Krise in der Automobilindustrie

Die Automobilkonzerne haben traditionell halt auch starke Betriebsräte – und so hört man: starke Betriebsratsausflüge nach Südamerika :kekw: – denen es gelungen ist, die Löhne in Regionen zu treiben, von denen andere Arbeitnehmer nur träumen können.

Ich denke wir sind uns einig, dass die Gewinnverluste genau nichts mit dem Gehaltsgefüge und respektvollen Löhnen für einfache Tätigkeiten zu tun haben und damit können wir es dann glaube ich wohl bewenden lassen.

Es geht bei der Diskussion zum Thema Gehalt nicht um die Löhne einzelner Berufsgruppen, die Gehälter in Summe sind offenbar zu hoch - jedenfalls wenn man sich den Vergleich mit ausländischen Wettbewerbern gönnt.

Aber es spielt in Summe mehr rein als „die Mitarbeitenden verdienen zu viel!!11“. Ja.

Aber Overall: Ich raffe ehrlicherweise die Panik bei >=3 Mrd Gewinn im Quartal auch so semi.

Kenne die finanzstruktur von VW jetzt nicht so genau. Aber auch wenn ihr lacht und es lächerlich findet ist eine Aktiengesellschaft dieser gigantischen Größe durchaus darauf angewiesen die Aktionäre zufrieden zu stellen für weiteres Kapital. Wenn die Gewinne einbrechen springen also Aktionäre ab und es gehen gigantische summen Kapital verloren. Was dann ein Teufelskreis nach unten bedeutet. Hallo Bayer AG.

Zudem kann man die Gewinne auch thesaurieren und Dinge mittels innenfinanzierung ausbauen ohne auf Kapital von außen angewiesen zu sein

Ich weiß schon, wieso man da langsam schwitzige Hände bekommt. Mein „auch so semi“ war ein offenbar missglückter Versuch, darzustellen, dass ich das System, in dem der Gewinn zur Befriedigung des Shareholders immer größer werden muss, fragwürdig finde.

1 Like

Wachstum Wachstum Wachstum… Kapitalismus ist halt was böses, da wir auf der Erde nunmal nur begrenzte Ressourcen haben und nicht unendlich wachsen können :sadge:

Nur wenn man tatsächlich weiteres Eigenkaptial bräuchte.
Das ist doch das größte Problem von AGs. Das immer irgendwelche dummen Aktionäre alle 3 Monate zufrieden gestellt werden müssen und die Nachhaltigkeit der Investionen da gerne drunter leidet, weil nur die kurzfristigen Zahlen frisiert werden.

1 Like

~26 Millionen Strafe für VW :kekw:

1 Like

Der Volkswagen -Konzern hat die schwierige Lage in der Branche und bei seiner Sportwagentochter Porsche AG im dritten Quartal voll zu spüren bekommen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 1,07 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte VW nach Steuern noch einen Gewinn von 1,56 Milliarden Euro erzielt.

Haut schon ordentlich rein.

Uns wurde doch von vielen Usern erklärt, dass die Automobilhersteller einen Mrd.-Gewinn einfahren, also alles tutti.

Aber Porsche auch hart dumm unterwegs gewesen. Soviele falsche Entscheidungen getroffen in letzter Zeit…

Same bei VW, liegt wohl alles in der Familie

lest ihr den Artikel eigentlich?

2 Like

Was willst Du uns sagen?

Wenn man sich das ein wenig detaillierter anschaut, wäre es ja auch so, müssten die Konzerne nicht ihre Entscheidungen finanzieren. Porsche z.B. investiert Milliarden in das Comeback des Verbrenners. Bei MB investiert man in Abfindungen.

Laut Artikel hat VW derzeit einen Überschuss von 3,4 Mrd Euro. JOAH.

1 Like

Verschiebung von Verbrenner-Aus kostet Milliarden

Ohne diese Sondereffekte hätte die Gewinnmarge bei 5,4 Prozent gelegen, so der Manager. »Das ist im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld eigentlich ein ordentlicher Wert.« Bei Absatz und Umsatz konnte der Konzern leicht zulegen: Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 0,6 Prozent auf 239 Milliarden Euro, die Auslieferungen um 1,2 Prozent auf 6,6 Millionen Fahrzeuge.

Porsche hatte bereits vergangene Woche tief rote Zahlen im dritten Quartal gemeldet. Die VW-Tochter leidet unter Milliardenkosten für den jüngsten Strategie-Schwenk zur Verbrenner-Verlängerung.


Das sind halt reine Management Probleme. Warum man diesen Weg geht kann vermutlich niemand beantworten.
Ich würde überlegen Prosche komplett abzustoßen

Marge bei VW steigt langsam.
Mehr E-Auto Absatz in Europa, konzernweit sogar +3x%

3 Like

Es ist aber auch einfach das Geschäftsmodell. Du kannst diese Art von Luxussegment nicht auf E-Autos übertragen. Das sind nur Leute die die Marke kaufen. Du bekommst mit wagen von Xiaomi, byd und bestimmt auch europäischen Firmen vergleichbares für einen Bruchteil. Wenn die Firma sich nicht endlich ein neues Segment sucht oder cm/s E fuels versucht umzusetzen wird es Porsche ( zurecht) nicht mehr lange geben

1 Like

Das Problem ist nach meinem Empfinden, dass die deutschen Premiumhersteller sich mit chinesischen Verkaufszahlen am Leben gehalten haben. Man war einfach zu abhängig von dem Markt. Und da ist nun halt der Markt kaputt. Zum einen für ausländische Premiummodelle, aber zum anderen einfach generell. In China gibt’s einen massiven Preiskampf, den kein Hersteller auf Dauer überlebt. Auch nicht die chinesischen. Jedenfalls nicht ohne Subvention.

Auch BYD und Co haben das Problem, dass da einfach massig Autos rumstehen.

Und dann die immer gleiche Geschichte der E-Mobilität - und wie die Hersteller wichtige Weichen halt nicht gestellt haben: Batterieproduktion. Chips. Software.

Ich habe mich sowieso schon mal gefragt ob diese enorme tägliche Produktion an Autos auch nur ansatzweise den tatsächlichen Bedarf deckt.

Jede Person die ich kenne fährt sein Auto mindestens 5-7 Jahre oder bis es kaputt ist. Klar ist das eine anekdotische Betrachtung von Privatkunden und deshalb habe ich mir nie intensiver Gedanken drum gemacht aber in meiner kleinen Welt stimmt die Relation zwischen Produktion und Bedarf nicht

Kann da jetzt nicht für alle Hersteller sprechen, aber Überproduktion ist schon zu einem gewissen Grad normal… Vorführfahrzeuge etc kommen ja auch irgendwo her. Aber von einigen Herstellern z.B. weiß ich, dass Mitarbeiterfahrzeuge halt 1 Jahr gefahren werden, u.a. daher kommen dann die Jahreswagen. Und dann ist halt viel Geschäftswagen (Leasing, Vermietung, …) mit bei… das erklärt dann schon, wieso man immer massiv produzieren kann.

Im Nutzfahrzeugbereich merkst du die Zyklen deutlich mehr glaube ich. Da sind deine 5-7 Jahre nicht nur anekdotisch, um mal bei dem Zahlenbeispiel zu bleiben.

Aber gerade findet bei den chinesischen Herstellern einfach eine massive Überproduktion statt - und damit versucht man halt, sämtliche Märkte zu schwemmen.

Die Produktionsbedingungen sind aber natürlich auch etwas, womit deutsche Hersteller nicht mithalten können. Um das mal noch einzuwerfen

2 Like

So sieht’s aus. Da sehe ich ebenfalls das Problem bei Porsche.

Porschefahrer wollen nicht 'n Summen eines E-Motors in ihren Autos.