Deutsche Politik (Teil 1)

nicht eher so?

7 Like

Sind fast nur gute Fragen dabei.
Auch gut, dass an Dinge erinnert wird, die fast schon in Vergessenheit geraten sind: Wie im Koalitionsvertrag vereinbart wurde der co2 Preis angehoben. Das Klimageld, was die Erhöhung in gleicher Höhe sozialverträglich abfangen sollte, wurde leider vergessen :mond:

2 Like

vergessen ist vllt der falsche begriff, es wurde verschoben.

soon™

1 Like

Was wenn ich dir erzähle, dass ich weder in der gesetzlichen Renten- noch Krankenversicherung bin? Ja, ja, ja.

Dadurch, dass ich keine Kinder haben werde, leiste ich vermutlich auch mehr für die CO2-Einsparung als jeder andere mit Kindern, mache also der Gesellschaft einen großen Gefallen. (So selbstlos, I know)

Netter Birthstrike Fanatiker

Vielleicht enthältst du uns auch den Lisan al-Gaib vor, der die Klimakrise lösen wird?

Selbstständig oder warum?

Ich habe z.B. auch keine Kinder und möchte auch keine, meine Freundin sieht das genau so. Ich war ein schreckliches Kind und hab meinen Eltern denke ich mehr Kummer als Freunde bereitet, das möchte ich für mich ehrlich gesagt. Ich trau es mir aber auch nicht zu Vater zu sein muss ich sagen.

Ich hab aber auch kein Problem damit kinderlose Paare und Singles härter zu besteuern. Klar man sollte es nicht übertreiben aber manchmal ist es auch einfach besser wenn manche Menschen einfach keine Kinder bekommen. BIn auch über der Beitragsbemessungsgrenze und könnte mich privat Krankenversichern mach ich aber aus Überzeugung nicht weil ich das System der privaten Krankenversicherung ablehne.

Passiert doch schon? Also keine Ahnung, wo man noch hin will: keine Kinderfreibeträge, kein Kindergeld, höhere Pflegeversicherungsbeiträge, keine Elternzeit etc.

Ich sage nicht, dass das schlimm ist. Aber ist nicht so, als gäbe es nicht schon eine Mehrbelastung

1 Like

Naja am Ende des Tages sind es andere Dinge die eine Reform des Rentensystems wichtig wären. z.B. das alle einzahlen, auch Beamte und Selbstständige. Wird aber niemals passieren.

1 Like

Angestellter Rechtsanwalt. Daher im Versorgungswerk für Rechtsanwälte und eben PKV aufgrund Gehaltshöhe etc.

@jellybelly kein Plan wovon du sprichst, habe weder von der Person noch von dieser Bewegung gehört. Aber ändert trotzdem nichts daran, dass letztlich die Emissionen eines Menschen eingespart werden. War ohnehin nur 1 jokus.

könntest ja mit der Argumentation sogar noch weiter gehen… (auch nur 1 jokus :upside_down_face:)

Wurde hier gerade als Jokus suizid vorgeschlagen? :crying_cat_face:

2 Like

Hat doch punktuell recht ausgiebig geantwortet oder antworten lassen, bin überrascht. Diskussionen gab es aber natürlich nicht

Wir leben halt in einer Kultur des Individualismus, wo man von seiner Familie wegzieht, sobald man erwachsen ist, und jeder einzelne Mensch sich in allem entfalten kann - was ich übrigens gut finde, aber am Ende natürlich Tradeoffs hat, wie alles im Leben. Dadurch hat man dann auch weniger Hilfe von Verwandten und Bekannten, die einem bei der Erziehung der Kinder auch mal unter die Arme greifen können („It takes a village to raise a child“).

Das Problem haben die meisten führenden Industrienationen, siehe auch vor allem Japan. Muss man sich als Gesellschaft dann halt ernsthaft die Frage stellen, wie man dem entgegenwirkt, wenn man denn schon kein Migrationsfan sein sollte. Nannies subventionieren?

1 Like

Hatte irgendwo weiter oben die Diskussion, ob man sich wirklich einen Gefallen tut, wenn man die Themen der AfD aufnimmt/ernstnimmt, oder ob die Leute dann einfach weiter das Orginal wählen. Bin gerade über folgendes gestolpert:

Imgur

Das sind die Wahlergebnisse der dänischen Volkspartei (AfD in Dänemark). Nach den Wahlergebnissen 2015 sind die Sozialdemokraten umgeschwenkt und haben eine härtere Migrationspolitik gefahren.

Von der zweitstärksten Kraft zu unter 5% in nichtmal 10 Jahren (dänische Volkspartei)

4 Like

Die Frage ist woran es letztlich lag. Selbst wenn die SPD die Themen jetzt ernstnehmen würde, würden sie Verluste erleiden, weil ihre sonstige Politik halt trotzdem (auch) immer noch Mist ist.

Dafür sind die meisten konservativen Wähler (iSv Altparteiwähler) halt immer noch zu klug als dass sie sich von einem solchen Schwenk blenden ließen und haben zudem andere Kriterien für ihre Stimme.

Den typischen AfD-Wählern geht es halt hauptsächlich um diese Themen. Der Rest wird dann nebenher mit Populismus weggeredet.

Der typische AfD-Wähler möchte gar keine Migration - und Ausländer abschieben. Da wird die SPD halt nie mitziehen können.

Ich glaube daher ehrlich gesagt, dass man eher etwas gegen die Politikverdrossenheit tun sollte. Transparentere Politik, offenere Kommunikation, Sachverhalte verständlich erklären. Vielleicht schafft man es dann, den eher fauleren Wähler zur Wahlurne zu bewegen.

Wer AfD wählt, ist ohnehin verloren. Auf deren Populismus zu reagieren - davon bin ich fest überzeugt - legitimiert deren Position und macht den Rassismus wieder salonfähig. Selbst entlarven bringt auch nichts - auf kommunaler Ebene sehen wir schon, wie viel wert die Versprechungen der AfD sind. Es werden immer neue Ausreden gefunden. Und auf die Radikalität der Spitzenpolitiker hinzuweisen ist auch nicht so erfolgreich, weil man genau das offenbar wählt.

Ansonsten hoffe ich inständig darauf, dass man der AfD nun nicht 10 Jahre lang die Macht überlassen möchte. Das Experiment ging schon mal schief.

4 Like

Also das was Habeck macht? Kommt bei ‚ich will aber einfache Lösungen und blühende Landschaften‘-Otto auch nicht an.

Ja. Die aktuelle Regierung kommt aus mehreren Gründen nicht an. Ich würde sagen, dass ein großes Problem ist, dass man sich gegenseitig öffentlich bekriegt. Man schlägt ja oft genug in die Kerbe von CDU und Co, dass die Regierung kacke ist. Man disqualifiziert sich selbst.

Ein Grund ist aber sicherlich auch, dass gemeinsame Errungenschaften nicht entsprechend beworben werden. Und die Kommunikationslinie nicht klar ist. Also ja, in etwa so, wie Habeck das macht. Nur eben geschlossen. Und vielleicht prägnanter.

Für mich ist ein weiterer Grund aber, dass man die „Probleme“ der Bevölkerung immer dann angeht, wenn es zu spät ist. Auch das Thema Migration wird ja gefühlt links liegen gelassen, bis etwas passiert, das die Aufmerksamkeit wieder unweigerlich darauf legt. Dann muss man reagieren - und tut dies (vermeintlich) ohne eigene Ideen.

Dass die Abschiebung straffälliger Asylbewerber offenbar schon lange vor dem Anschlag geplant war, wurde jedenfalls (für mich) nicht öffentlichkeitswirksam kommuniziert. Es wirkt dann eben auch wie ein „ach, jetzt auf einmal geht’s“. Dann bekommen die Abgeschobenen noch 1000 Euro Handgeld (für viele unverständlich, neue Angriffsfläche) und niemand sagt so recht, weshalb das wie entschieden wurde.

Ein Problem ist aber sicherlich auch, dass die gemeine Bevölkerung oft dem Populismus verfällt. Dass man sich da von der Union für dumm verkaufen lässt nach 16 Jahre Stillstand… das ist schon was.

Das Problem ist denke ich auch, dass viele vor allem grüne Themen nicht ohne eigene Einschnitte gehen. Einfach mal durchziehen und vom Ergebnis überzeugen lassen

Hatte irgendwo gestern gelesen, dass z.B. „damals“ ein Großteil gegen den Nato-Eintritt waren. Der Kanzler hat’s trotzdem gemacht und wurde 2 Jahre später mit großer Mehrheit wieder gewählt.

Viele Leute raffen es halt leider erst, wenn sie dir Besserung mit eigenen Augen sehen/erleben

4 Like

Die Menschen vergessen auch gerne, wieso es überhaupt so einen großen Modernisierungs- und Handlungsbedarf in der BRD gibt.

Und die Menschen vergessen auch gerne, welche Entwicklungen der Ampel die Arbeit nicht leichter gemacht haben (Corona, Wirtschaftskrise, Umweltkatastrophen, Ukraine, politischer Rechtstrend EU etc.). Da musste die Ampel sehr viele unpopuläre Maßnahmen treffen bevor Sie überhaupt ihr eigenes Programm durchziehen konnte, die schmerzhafte Einschnitte bei der ganzen Bevölkerung nach sich gezogen haben und jetzt auch den Haushalt stark belasten.

Und jetzt, wo endlich Zeit ist das geplante Regierungsprogramm weiter umzusetzen, ist die Ausgangslage mies und die FDP ist ein ganz großer Bremsblock. Zudem haben die Menschen jetzt keinen Bock mehr auf schmerzendeÄnderungen, gab da genügend von…

Dann kommt leider noch dazu, dass v.a. die Grünen auch nicht die Erfahrung auf Regierungsebene haben und generell etwas die Souveränität bei vielen Entscheidungen gefehlt hat. Wobei ich bis heute finde, dass Habeck ein super und sehr integrer Politiker ist

Wird Deutschland echt nicht gut tun, wenn sich übernächstes Jahr alle wieder ins Verwalten und so Weiterlaufen lassen unter der CDU flüchten

7 Like