Wird mit einem strafbaren Handspiel eine glasklare Torchance vereitelt, müssen die Unparteiischen ab sofort zwischen einem „absichtlichen“ und einem „unabsichtlichen“ - aber dennoch zu ahndenden - Handspiel unterscheiden. Im ersten Fall gibt es weiterhin die Rote Karte, im zweiten Fall nur noch Gelb.
Dass dies die Referees bei einer ohnehin höchst komplexen Thematik nochmals vor zusätzliche Herausforderungen stellt, räumte FIFA-Schiri Sascha Stegemann unverblümt ein. Während der Betrachter festhalten muss: Erstmals werden laut FIFA-Vorgabe also auch explizit „unabsichtliche“ Handspiele überhaupt bestraft - wenn eine unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche vorliegt. Bislang wurde bei Unnatürlichkeit, zumindest unausgesprochen, stets eine Form von Vorsatz unterstellt.