Deutsche Politik

er hat auf jeden fall gesagt, dass der zustand der bahn „demokratiegefährdend“ wäre. das kommt vielleicht intern nicht so gut, wenn das in der jüngeren vergangenheit überwiegend ein csu-posten war.

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ich will schnieder nicht in schutz nehmen, dennoch frag ich mich, was merz erwartet hat. das 1 1/2 jahre nach amtsantritt alles versäumte aus den letzten jahrzenten erledigt ist?

ich arbeite in der instandhaltung der infrago und kann mMn gut beurteilen, dass zu wenig geld da ist, wenn trotz jahrelanger vorplanung immer wieder maßnahmen nach hinten verschoben werden, weil in dem jahr kein geld dafür da ist.

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Er ist halt ein Bauernopfer. Muss seinen Platz grundlos räumen.

Haben mit ihm auch einiges zu tun gehabt und empfand ihn immer sehr kompetent und an tatsächlichen Lösungen interessiert.

Es wurde geschrieben, dass bei der Ampel fähige Menschen in der Regierung waren und Lambrecht ist halt (meiner Meinung nach) ein super Beispiel, dass das nicht stimmt. Gibt natürlich noch mehr, zB Buschmann

für die Bahn wäre es förderlich, wenn alle Parteien den gleichen Gedanken zur Bahnsanierung hätten und sich nicht alle 4 Jahre die Richtung ändert :smiley: aber gut, kann man ja auch nicht erwarten in einem Land, in dem es immer nur ums Auto geht (und nicht mal das bekommt man ordentlich hin)

Aber wofür Bauernopfer? Was lief denn im Verkehrsministerium so krass schlecht, dass man ein Bauernopfer braucht? Klar, die Bahn ist noch unpünktlicher geworden, aber das kann man Schnieder eigentlich noch nicht anlasten bzw. da hilft auch ein Tausch des Ministers nicht

Bauernopfer um das Kabinett umzubauen. Nicht im klassischen Sinne, weil irgendjemand im Ministerium was falsch gemacht hat, sondern weil Merz sich neu aufstellen will.

Vor allem hat die Bahn ein Umsetzungs- und Controlling-Problem. Gab doch letztens erst ein Statement von einem MA einer Baufirma, dass die den Laden so richtig ausnehmen und dabei Laumaloche machen.
Aber durch den Rechts und Bürokratieapparat wird man soweit gelähmt, dass man es nicht mal mehr versucht auf gute und preiswerte Umsetzung zu pochen. Das geld verpufft einfach und landet in den Taschen der Bauunternehmer ohne der Mehrwert zu generieren, wie vor 50-100 Jahren.

Als Gesellschaft müssen wir uns mittlerweile Fragen was für uns teurer ist, ein bisschen Korruption oder die Handlungsunfähigkeit.

die Firmen wissen, dass die Bahn sanieren muss, fast egal zu welchem Preis. Und selten wird ein Angebot abgelehnt, egal wie weit es über der kalkulierten Summe liegt, weil die Anlage in so einem schlechten Zustand ist, dass aufschieben gar nicht möglich ist. Zumal die ganze Planung (Sperrpause, Anpassung Fahrplan etc.) über Jahre hinweg im Voraus läuft und wenn man dann so eine Maßnahme verschiebt, steht man auch komplett blöd da.

Ja, und genauso wie beim Wohnungsbau schafft man es nicht mehr die Dinge selbst in die Hand zu nehmen bzw darf das nicht.

Für das ganze Geld könnte man locker seine eigene Bautruppe aus dem Boden stampfen und nur noch für die Sachen, die man wirklich nicht schafft externe dazu nehmen.

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ja, genau so ist es. früher gab es das ja sogar…

es ist so absurd, dass wir z.B. nicht mal eigene Stopfmaschinen oder Zweiwegebagger (außer die von der DB Bahnbau, die aber auch in Maßnahmen verplant sind) besitzen, um auf kurzfristige Probleme zu reagieren.
Das sind die Basics, die man für den Gleisbau als Maschinen braucht. Man hat nicht mal ein paar LKW mit Ladefunktion, um kurzfristig Material von a nach b zu fahren.

wo sollen die ganzen leute den plötzlich herkommen? dazu dauert das ja auch ne gewisse zeit bis du eine enstprechende größe hast, um die anzahl an projekte umzusetzen. maschinen etc müssen ja dann auch entsprechend vorhanden sein.

in der theorie wäre eine eigene bautruppe wünschenswert, aber ich glaube es würde an der umsetzung scheitern, sowie an fehlendem budget. vermutlich fehlt auch der wille dies wieder einzuführen

Was man über Jahrzehnte eingerissen hat, baut man nicht über Nacht wieder auf.

Aber das darf ja kein Grund sein, sich nicht wieder in die Richtung zu bewegen.
Man wollte hin zur externen Vergabe, um die Strukturen zu verschlanken. Nun ist man aber 100% Extern und handlungsunfähig. Man braucht intern und extern für einen gesunden Wettbewerb.

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Der mArkT regelt das. Kennt man leider aus vielen Bereichen, Krankenhäuser, Abwasser, Energieversorgung. Ende der 90er Anfang der 2000er meinte man alles was nicht bei drei auf dem Baum ist zu privatisieren und nun kaufen beispielsweise Kommunen die Klamotten zu teureren Preisen zurück weil es eben nicht funktioniert.

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ich teile deine gedanken, nur schauen die oberen etagen aus dem elfenbeinturm bzw. aus bwl-sicht auf die zahlen und würden dann doppelte kosten sehen - das ist vermutlich wiederum nicht gewollt, also wirds nur extern vergeben, weils „billiger“ auf dem papier aussieht. solange in der führungsetage alles auf kostenoptimierung getrimmt ist, bleibt das ein traum. da müsste schon jemand mit dickem fell und fachwissen übernehmen und den druck von vielen seiten aushalten können.

das war/ist bei der autobahn ja das selbe. was da an gelder für externe berater etc verpulvert wird ist kaum zu glauben

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Die Idee damals war auch durchaus richtig, weil die Strukturen völlig verfilzt und behäbig. Man hat es nur zu weit getrieben und nicht zu Ende gedacht (wie so oft).

Beispiel Wohnungsbau. Wenn man die eigenen Wohnungsbau und -verwaltungsgesellschaften verkauft, hätte man nicht damit aufhören dürfen neue eigene Projekte aufzubauen.
So wie es jetzt lief ist der Altbestand eine reine Renditemaschine geworden und entweder komplett runtergekommen oder modernisiert für die exklusive Oberschicht vermarktet. Die MItte bleibt wie immer auf der Strecke und die runtergekommenen Buden zahlt das Amt zu Mondpreisen.

so viel dazu:

:omegalul:

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BITTE WAS :smiley:

Wie kann sowas alles geleakt werden und dann will der Typ gar nicht?! hahaha

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Das Bundesverfassungsgericht hat den pauschalen Stopp der von früheren Bundesregierungen versprochenen Aufnahme von gefährdeten Afghanen durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) als Willkür eingestuft.

Das höchste deutsche Gericht teilte in Karlsruhe mit, dass eine Verfassungsbeschwerde von einer Frau mit zwei minderjährigen Söhnen Erfolg hatte. Die sogenannte Abkehrerklärung des Innenministeriums von den Entscheidungen der Vorgängerregierungen genüge „den Anforderungen des Willkürverbots nicht“, hieß es zur Begründung.

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Sehe schon Neuwahlen nach der Sommerpause D: