Krise in der Automobilindustrie

der typ ist mir in letzter zeit schon häufiger negativ aufgefallen. auch seine strategie jetzt noch mehr in china zu investieren erschließt sich mir nicht so ganz. gerade weil man anhand von vw doch gerade super sieht, wie das enden kann.

„Wir müssen in China erfolgreich sein, um in der Welt noch erfolgreicher zu sein“, sagte Källenius.

Chinesische Medien berichten, dass Mercedes-Benz beabsichtigt, gemeinsam mit seinen lokalen Kooperationspartnern rund 1,8 Milliarden Euro in China zu investieren, um ab 2025 das lokale Produktportfolio an Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen weiter auszubauen. Damit unterstreicht der Erfinder des Automobils die Bedeutung, welche das Reich der Mitte für den Stern hat. Als wichtigster Absatzmarkt und größte ausländische Produktionsstätte ist China zur zweiten Heimat der Schwaben geworden. Keine Frage: Den Unternehmenserfolg von morgen hofft Mercedes-CEO Ola Källenius vor allem im Reich der Mitte zu machen.

und dann liest man sowas:

Mercedes-Desaster auf dem wichtigsten Automarkt der Welt: Die Elektromodelle des Konzerns finden in China kaum Käufer. Besonders hart traf es die elektrische E-Klasse.

Ab Jahresbeginn hatten die monatlichen Neuzulassungen der EQE zunächst nur noch im zweistelligen Bereich gelegen. In der zweiten Jahreshälfte ging es weiter bergab: Im Juli wurden nur noch neun Einheiten zugelassen, im August zwei, im September sieben und im Oktober – kein einziger EQE. Damit blieb die elektrische E-Klasse auf dem größten Einzelmarkt Chinas gänzlich ohne Käufer. Auch das SUV EQE blieb mit 291 Einheiten ein Ladenhüter – trotz Rabatten von über 40 Prozent.

Auch die Kompaktmodelle floppten: Im Oktober verkaufte Mercedes nur 94 EQA und 191 EQB. Auf Chinas boomendem E-Auto-Markt spielt der Konzern damit keine Rolle. Dabei wuchsen die Verkäufe von Elektroautos dort im Oktober um über 60 Prozent auf 1,3 Millionen Einheiten.

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Weil die Manager außerhalb von DE nur altruistisch sind xD. Hauptsache einen peinlichen Reflex bedienen. genau mein Humor.

Lach doch mal :lul:

Wie bereits eingangs in diesem Thread erwähnt, die Qualität seiner Fahrzeuge spricht für sich :hust:

Sieht doch nice aus. Müssen nur noch die Materialien stimmen

Weltgeschehen, nech? Bisschen mehr Niveau, bitte danke.

ein überblick von der tagesschau:

Finde das eine ziemlich positive Lösung.

Stellenabbau war glaube ich absolut unabdingbar und in dieser Form finde ich klingt das sehr verträglich.

Klar ist es eine immense Zahl, aber ja doch irgendwie im sehr geregelten Bahnen. Bin positiv überrascht über das Ergebnis, vielleicht schafft VW wirklich den turnaround.

Ich finde das jedes Mal zynisch, dass Mitarbeiter auf alles mögliche verzichten sollen, damit sie nicht rausgeworfen werden, aber im Gegenzug verdient der Vorstand Millionen und obendrein ist das auch noch denen ihre Schuld, dass die in der Kacke stecken

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Wo sind die Zugeständnisse des Vorstandes und des Aufsichtsrats? Wenn die weiterhin Boni kassieren und Erhöhungen bekommen, wäre ich sehr enttäuscht.

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apropos Erhöhungen: gibt keine für Manager bei Daimler meldet die dpa

Bei Daimler. Aber VW?

Selbst beim Zugpferd Porsche schwächelt das Chinageschäft.

Dafür in allen anderen Regionen gewachsen.

Porsche sei in vier von fünf Weltregionen gewachsen, darunter auch in Deutschland. Lediglich in China gab es den Angaben zufolge ein kräftiges Minus von 28 Prozent. »Der Rückgang ist vor allem auf die weiterhin herausfordernde Wirtschaftslage in dieser Region zurückzuführen«, berichtete der Autobauer.

China sollte sein Wirtschaftswachstum langsam wieder unter Kontrolle kriegen. Das Maß ist voll.

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In den nächsten drei Jahren werde die Produktionskapazität hierzulande um 100.000 Einheiten reduziert und im Werk Kecskemet in Ungarn auf 200.000 erhöht. Dort seien die Kosten 70 Prozent niedriger als in Deutschland. Beim Jobabbau setzt Mercedes-Benz auf freiwilliges Ausscheiden und natürliche Fluktuation. Das Unternehmen machte keine Angaben darüber, wie viele Stellen konkret gestrichen werden sollen

Geht auch anders:

Einer der wenigen Hersteller in Europa, die grad nahezu alles richtig machen. Dazu auch in Frankreich mit besserer Unterstützung, was Elektromobilität angeht.

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Mercedes auch hausgemachtes Problem mit ihren Premiumansprüchen. Profitieren unendlich mit den Dienstwagen-Subventionen und nun der Stellenabbau aus Deutschland? Mutig

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Also vorab, ich habe keine Ahnung von Autos, ich habe aber gelesen, dass Experten den Switch von Mercedes zu Premiumkunden als richtig erachten und das nicht der Grund für das schlechte Geschäft sei.

Auch einfach lustig:
2019 hat der durchschnittliche Mercedes ~50.000€ gekostet, 2023 bereits ~75.000€

Das Problem laut diesem Experten ist:

Die Chinesen finden Mercedes unsexy und für Boomer. Junge und wohlhabende Chinese kaufen Marken aus China, die sind billiger und haben ein höheres Ansehen dort.

Es gibt da widersprüchliche Meinungen dazu, ob der Zetsche- oder doch der Källeniusweg der richtige für das Unternehmen war / ist. Zetsche wollte die Marke auch für den Mittelstand erschwinglich machen - Källenius setzt auf Luxus.

Das kann funktionieren. Und wenn es funktioniert, verdient man an den Luxuskarossen mehr als an den anderen Modellen.

Allerdings war man im Luxus-Segment afaik noch abhängiger von China als bei der Mittelklasse.

Jetzt setzt man offenbar wieder auf den CLA (inkl. elektrischer Variante?) und den GLA. Zeigt also, dass man mit der Entscheidung selbst nicht mehr so happy ist