Für das neue Jahr sei nicht viel zu erwarten, sagt Michael Hüther. „Keine Trendwende der Konjunktur, eher eine Fortsetzung der Stagnation“, so kommentiert der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die Ergebnisse der Verbandsumfrage, die sein Haus jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit durchführt.
Das Institut hat 49 Wirtschaftsverbände befragt. 31 von ihnen sagen, dass sich die Lage in ihrer Branche innerhalb des vergangenen Jahres verschlechtert hat.
Arbeitslosenzahlen werden wohl auch auf einen Höchststand klettern
Noch schlechter sieht es auf dem Arbeitsmarkt aus. Nur sieben Verbände rechnen im kommenden Jahr mit mehr Beschäftigung in ihrer Branche. 16 von ihnen erwarten ein konstantes Niveau. Mehr als die Hälfte der befragten Verbände geht von einem Beschäftigungsabbau aus.
„Da wird erkennbar, dass in vielen Branchen die Strategie nicht mehr trägt, mit Blick auf den Fachkräftemangel Arbeitskräfte zu horten“, sagt IW-Chef Hüther. Stattdessen lasse man nun Arbeitskräfte gehen. Das IW rechnet mit 2,9 Millionen Arbeitslosen im Durchschnitt des kommenden Jahres. So hoch war die Arbeitslosenzahl zuletzt vor etwa zehn Jahren.