Nahostkonflikt - Krieg in Israel

überrascht das wen?

die new york times hat nun den tunnel unter einem krankenhaus besichtigen können, in dem der hamasführer sinwar getötet wurde. schon eine perfide taktik.

Touring a Tunnel in Gaza That Leads Underneath a Hospital - The New York Times

Geschenkt - dann nehmen wir die anderen Begleiter die wahlweise mit dem Hisbollah Chef chillen und sich von ihm „inspirieren“ lassen oder den 07.Oktober tanzend feiern

ok. wie viele menschen dürfen in gaza noch sterben, weil die frau in ihrer küche gefeiert hat? wann darf die frau dagegen protestieren?

1 Like

Was ist denn das für ein dummer Vergleich?

das ist kein vergleich. was vergleiche ich da womit?

du hast gesagt, da sind personen mit schlimmen aussagen, videos etc. in der gruppe und ich habe dich gefragt, ab welchem ausmaß an kriegsverbrechen diese leute dann trotz ihrer aussagen und videos dagegen demonstrieren dürften.

2 Like

und wenn ich mich gegen tote im ukrainekrieg ausspreche muss ich mit irgendwelchen pro-putin-faschos demonstrieren? wie absurd ist das? wie war das damals mit den 9 personen, die mit einem nazi am tisch sitzen? dann sitzen 10 nazis am tisch. außerdem ist ja nicht nur diese acar. sind ja noch diverse andere dort, die offen terror feiern.

oh, ich dachte schon, du hättest mich auf die ignoreliste gepackt, weil du gar nicht auf meine fragen zu kai ambos’ jüngsten aussagen reagierst, den du hier vorher tagelang für seine älteren aussagen zitiert hast. dann warte ich weiter gespannt auf die antwort.

das sind dann die ersten deutschen bundestage. ok, kleiner scherz am rande. zurück zum ernst:

wenn dort irgendwie gewalttätige, ehemalige hamas oder hisbollah-kämpfer auf dem boot wären, würde ich den vergleich eher verstehen.

in einem normalen umfeld würde ich persönlich wohl auch nicht mit einigen dieser leute demonstrieren. aber in so einer speziellen aktion wäre mir die aufmerksamkeit für die extreme notsituation in gaza wichtiger, als die zusammensetzung der gruppe.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun. Man kann doch die Kriegsverbrechen Israels scheiße finden ohne gleichzeitig Terror zu feiern. Nach der Logik können wir alle ja den 07.10 gut finden, weil mittlerweile genug Kriegsverbrechen begangen wurden?

ich sehe dich hier mehr empört über irgendeine aktivistengruppe, die niemandem wehgetan hat, als über besagte kriegsverbrechen.

meiner meinung nach ist die situation in gaza so schlimm, dass die zusammensetzung von teilen dieser gruppe gegenüber der aktion und dem ziel eine sehr untergeordnete rolle spielt und nicht das ist, was man zu diesem zeitpunkt, an dem täglich dutzende menschen in gaza sterben, dazu diskutieren sollte.

2 Like

Ich hab ich schon oft genug gegen die israelischen Kriegsverbrechen ausgesprochen, das muss ich nicht bei jedem Post aufs neue tun.

Ich sehe den zweiten Punkt anders

ok. muss jeder selbst für sich entscheiden, was ihm wichtig ist.

und irgendwie sieht man dich hier nie die kriegsverbrechen der palästinenser ansprechen. oder die tatsache, dass die hamas den krieg begonnen hat und jederzeit beenden könnte. quasi über nacht. auch über die kriegsverbrechen der hamas an palästinensern liest man von dir auffällig wenig. aber der zweck heiligt mittlerweile wohl die mittel.

erst knapp vier wochen her:

die personen, die den 7.10 als legitimen widerstand gesehen haben, sprechen nun von entführung. darunter auch der aktivist fabian goldmann. realsatire.

geht aus dem tagesschau-artikel nicht hervor, wurden das schiff und die aktivisten auf internationalem wasser gestoppt?

/edit:
sagt scheinbar zumindest amnesty international. bin jetzt kein experte aber hört sich dann für mich erstmal illegal und aus israelischer sicht auch unnötig dumm an?

Seeblockaden sind völkerrechtlich nur erlaubt, um Waffenlieferungen zu unterbinden z.B., nicht aber um die notwendige Versorgung der Zivilbevölkerung zu unterbinden.
Eine Durchsuchung des Schiffes hätte ausgereicht, zumal das Schiff sich auf internationalen Gewässern befand.
Demnach ist es nicht falsch von einer Entführung zu sprechen.

Zudem: wie bewertest Du die eklatante Unterversorgung der Bevölkerung?
Rechtfertigst Du das Aushungern der Menschen vor Ort?
Wie stehst Du dazu, dass Netanjahu Waffen an Isis nahe Clans liefert?

https://www.instagram.com/p/DKrkSNxsh4Z/?img_index=4&igsh=MTg4eGV4NndldHlsYQ==

Rechtliche Beurteilung

1 Like

das haben see- und völkerrechtler in der vergangenheit zumindest anders gesehen:

ZEIT ONLINE: Der Einsatz israelischer Soldaten gegen eine Hilfsflotte für Gaza hat im Mai 2010 weltweit Empörung ausgelöst. Nun macht sich eine zweite, weit größere internationale Flotte auf den Weg. Auch sie will die israelische Seeblockade durchbrechen. Ist diese Seeblockade denn überhaupt rechtlich zulässig?

Wolff Heintschel von Heinegg: Das hängt von der Charakterisierung des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinensern ab. Wenn Juristen zusammenkommen, gibt es oft unterschiedliche Meinungen. Aber hier gibt es einen gemeinsamen Nenner. Und der lautet: Es gibt einen bewaffneten Konflikt. Und somit kommt das Recht des bewaffneten Konfliktes zur Anwendung, der eine Seeblockade erlaubt.

Heintschel von Heinegg: Richtig. Das Problem ist, dass Palästina noch kein Staat ist, weshalb der Konflikt für viele auch kein internationaler bewaffneter Konflikt ist. Sieht man das so, dann würde das Blockaderecht nicht gelten. Wenn man allerdings nüchterne rechtliche Analysen anschaut, dann wird klar: Die grundsätzliche Zulässigkeit der Blockade ist nie in Zweifel gezogen worden.

ZEIT ONLINE: Sie haben seinerzeit den israelischen Einsatz gegen die Schiffe 2010 als legitim bezeichnet. Warum?

Heintschel von Heinegg: Wenn die Blockade rechtlich zulässig ist, dann sind es auch die Maßnahmen zur Errichtung einer Blockade. Es gibt nur ein Prinzip, dass die Blockade kennzeichnet: Das Prinzip der Effektivität. Die Blockademacht muss verhindern, dass Schiffe in das blockierte Gebiet hinein oder aus dem blockierten Gebiet heraus gelangen. Wenn die Blockade das in nur einem Fall nicht leistet, wird sie ineffektiv und damit sofort rechtlich unwirksam.

ZEIT ONLINE: Die Hilfsflotten machen von Anfang an klar: Wir wollen den Gaza-Streifen erreichen. Machen sie sich damit strafbar?

Heintschel von Heinegg: Allein die Tatsache, dass die dorthin fahren wollen, ist als solche nicht rechtswidrig. Aber: Wenn jemand vorab der Weltöffentlichkeit erklärt, er reise dorthin, mit dem erklärten Ziel, die Blockade zu brechen – das ist dann ein klarer Beweis für einen Blockadebruch-Versuch. Dann braucht die Blockademacht nicht bis zum Durchbrechen des Schiffes der 20-Seemeilen-Linie zu warten, sondern kann schon vorher intervenieren. Denn die Blockademacht ist berechtigt und auch verpflichtet, die Blockade durchzusetzen.

Gaza-Flottille: „Israel kann und darf Hilfsschiffe nicht durchlassen“ | ZEIT ONLINE

den zugang in ein gefährliches kriegsgebiet verweigern, den personen dann noch wasser und nahrung zu geben und die minimale humanitäre hilfe, die an bord gewesen ist, mitzunehmen und in gaza zu verteilen ist also nun eine furchtbare entführung. wie dramatisch!

finde es toll, dass gerade die personen, die die vergewaltigungen, massaker und entführungen vom 7.10 (die immer noch anhalten) irgendwie immer rechtfertigen konnten, nun langsam ein gespür für entführungen bekommen. stimmt mich positiv.

ich finde es schrecklich. und mir fällt eine islamistische partei ein, die das jederzeit beenden könnte. und ich hoffe, dass diese kapituliert, die geiseln freilässt und es frieden gibt.

sollte es stimmen, finde ich es nicht schlau und nicht zielführend. die betroffene person hat es jedoch auch direkt abgestritten.

Entsprechend schnell wies Abu Schabab die Berichte über eine Kooperation mit Israel zurück. Diese seien ein „unverhohlener Versuch, das Bild einer aus dem Leid geborenen Volkskraft zu verzerren, die sich gegen Ungerechtigkeit, Plünderung und Korruption wehrt“, teilte Abu Schabab in einem Beitrag auf Facebook am Freitag mit. „Unsere Waffen sind einfach, veraltet und kamen durch die Unterstützung unserer eigenen Leute zustande – durch die Opfer von Familien, die Spenden von Zivilisten und die Entschlossenheit junger Männer, die keinen anderen Weg fanden, als die Hilfsgüter vor Diebstahl zu schützen und die Familien in Ost-Rafah zu verteidigen.“

Gazastreifen: Waffen statt Wiederaufbau | ZEIT ONLINE

kann also sein, dass an den berichten nicht allzu viel dran ist und netanjahu hier einfach eine spaltung bei den bewaffneten palästinensern erwirken wollte

wie stehst du denn dazu, dass die hamas sich gezielt in tunneln unter krankenhäusern versteckt? und damit zivilisten in gefahr bringt? wurde ja erst vor kurzem der hamasführer dort getötet. zusammen mit anderen hochrangigen.

Touring a Tunnel in Gaza That Leads Underneath a Hospital - The New York Times

sagste noch was zu kai ambos’ jüngster bewertung wo du ihn hier mehrmals selbst als experte zitiert hast?

also ich ich finde das schrecklich und würde diesen einen raketenangriff auf den platz vor/neben (?) dem krankenhaus mit dem tod dieses einen hamas führers dann jetzt auf den ersten blick nicht besonders verurteilen.

der von dir zitierte new york times artikel spricht aber von mindestens 686 angriffen auf 33 der 36 gesundheitseinrichtungen in gaza, sodass sich mir persönlich jetzt mindestens so ungefähr 685 andere fragen stellen.

Hey das ist nicht fair, da war er hier noch nichtmal registriert. x)

Immerhin hat Israel diesmal die Besatzung nicht getötet wie in 2010, dafür war die Besatzung wohl zu prominent.

2 Like

ambos sagt ja, dass die zerstörungsabsicht noch schwer nachzuweisen ist:

Die hierfür notwendige Zerstörungsabsicht ist nur schwer nachzuweisen und darf nicht vorschnell bejaht werden. Mit zunehmender Dauer und Brutalisierung der israelischen Kriegsführung verdichten sich jedoch die Indizien für das Vorliegen eines Genozids.

das hatte bereits der jurist flügge gesagt:

Aber am Ende überwogen die Zweifel. Das UN-Tribunal fand: „Es ging den Tätern nicht darum, eine Bevölkerungsgruppe auszulöschen“, so fasst es der Ex-Richter zusammen. Worum ging es dann? „Sieger zu sein“, sagt er. Das heißt: den Widerstand und Kampfeswillen der Gegenseite zu brechen, mit aller Brutalität. Mit Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

wenn israel nun weiter hunger einsetzt und wirklich gezielt schulen/krankenhäuser ohne grund bombardiert (was im text nun einfach mal ohne belege vorgeworfen wird - der vorfall im krankenhaus zeigt, dass sich die hamas dort wirklich versteckt) dann würde ich schon davon ausgehen, dass beide seiten einen genozid begangen haben. wird man dann beim urteil sehen.

das stimmt. wenn die hamas nun aber gezielt tunnel unter krankenhäusern nutzt und es mehrere aussagen dafür gibt, dass die sich dort aufhält, könnte es halt system haben. sind schliesslich terroristen. hat ja sogar ein kurdischer arzt darüber berichtet, dass er es selbst gesehen hat:

After returning from Gaza, Kurdish physician says… | Rudaw.net

und auch amnesty hatte schon vor 10 jahren davon berichtet, dass die hamas in krankenhäusern einzelne folterräume eingerichtet hat. ausserdem gibt es ja die recht echt wirkenden cctv-videos vom 7.10:

IDF claims video shows hostages in Al-Shifa hospital | CNN