Krise in der Automobilindustrie

Es gibt überhaupt keine sinnvolle Begründung, wieso man einem Kunden, der den Einbau von „offline-Hardware“ bezahlt hat, dafür per Abo-Modell zur Kasse zu bitten. Wenn jemand seine Sitzheizung einschaltet, kostet das BMW nichts. Dafür Abo-Geld zu verlangen ist grotesk – und deshalb auch von BMW abgesägt. Wer als Kunde so etwas kauft, dem ist nicht zu helfen. Und wer das als Hersteller anbietet und damit vor die Wand fährt, ebenfalls.

Anders sieht’s von mir aus bei Features aus, die über IT-Infrastruktur des Herstellers laufen und dort Kosten verursachen. Navigation oder so. Da kann man sich dann über angemessene Preise streiten.

Am Ende regelt’s der Markt :lindnerface:

Natürlich gibt es ne Begründung. Geld?
Es scheint so als würde sich mit dem Abo Modell mehr Geld verdienen als ohne.

Ist es toll? Nein. Sollte es vom mündigen Kunden unterstützt werden? :lindnerface: undso.

Hat es Einfluss auf das Gewicht des Autos? Das wage ich zu bezweifeln, mehr wollte ich nicht sagen.

sinnvolle

Was du sagst, stimmt ja. Aber der Schluss daraus kann doch nicht sein „wir verbauen alles, und der Kundezahlt on-top, wenn er die verbaute Technik nutzen will“, sondern „wir verbauen alles und der Kunde kann’s ab Werk nutzen“. Also klar, man kann Variante 1 machen und seinen Laden an die Wand fahren, wenn andere Hersteller ihre Kunden nicht verarschen.

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ist wirklich nicht so deep wie ihr das hier gerade beschreibt :smiley:
diese „funktion“ des autos ist keine sicherheitsrelevante o.ä es ist einfach persönlicher komfort - wie beim streaming :v:

keine ahnung warum ihr wegen solch banalen dingen so am eskalieren seid

Hättest du einfach geschrieben du raffst es nicht, wäre weniger unnützer Text gewesen

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mein erster impuls war auch, was soll das denn, aber wenn ich drüber nachdenke, finde ich gar nicht so schlimm.
müsste man halt schauen, um welche features es geht und welche summen gefordert werden.

ein problem deutscher autobauer war ja, dass man jede schraube einzeln beim konfigurator auswählen konnte, was die kosten in die höhe getrieben hat.

das haben konkurrenten viel früher erkannt und nur 2-3 linien angeboten.

jetzt geht man dazu über, dass man grundsätzlich nahezu alles verbaut und sich das dann eben bezahlen lässt.
für den gebrauchtwagenmarkt ja auch praktisch. der eine möchte unbedingt ein tempomat. der erstbesitzer hatte aber kb dafür geld auszugeben, da es ihn nicht juckt. kann er nun einfach freischalten bzw. noch später wieder dazu buchen.

oder man fährt drölftausend kilometer in den sommerurlaub und bucht sich das navi dazu, das die route automatisch mit ladestopps plant und ggf. bei höherem verbrauch anpasst. zahlt man das nur für einen monat, weil man es sonst nicht benötigt.

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Das ist auch der Punkt den ich sehe. Beim klassischen Auto deutscher Hersteller musste man ja eh jeden Furz extra bestellen.
Bei BMW z.B. sehr lange noch elektr. Fensterheber.

Ich kann mich noch daran erinnern wie mein Vater früher wochenlang irgendwelche Konfiguratoren durchgespielt hat für seine Dienstwagen (BWM).
Und dann am Ende doch irgendeine Funktion vergessen wurde weil es einfach drölf Pakete gab, wo selbst die Verkäufer nicht mehr durchgeblickt haben was jetzt wo dabei ist und welche Pakete man aus random Gründen nicht zusammen bestellen konnte.

Ist ja auch grundsätzlich nichts Neues. Bei unserem Auto Baujahr 2022 mussten wir auch noch Carplay freischalten lassen, weil der ursprüngliche Käufer das nicht wollte.

/edit: Der Porsche Konfigurator ist in der Hinsicht ein absoluter Fibertraum… kannst für jede fucking Naht einzeln die Farbe auswählen.
Das ist so absurd… der Deutsche scheint aber drauf zu stehen.

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Auf das Argument, es wäre so toll für den Gebrauchtmarkt, mit dem seinerzeit auch BMW um die Ecke kam, darf man nicht reinfallen. Das ist Bullshit.

Wenn das Ding verbaut ist, hat der Kunde es bezahlt. Die Hardware, die Software, den Einbau. Es spricht – außer Raffgier und Geringschätzung dem Kunden gegenüber – NICHTS dagegen, die Funktion nutzbar zu schalten. BMW entstehen keine Kosten, wenn man den Tempomat nutzt.
Anders, wie gesagt, bei der Navigation. Dort kann man drüber sprechen, inwiefern die Preisgestaltung angemessen ist angesichts der seitens BMW vermuteten Kosten.

Wenn ein Hersteller wie BMW (die sind ja inzwischen weg davon) ihre Kunden extra zur Kasse bittet, wenn sie die standardmäßig immer verbaute Sitzheizung, Tempomat usw. nutzen wollen, es andere Hersteller aber ebenfalls flächendeckend verbauen und einfach frei gaben, dann darf sich BMW nicht wundern, wieso niemand ihre Schüsseln kauft.
Wie damals, als man bei VW noch den elektrischen Fensterheber aus der Aufpreisliste wählen konnte, und jeder Asiate selbstverständlich ne Klimaanlage drin hatte.

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Der Markt regelt, verstehe das Problem nicht.

Siehe Faden-Titel, Bruder :wink:

kann ich bei einer premium/luxusmarke sogar noch verstehen.

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Schon klar, sie sollen es probieren, wenn sie meinen, die Features kann man ja vermutlich problemlos freischalten, wenn man (erwartbar) weiter abkackt.

Was ist daran absurd? :rage:

Wer noch nie am Porsche-Konfigurator gescheitert ist, werfe die erste Rolex

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Der arme Mann eh. Hoffe, dass er heute 1 glücklicher Rentner ist…

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Man zahlt als Kunde ja nicht den Materialwert vom Einbau, sondern zusätzlich auch die Entwicklungskosten (und so etwas wie Marketing etc). Vermutlich sind die reinen Einbaukosten nur ein Bruchteil der gesamten Kosten.
Auch beim Navi zahlt man nicht nur die Rechenpower auf dem Server sondern deutlich mehr.

Würde man die Features alle immer freischalten, wäre das im Schnitt billiger als wenn man heute alle Extras kaufen würde, aber es gäbe keine „günstigen“ Einstiegsmodelle. Ist natürlich eine Frage des Marketings.

Ob die Preise für die ganzen Extras gerechtfertigt sind, ist ja eine ganz andere Frage. Ganz unabhängig von dem Abo Modell. Oder dass man meistens nicht genau ein Feature dazu buchen kann sondern direkt das Entertainment Special Plus Paket kaufen muss, bei dem zusätzlich noch 10 unnütze und teure Features dabei sind.

Es ist durchaus verständlich, dass man in jedem Fahrzeug eine Sitz- und Lenkradheizung verbaut (sieht ja nur Drähte für ein paar Cent) und die Funktionen nur dann freischaltet, wenn man sie auch kauft.
Wenn diese Funktionen dann aber entweder nur als monatliches Abo funktionieren und/oder nur Nutzer- aber nicht Fahrzeugbezogen sind, dann ist das einfach nur ekelhaft und gehört bestraft.

der hauptmarkt für porsche ist alles, aber nicht deutschland :slight_smile: