon deutlich härter. Schauen wir mal.

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Könnte durchaus passieren. Alleine schon weil es dieses Jahr mit Pogacar, Vingegaard, Remco, Lipowitz, Ayuso und wahrscheinlich del Toro so viele Fahrer mit ähnlichen Ansprüchen hat, ist die Chance auf frühe Eskalation sehr hoch.

@Fabbo du hast natürlich vollkommen recht :)

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Ich sehe viel Potenzial, dass die GC-Trams gelb gerne irgendeinem ungefährlichem Fahrer geben werden. Etappe 3 oder 4 laden förmlich dazu ein.
Vielleicht hofft da auch MvdP drauf.

Ich schätze UAE wird versuchen alles so simpel wie möglich zu gestalten. Stabiles Tempo und am Ende zündet Logi die Rakete.

Ich war schon überrascht, dass Decathlon Pogi um die meisten Helfer erleichtern konnte.
Da war ja uck zuck nur noch McNulty, der aber nicht eingreifen konnte.

Macht aber alles keinen Unterschied solange der Leader so stark ist.

Kommt natürlich immer darauf an wie steil der Berg ist, wie der Wind steht und welche Fahrer.
Habe mal zwischen 0,3-0,5 w/kg gelesen.

«Nach wie vor ist Remco schon der Frontmann und Florian so ein bisschen der Wingman.»

Statement von Denk

Da soll nochmal einer sagen wir Deutschen haben keinen Humor! :kekw:

Visma’s 8. Mann ist übrigens Piganzoli. Er hat sich auch nach dem Giro in guter Form präsentiert, indem er das dreitägige Etappenrennen La Route d’Occitanie mit einem 37 km langen Solo an Tag 3 gewonnen hat.

edit

War Tag drei, oder?

Finde ich ehrlich gesagt nicht richtig, so’n jungen Mann ohne Vorbereitung in die zweite GT zu schicken. Wofür braucht man einen weiteren Bergfahrer, während man Jorgenson und Kuss hat? Er wird da ohne Vorbereitung auch nicht länger dranbleiben können.

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Stimmt. War Tag 3.

Und ja finde ich auch kurios.

Vielleicht will man ihn einfach Erfahrung sammeln lassen? Und man schätzt den Mehrwert höher ein als die Risiken von eventueller Überbelastung?

Piganzoli selbst hat nach seinem Sieg übrigens gesagt:

“I have to say that now my programme is just to do Pologne and Clásica San Sebastián and in the last part of the year the Italian classics. No Tour de France.”

Ich stelle mal in den Raum… unter Niermann würde er nicht Tour fahren.
Ziemlich unverantwortlich und desperate.

Was ist denn mit Zingle, Tulett oder Keldermann?

Zingle muss sich operieren lassen
Tulett keine Ahnung, war in Andorra und Dauphiné jetzt nicht soo schlecht, aber wohl Vuelta als Kapitän.
Keldermann hätte ich stattdessen mitgenommen, Giro hat er früh genug aufgegeben und Form war bei der TdS nun nicht so schlecht…