Ich würde da schon differenzieren wollen, dass in deinem Beispiel zu 99% keine Intention der Spielverzögerung vorliegt, sondern der Außenstürmer eh in der unmittelbaren Nähe des Balles ist und das Spiel ganz im Gegenteil schnell machen möchte, indem er den Einwurf selber ausführt. Wenn sich keine Anspielstation ergibt, gibt er den Ball an den zwischenzeitlich aufgerückten Außenverteidiger weiter, was weder eine Intention der Spielverzögerung hat, noch wirklich Zeit kostet.
In dem Fall gestern dagegen joggt Stark als IV, der den Einwurf sowieso nicht ausführen wird, extra 15 Meter zur Seitenlinie, lässt sich den Ball vom Trainer zuwerfen und gibt ihn dann deutlich zu weit nach vorne zu Weiser, so dass Petersen als nächstes Weiser hätte zurückbeordern müssen und das ganze Theater 20-30 Sekunden gedauert hätte, bis die Ausführung des Einwurfes beginnt. Er läuft also als nicht zuständiger Spieler extra dahin um den Ball vom korrekten Ort der Ausführung zu entfernen. Sehr durchsichtiges Schauspiel.
Natürlich kann man darüber diskutiernen, dass die Regel generell strikter umgesetzt werden sollte. Wobei ich es wie oben beschrieben durchaus im Sinne des Spiels finde, die Intention zu berücksichtigen. Aber egal wie man dazu steht, wird im Umkehrschluss diese eindeutige gelbe Karte gegen Stark nicht falsch.
Wenn man etwas aufpasst, passieren solche gelbe Karten auch gar nicht so selten, wie man auf Anhieb denken mag. Normalerweise machen sowas halt Spieler die nicht schon gelb haben und dann interessiert es drei Minuten später nach Abpfiff niemanden mehr.

, wenigstens ein sieg muss drin sein gegen die 3 absteiger
Aber keine VAR Durchsage 