Nein, nein, nein, nein.
Das Gegenteil ist der Fall. Was wir brauchen, was die F1 - eine gesunde F1 - braucht, sind unabhängige Privatteams, deren Geschäftsmodell Motorsport ist. Keine Hersteller, die, sobald irgendwelche Erbsenzähler von heute auf morgen keine Lust mehr haben, den Stecker ziehen. BMW, Toyota, Honda und mit Abstichen Renault haben jüngst ganze Teams platzen lassen. Die bei Honda wissen sowieso nicht, was sie wollen und das jahrelange Zögern von Porsche und Audi zeigen doch deutlich, dass eine Formel 1 aus Werksteams vollkommen bescheuert ist. Außer Ferrari gibt es mit Mercedes in den letzten ~30 Jahren nur einen Hersteller, der nicht irgendwann mal den Stecker gezogen hat. Alle anderen, neben den oben genannten auch Ford/Jaguar, Peugeot, Yamaha, selbst Cosworth und haufenweise Schrauberbuden, die Motoren anderer unter eignen Namen vertickt haben, kamen und gingen.
Die F1 als Herstellerserie mag ja toll klingen, ist aber absolut ungesund. Wenn die Hersteller merken, der Spaß kostet und man gurkt nur hinterher, gehen über Nacht die Lichter aus. Das war in Köln so, und wäre ohne Managementbuyout in Hinwil und Brackley genau so gekommen.
/e: idealerweise besteht das Grid überwiegend aus unabhängige Rennteams, die ihre Antriebsstränge einkaufen, mit Herstellern, die mehrere Teams beliefern und ggf. eines werksseitig unterstützen. Dazu das ein oder andere Werksteam neben Ferrari.
Ein Grid aus acht Werksteams mit klangvollen Namen und zwei übrig gebliebenen „echten“ Rennteams wäre eine Katastrophe.
/e2: damit das (weiter) funktioniert, muss Liberty/FOM die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so hinstellen, dass Teams wie Sauber nicht gezwungen sind, Deals einzugehen, bei denen sie ein Cockpit für den Nachwuchs von Hersteller XY freihalten müssen.
Die Formel 1 braucht MEHR Kundenteams, nicht weniger.