Das scheinen viele einfach nicht verstehen zu wollen…
Man kann nicht einfach random irgendwohin abschieben.
Das scheinen viele einfach nicht verstehen zu wollen…
Man kann nicht einfach random irgendwohin abschieben.
Kann man schon, ist dann aber halt nicht rechtens und man muss dem aufnehmenden Land mit massiven Strafzöllen drohen, falls sie sich wehren.
face
Weil ich weiß, dass du auch Lehrkraft bist:
Ist das deine persönliche Erfahrung, oder hast du Zahlen zu dem „sehr hohen Anteil hoch gebildeter Menschen“. Meine anekdotische Evidenz ist nämlich gegenteilig. Als ich noch in Flüchtlingsklassen unterrichtet habe (die Ukrainerflüchtlingswelle lasse ich mal außen vor), würde ich eher von einem niedrigen bis sehr niedrigen Teil hochgebildeter Menschen reden, statt einem hohen Teil.
Wenn ich jetzt Pflegeklassen als Beispiel nehme, schaffen vielleicht 20% derer, die die Ausbildung beginnen, am Ende die Abschlussprüfung. Bei diesen Menschen sprechen wir aber meist von gezielter Migration, was das ganze noch blöder macht. Diese Leute sind ja sogar gezielt von den Unternehmen ausgesucht worden und zählen häufig zu der „Bildungselite“ in ihren Ländern. Trotzdem reicht es meist nicht.
Klar, ich hatte vereinzelt mal Psychologen, Lehrern oder Juristen aus anderen Ländern. Das betraf dann aber eher Migration und Asyl aus dem europäischen Raum, oder nahem europäischen Raum (Türkei/Tunesien). Besonders der nahe Osten, egal ob z.B. Syrer oder Afghanen, war tendenziell eher schlecht, als gut gebildet. Mal abgesehen von den syrischen Ärzten und Zahnärzten. Wenn man unsere schulische Bildung als Maßstab nimmt, ist deren Bildungsstand sogar eher sehr schlecht. Ist jetzt ja auch nicht so verwunderlich. Afghanistan liegt z.B. bei der Bildung auf Platz 156 von 164.
Hier, die Studie ist zwar von 2016, aber Seite 3 fasst es nochmals ganz gut zusammen. Hier wird zwar von einer „verhältnismäßig“ guten Schulausbildung der Syrer geredet (15% der Bevölkerung haben so etwas wie eine „Berufsausbildung“), das bedeudet allerdings auf der einen Seite, dass das 85% nicht haben und auf der anderen Seiten für unsere Anforderungen an eine Arbeitskraft nicht besonders viel.
Daher einfach die Frage, wie du darauf kommst?
Müssen doch nicht hochgebildet sein. Am Ende sind das alles auch Leute gewesen die in ihrer Heimat, in der Regel, irgendwas handwerkliches gearbeitet haben.
Warum also nicht den Fachkräftemangel damit auffangen? Aber nee, Deutschland akzeptiert solche Nachweise ja nicht.
Gibt genug Storys dazu, wie das seit Jahrzehnten Integration behindert (hi@ iranische Flüchtlinge damals)
Keiner kommt hier her um Sozialhilfe zu bekommen. Die Leute haben doch kein Bock den ganzen Tag im Flüchtlingsheim zu sitzen und Däumchen zu drehen.
Auch eher anekdotisch aus meinem Schulalltag, daher etwas missverständlich formuliert.
Aber ich reduziere gerne auf „ausgebildet“, wie Kid es formuliert.
Ich unterrichte an einer Gesamtschule in Neukölln, da haben die meisten Schüler einen deutschen Pass, weil sie hier geboren sind. Die Eltern ist dann die Generation gewesen, die u.A. geflüchtet ist. Und da ist meine persönliche Erfahrung, dass da schon oft Integration gescheitert ist in dem Sinne, dass deren Ausbildung/Studium nicht besser eingesetzt wurde für die Gesellschaft.
Meine generelle These ist, dass Integration dann viel besser gelingen würde, wenn man die Mittel, ein Konzept und das Personal hätte.
Es einfach auf die geflüchteten zu schieben, ist viel zu einfach m.e…
Aber das lässt sich auf alle sozialen Bereiche ausweiten, dass Mittel, Konzepte und Personal fehlt.
Keiner kommt hier her um Sozialhilfe zu bekommen. Die Leute haben doch kein Bock den ganzen Tag im Flüchtlingsheim zu sitzen und Däumchen zu drehen.
Hab ich ja auch nicht behauptet, oder?
Am Ende sind das alles auch Leute gewesen die in ihrer Heimat, in der Regel, irgendwas handwerkliches gearbeitet haben. Warum also nicht den Fachkräftemangel damit auffangen? Aber nee, Deutschland akzeptiert solche Nachweise ja nicht.
Das mag sein, aber das ist in der Praxis nicht so einfach umsetzbar wie du dir das vorstellst. Warum wird es wohl sonst nicht gemacht? Wäre doch für alle eine Win Win Win Situation. Weil es eben nicht geht. Die Qualifikationen sind meist zu schlecht und nicht mit denen hier zu vergleichen. Ich will nicht abstreiten, dass es auch absolut dumme Regularien gibt, welche die Arbeitserlaubnis behindern. Besonders bei höheren Abschlüssen. Aber von denen reden wir zum Großteil nicht. Eine iranische Juristin aus meinem letzten Abschlussjahrgang hat eine Pflegeausbildung gemacht, da ihr Abschluss hier nicht anerkannt wurde. Ist ja auch relativ logisch, da iranisches Recht und deutsches Recht ziemlich verschieden sind. Bei einer „ausgebildeten“ Pflegefachkraft aus… puh, weiß das genaue afrikanische Land nicht mehr…, waren psychische Krankheiten ein „Märchen“, bzw. sowas gibt es nicht. Psychische Krankheiten sind nur eine Folge von falscher Ernährung. Du verstehst worauf ich raus möchte? Ich weiß jetzt nicht, wie es in einem anderen Bereich aussieht, da ich z.B. keine Maurerausbildung habe, aber ich könnte mir vorstellen, dass es auch dort gewisse Qualitätsansprüche gibt, die eben von jenen Leuten nicht erfüllt werden können.
Leichtere Anerkennung, damit Leute schnell hier arbeiten können ist schön und gut und sollte mit Sicherheit an einigen Stellen leichter gemacht werden, aber overall ist das im Praxisalltag nicht so einfach, besonders wenn wir von Ausbildungen in Entwicklungsländern sprechen.
Du nennst ja hochgebildete Jobs. Ich hatte ja von handwerklichen geschrieben. Da gibt es diese Hürden genauso. Und mal ehrlich, da ist das einfach nur witzlos.
Dass man Juristen oder Krankenschwestern die Anerkennung verweigert, kann ich nachvollziehen. Aber es ist ja leider so, dass viele eben im Stich gelassen werden.
Und das mit der Sozialhilfe war auch nicht auf dich bezogen, sondern allgemein gesagt
Ich kenn mich tbh mit den Qualitätsanforderungen bei handwerklichen Berufen nicht aus, daher hab ich nur aus meinem Bereich berichtet. Krankenschwestern würde ich jetzt aber nicht als hochgebildeten Job beschreiben, sondern auf einer Stufe mit Handwerk, bloß eben in einem anderen Fachbereich.
Daher auch das Beispiel mit dem Maurer. Aber eine qualifizierte Aussage kann ich dazu logischerweise nicht treffen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Maurergeselle da auch sagt: „Ja, aber wenn die Traglast (whatever) nicht richtig berechnet wird, dann kippt dir die ganze Garage um! Dann ist das Gejammere wieder groß! Aber hauptsache Leute mit nicht ausreichender Qualifikation den Abschluss anerkennen“.
Aber ich denke wir sind uns einig, dass häufig auch eher die Bürokratie, als die Qualifikation das Problem ist. Deutschland ist leider kein einwanderfreundliches Land, was diese Thematik angeht.
Atomkraftwerke können meiner Meinung nach erst dann wieder in Betracht gezogen werden wenn man eine Endlagerlösung gefunden hat. Solang das nicht der Fall ist, ist es einfach keine Option.
Da hat man dann Leute wie Söder die sich wie ein Fähnchen im Wind bei dem Thema drehen, immer in die Richtung die ihm Stimmen und Aufmerksamkeit bringt. Erst macht er die riesen Welle das wir umbedingt aussteigen müssen als er Umweltminister in Bayern war und jetzt will er es natürlich genau anders rum. Aber Endlager in Bayern? Auf keinen Fall!
Lächerlich hoch 10 diese Diskussion. Aber natürlich sind die Grünen wieder alleine Schuld an der Abschaltung.
Wie man auf diese Nummer immer noch reinfallen kann ist mir echt ein Rätsel.
Natürlich schlummert in vielen Flüchtlingen viel Potenzial, aber nach Deutschland kommen ausgerechnet mit Masse diejenigen, die vielleicht die schlechtesten Voraussetzungen für erfolgreiche Integrationsaussichten haben. Die Staaten mit den meisten Asylantragstellern sind beispielsweise Syrien, Afghanistan, Irak und die Türkei.
Religion, Bildung, Sprache, Ehrbegriff, Frauenbild und was weiß ich für kulturelle Faktoren scheinen für mich in vielen Fällen erstmal hohe Hürden auf dem Weg zur erfolgreichen Integration zu sein.
Ich finde die Annahme, einen Großteil dieser Menschen integrieren zu können, mittlerweile naiv und realitätsfern.
Entsprechend empfinde ich ein Stück weit den erkennbaren Richtungswechsel in Sachen Einwanderungspolitik als begrüßenswert.
Es wäre natürlich schöner, wenn nicht ein Clown wie Merz mit rechtswidrigen Forderungen Vorreiter dieses Trends wäre, sondern das Thema in seriöser Art und Weise besprochen werden würde.
Aber man könnte es ja trotzdem mal mit Integration versuchen. Stattdessen lässt man das lieber und verhindert aktiv gute Integration.
Redest du von Arbeitserlaubnissen?
Gibt schon Sachen die extrem abgefuckt sind bei der Anerkennung von ausländischen Zeugnissen hab es selbst persönlich bei einem ägyptischen Freund der Zahnarzt war und Deutsch lernen musste dann ca 2 Jahre quasi sein halbes Studium nachholen musste und die Prüfung halt nur in Deutsch machen konnte. War schon alles sehr krass hier würde es Deutschland deutlich effizienter machen würde man a) mehr in Englisch anbieten und arbeiten und b) diese Erkennungsprozesse schlanker gestalten
Stimme trotzdem auch deinem Beitrag zu dass es sicherlich viele Leute gibt die komplett unbrauchbar sind oder die Jobs die verfügbar sind nicht machen wollen. Von daher macht es Sinn an beiden Schrauben zu drehen.
Das ist doch genauso viel zu einfach gesagt… Als ob eine gute Integration nicht versucht wird oder von allen gewünscht ist. Leider klappt es eben nicht so einfach. Die Unterschiede bei Kultur, Religion ist halt auch ein sehr grosser Integrationsblocker.
In dem Thema ist eine neutrale Sicht schwer zu bekommen. Es gibt die einen die alles als zu negativ und die andern alles als viel zu positiv sehen. Wie bei vielen Themen gibt es nur noch die extreme Sichten…
Das bezweifel ich sehr stark. Sowohl von Seiten von gewissen Parteien, als auch von gewissen Wählern.
Würde mal die These in den Raum stellen, dass Integrationshindernis Nummer 1, weit vor allen anderen, die Sprache ist. Daran kann man vergleichsweise einfach arbeiten.
Je nachdem, was man unter Kultur versteht, kann das Hindernis Nummer 2 sein. Bspw. wenn darunter auch Sozialisierung à la „ich lass mir von einer BehördenmitarbeiterIN nichts sagen“ fällt.
Ob die Leute dann meinen, sie müssen jeden Freitagnachmittag beten, kein Schwein essen, Rinder für heilig halten oder was weiß ich, ist dann eher unwichtig.
Da du da ja selber sagst, dass man daran vergleichsweise gut arbeiten kann, ist es für mich Sprache nicht das größte Integrationshindernis.
Ich plädiere für Bildung und Kultur.
Ich glaube davon ist stark abhängig was eine gute Integration bedeutet.
Ist ja auch sehr subjektiv was gute Integration bedeutet.
Das halte ich nicht, nur muss man da richtig investieren, strukturell und finanziell. Aber nach meinem Eindruck hat man zu lange die Leute hergeholt und sich dann ihnen selbst überlassen. Ich meine wir sind SO oder SO auf Migration angewiesen. Wenn die Boomer-Generation (meine Eltern z.B) in den Ruhestand geht, dann brechen etliche Arbeitskräfte weg.
Meine GF im Konzern kackt sich JETZT schon deswegen im IT-Bereich ein. Ein Skandinavier hat ja kaum einen Grund nach DE zu kommen. Einer aus der Türkei schon viel eher. Und selbst wenn die Migranten in erster Instanz „einfache“ Berufe erlernen, haben die Kinder dann zumindest mit einem „guten“ Bildungssystem die Chance in die akademischen Berufe vorzustoßen.
Ich bin mit so vielen Afghanen und Türken zu iwelchen Bildungseinrichtungen geiert. Das waren vielleicht nicht die Top-Leute in der Klasse/Jahrgang, aber die waren trotzdem gut und besser als so einige Almans.
Nur ist das Thema Integration in der deutschen Politik immer nur begrenzt auf „Wer darf rein und wer nicht“. Das ist ja das eigentliche Problem. Der Fokus liegt völlig falsch.
großes kino fdp…