Landtagswahl Baden-Württemberg 08.03.26

ist die frage für wen das grandios ist. für die rammos? ;>

was genau macht denn özdemir so schlimmes außer IN BAWÜ nicht mit dem verbrenneraus zu skandieren, was wohl selten dämlcih wäre. das würde ich auch auf bundesebene abwälzen, aber sicher nicht im wichtigsten bundesland für die autoindustrie in deutschland.

also lieber nicht regieren und nur rumpöbeln, als die chance haben, etwas positiv zu verändern und dann vllt beim verbrenner aus auf landesebene einbüßen machen?
klingt mmn. eher vernünftig von özdemir.
generell ist mmn. die realpolitik der grünen mittlerweile das einzig vernünftige in deutschland.

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Ja. Realpolitik ist ein Punkt, den man nicht aussparen kann und wahrscheinlich akzeptieren muss, wenn man in einer Zeit lebt, in der eh schon Politik formuliert wird, die nur zwei Seiten kennt und polarisiert.

Hoffe halt, dass hinter verschlossenen Türen Punkte durchgesetzt werden können, die den Grünen entsprechen.

Frage mich, was „Realpolitik“ ist und weshalb die Positionen der Grünen sonst nicht realpolitisch wären.

Keine Offensive, interessiert mich wirklich.

Ich denke, dass es eine Politik ist, die dem starken Industriestandort BaWü auch angepasst sein muss und damit vllt Klimaziele moderater formuliert werden müssen, um eben diese Industrie mitzunehmen und zum das Verhältnus zum langjährigen Partner CDU. Man kann ja nicht 10 Jahre regieren in dem Bundesland und den kleineren Partner nicht mitnehmen und damit geht man auch Kompromisse ein in der Regierungsverantwortung, um eine stabile Regierung zu bilden.

okay… die Ziele der Grünen (zb Klimaziele) werden demnach aber eigtl erst unrealistisch, weil die Industrie gepennt hat und das Land die Erreichung der Ziele aktiv ausbremst.

Da gefällt mir das Wort „Realpolitik“ irgendwie nicht so.

Ok, ich verwende den Begriff meistens dann, wenn ich betonen möchte, dass man seine Politik auch ein wenig den Gegebenheiten anpasst, auch wenn sie dem idealistischen Gesamtzielen widersprechen.
Die Einbindung von Palmer ist ja m.E. auch so ein Zug gewesen, der ja durchaus ein streitbarer Politiker ist, aber in Bawü sehr beliebt ist.

Ist er? Boris Palmer ist ein Dampfplauderer, der okay erfolgreich Lokalpolitik macht. Ich weiß jetzt nicht, ob die Grünen auch nur 0,1 Prozentpunkte weniger hätten, hätte man keine Nähe zu Palmer durchsickern lassen.

Die letzte Umfrage, die ich dazu gefunden habe, sagt, dass 39% ihn in der Landespolitik wollen. 21% kennen ihn nicht mal. 18% sind dagegen, 21% haben keine Meinung. JOAH WEISS NICHT. Lag Özdemir selbst in Umfragen nicht bei >50%?

Ich glaube, auf einen Dampfplauderer zu verzichten, der 90% der Zeit durch Rassismus und andere Verfehlungen auffällt, ist jetzt nicht keine Realpolitik. Noch dazu ist er parteilos. Lieber auf eigenes Personal zurückzugreifen ist jetzt auch nicht unrealistisch.

Und zu den Gegebenheiten zb in der Automobilindustrie: passt man seine Ziele immer den Gegebenheiten an, ist das ein „weiter so“. Dann kann man seine Überzeugung auch sein lassen.

/e: aber okay. Verstehe, was du damit meinst. Ich bin jetzt weder Grüner noch jung, aber ich tippe darauf, dass man das bei der Grünen Jugend schon auch weiß. Das Problem ist doch eher, dass Özdemir thematisch (wie bei Kretschmann schon) sehr konservativ unterwegs war. Natürlich aus Gründen. Aber man darf ja auch der Meinung sein, dass man mit seinen Überzeugungen gewinnen möchte. Und nicht durch anbiedern.

Bin jedenfalls gespannt, wie die Regierung sich am Ende zusammensetzt und was man erreichen kann

Ich glaube auch nicht dass die grünen jetzt erfolgreich waren weil Cem mit Palmer befreundet ist.
Und ja Palmer ist ein dampfplauderer aber zu sagen dass er „OK“ erfolgreich wàre und so gut wie nur durch Rassismus auffällt ist populismus. Der ist extrem erfolgreich und hat eigentlich wie kein anderer lokaler Politiker grüne Themen umgesetzt.
Sozialer Wohnungsbau
Umwandlung in eine Fahrradstadt
Bezuschussung des Deutschlandtickets
ÖPNV am Wochenende kostenlos
Photovoltaik Pflicht
Deutschlandweit erste Verpackungssteuer
Straßenbeleuchtung effizienter gemacht
Extrem ambitionierte Klimaziele die sogar umsetzbar sind (das es klappt ist aber nicht offen)

Etcetc.

Man kann wirklich sehr viel an ihm kritisieren aber wirklich nicht dass er für grüne Themen nicht extrem viel bewegt hat. Der ist seit 2007 Bürgermeister, da kann man wirklich nicht sagen daß er nicht erfolgreich ist oder er keine gute Arbeit macht.

Er ist Bürgermeister. Das ist für mich politisch jetzt nicht der Karrierehöhepunkt. Insofern ist das eben „okay erfolgreich“. Und er ist durch ca gar keine der Themen überregional bekannt geworden, sondern durch fragwürdige Coronapolitik und noch fragwürdigere Aussagen darüber hinaus.

Der mag für Tübingen gute Arbeit geleistet haben. Aber wir müssen jetzt nicht jeden Bürgermeister, der in seinem Provinznest n bisschen gewerkelt hat, in die Landespolitik heben.

Im Gegensatz dazu:

Ja, danke. Wir haben mittlerweile aber 2026 und ich glaube, dass die Grünen weit weg sind von damaliger „Fundi“-Politik. Insofern meine Frage.

Fair enough er ist nur Bürgermeister, dennoch hat er durch viele Öko Themen bundesweit wellengeschlagen schon lange vor Corona und seinen dummen Sprüchen.

Die Corona Politik war übrigens extrem erfolgreich, niedrige Inzidenz gepaart mit innovativen Konzepten wie das öffentliche Leben weitergehen kann und dadurch Betriebe und Wirtschaften besser Wirtschaften könnten. Du meinst die Kommunikation dazu aber nicht die Politik.

Bei all seinen „dummen“ Sprüchen wäre man eigentlich zurückgetreten, hätte man einen Funken Anstand.

Aber nein, ich meine die Politik. Alleine die Öffnung der Läden: es gab „Test-Ausweise“, die man einfach weitergeben konnte. Erlangt hat man sie nach einem negativen Testergebnis. Das Testen fand draußen statt. Bei dauerhaften Temperaturen unter denen, für die die Tests ausgelegt waren. Eigentlich waren die Ergebnisse also wertlos, aber egal. DANKE PALMER. Extrem wissenschaftlich und gar nicht populistisch!!1

Ich bezweifle, dass er überregional für irgendeines deiner genannten Themen bekannt ist. Really. Hätte er keine fragwürdige Einstellung zu Corona gehabt und fragwürdige Einstellung zu Menschenrechten, wäre er ca in keiner Talkshow gelandet.

Einige davon sind auch recht umstritten.

Im Ergebnis war die Coronapolitik extrem efolgreich und das zählt doch oder?

Natürlich war er kein Kohl oder Merkel aber fir einen Bürgermeister einer circa 100k Stadt war er extrem bekannt vor allem eben durch seine grüne Politik die damals schon als Vorbild für viele mittlere Städte galt. Really

Trotz oder wegen?

Ja. Im Raum Stuttgart vllt.

Bundesweit

  • Süddeutsche Zeitung (ca. 2014/2015): Diverse Berichte über den „Tübinger Weg“. Palmer wurde hier oft als Beispiel für einen „Realo“ angeführt, der Klimaschutz mit Wirtschaftlichkeit verbindet (z. B. durch die Solarpflicht oder innovative Verkehrskonzepte).
  • WirtschaftsWoche (2016): Analysen zu Palmers Erfolg, Tübingen nahezu schuldenfrei zu machen und als Wirtschaftsstandort (Cyber Valley) zu stärken.

Zwar Ki aber ich verbringe jetzt keine Stunde um 20 Jahre Artikel rauszusuchen. Er war einfach damals schon ein bekannter Bürgermeister ( für einen Bürgermeister)

Bezweifle ich. Können uns aber gerne weiter im Kreis drehen.

Long story ist: alleine durch seine rassistischen Takes und Einstellung zu Menschenrechten ist der Mensch untragbar.

Ne, auch bis in den norden.

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Darum ging es doch gar nicht, es war ein Beispiel für realo Politik die trotzdem grüne Werte vorangebracht hat.

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Doch, eigtl gings ursprünglich darum, warum man auf Palmer verzichten kann.

Da helfen aber auch Erwähnungen in der Süddeutschen oder der Wirtschaftswoche nix.

Aber danke für die Straßenlaternen.